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Region Schwandorf
Freitag, 17. August 2018 28° 1

Freizeit

Knalleffekt kam erst zum Schluss

Nach dem Volksfest ziehen Stadt und Veranstalter eine positive Bilanz. Für die Polizei waren die neun Tage ruhig wie nie.
Von Hubert Heinzl

  • Das Brillantfeuerwerk am Sonntag sorgte zum Abschluss noch einmal für einen Knalleffekt. Foto: Zwick
  • Veranstalter, Stadt und Polizei zogen am Montag bei einer Gesprächsrunde im Rathaus eine positive Bilanz vom Volksfest 2018. Foto: xih

Schwandorf.Nach neun Volksfesttagen ziehen die Beteiligten unterm Strich eine positive Bilanz. Von einer „sehr positiven Festwoche“ sprach Oberbürgermeister Andreas Feller am Montag bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Stefan Schamberger, der Leiter des städtischen Ordnungsamts, lobte den geordneten Ablauf; weder habe es gravierende Vorfälle gegeben noch Beschwerden aus der Nachbarschaft. Und auch die Umsätze blieben im Vergleich zum vergangenen Jahr mindestens stabil, wie Festwirt Gerhard Böckl und Ulrike Sachs im Namen der Schausteller versicherten.

Polizei war wenig beschäftigt

Vielleicht noch mehr Grund zur Freude hatte in diesem Jahr Armin Kott, der Leiter der Polizeiinspektion Schwandorf. „Aus polizeilicher Sicht war es mit Abstand das ruhigste Volksfest, an das ich mich aus meiner Dienstzeit in Schwandorf erinnern kann“, sagte er bei der Gesprächsrunde im OB-Zimmer. Auf dem Gelände selbst gab es nach seinen Worten keine einzige Straftat; außerhalb wurden lediglich vier Sachbeschädigungen an Pkw und ein Fall von Körperverletzung verzeichnet. Die Polizei hatte allerdings auch, verstärkt durch überregionale Unterstützungskräfte und einen privaten Sicherheitsdienst, massive Präsenz vor Ort gezeigt. Auch auf der Straße gab es nur wenig Grund zur Aufregung – nur vier Fahrten unter Alkoholeinfluss und eine Drogenfahrt hatte Kott zu vermelden.

Ein Video zum Schwandorfer Volksfest sehen Sie hier:

Schwandorf feierte auf dem Pfingstvolksfest (Video: Seitz)

Festleiterin Ulrike Sachs, die für die Schausteller und das Rahmenprogramm zuständig ist, sieht einen Trend nach oben. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hätten sich die Besucherzahlen positiv entwickelt. „Man merkt, dass es die Bevölkerung immer besser annimmt“, sagte sie, „vom Angebot her können wir ohnehin mit den Veranstaltungen in der Nachbarschaft mithalten“. Das Einzugsgebiet des Volksfests ist nach ihren Worten beileibe nicht auf den Raum Schwandorf beschränkt. Selbst aus Tschechien reisten inzwischen Familien an, um in der Großen Kreisstadt zu feiern. Besonders gut gefiel Ulrike Sachs nach eigenen Worten der Zuspruch beim Familiennachmittag und dem Umzug zum Volksfestauftakt, als rund 2000 Menschen trotz schlechtem Wetter mitmachten.

„In Summe zufrieden“

Von einem „guten Verlauf“ sprach auch Festwirt Gerhard Böckl. „In der Summe bin ich recht zufrieden“, sagte er. Dass das Festzelt mitunter nur zur Hälfte gefüllt war und es in den sozialen Medien Kritik unter anderem am Musikangebot gegeben hat, lässt er so pauschal nicht gelten. „Das Programm war ausgewogen; für jeden war etwas dabei. Dass das Festzelt nicht an jedem Tag ganz voll ist, liegt einfach in der Natur der Sache“, so seine Einschätzung. Für den eher schwach besuchten Donnerstag stellte er wie Kollegin Sachs gleichwohl mögliche Veränderungen in Aussicht.

Bewährt hat sich nach den Worten der Veranstalter das erstmals organisierte Preisschafkopf-Turnier am vergangenen Samstag. Die Premiere, so ihre Einschätzung, hätte sicher noch besser eingeschlagen, wenn sie nicht mit dem Champions League-Finale zusammengetroffen wäre. Beibehalten und sogar noch ausgeweitet werden soll der „amerikanische Tag“ am Volksfest, bei dem nicht nur „Elvis“ die Besucher in Stimmung brachte. Auch darüber hinaus hat Ulrike Sachs noch einige Pfeile im Köcher. Der Kalender meint es nächstes Jahr ohnehin gut mit den Veranstaltern, denn Pfingsten fällt dann auf den Monatsanfang – und da sitzt den Besuchern das Geld vielleicht noch lockerer als in diesem Jahr.

Einer der größten Festzüge

Oberbürgermeister Andreas Feller dankte im Rahmen der Presserunde noch einmal allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und wies eigens darauf hin, dass sich auch das Schwandorfer Wirtschaftsforum mit seiner Freibieraktion in das Volksfest eingebracht habe. Sein besonderer Dank galt den „sehr, sehr disziplinierten Besuchern“ und all denen, die beim Volksfestauftakt mitmarschierten. „Wegen eines drohenden Gewitters waren wir kurz davor, den Umzug abzusetzen“, plauderte der OB aus dem Nähkästchen. Doch das Unwetter blieb aus, und am Ende ergab sich „einer der größten Festzüge, die wir jemals gehabt haben“.

Eine Bildergalerie mit den schönsten Impressionen finden Sie hier:

Endspurt beim Schwandorfer Pfingstvolksfest

Für den Oberbürgermeister war das Volksfest in diesem Jahr eine „wunderbare, runde Geschichte“. Dass das Programm immer wieder an die Altersstruktur der Besucher angepasst werden müsse, steht nach seinen Worten außer Frage. Wichtig ist dem OB zum Schluss aber vor allem eins – das „Bewusstsein, dass es unser Volksfest ist“.

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Volksfest-Bilanz

  • Armin Kott, Chef der Schwandorfer Polizei:

    „Aus polizeilicher Sicht war es mit Abstand das ruhigste Volksfest, an das ich mich erinnern kann. Auf dem Festgelände selbst war keine einzige Straftat zu verzeichnen“.

  • Ulrike Sachs von der Festleitung Uebel und Sachs:

    „Man merkt, dass es die Bevölkerung immer besser annimmt. Vom Angebot her können wir ohnehin mit dem Programm der Nachbarveranstaltungen mithalten“.

  • Gerhard Böckl, Festwirt:

    „In der Summe bin ich recht zufrieden. Das Programm war ausgewogen; für jeden war etwas dabei. Dass das Festzelt nicht an jedem Tag ganz voll ist, liegt einfach in der Natur der Sache.“ (hh)

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