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Krankenhaus-Chef verlässt Asklepios

Überraschender Wechsel an der Klinik Burglengenfeld: Thomas A. Kräh löst Georg Detter als Geschäftsführer ab.
Von Hubert Heinzl

  • Georg Detter verlässt Burglengenfeld. Foto: Asklepios/H.C. Wagner
  • Thomas A. Kräh, der neue Geschäftsführer Foto: Asklepios/H.C. Wagner

Landkreis. Nach nur zwölf Monaten als Geschäftsführer der Asklepios-Klinik Burglengenfeld verlässt Georg Detter (47) den Asklepios-Konzern. Darüber informierte am Montag der Krankenhaus-Betreiber zunächst die Belegschaft in einer Personalversammlung und anschließend auch die Öffentlichkeit in einer Pressemitteilung. Als Nachfolger Detters wird Asklepios-Regionalgeschäftsführer Thomas A. Kräh (45) künftig in Personalunion auch an der Spitze der Klinik Burglengenfeld stehen. Kräh arbeitete schon früher als Geschäftsführer des dortigen Krankenhauses – in den Jahren von 2000 bis 2002, als der Asklepios-Konzern im Auftrag des Landkreises Schwandorf das Management der drei Krankenhäuser betrieb.

Über die Hintergründe für den Wechsel in der Geschäftsführung wurde am Montag nur wenig bekannt. Detter trete „eine neue Aufgabe im Gesundheitswesen“ an, ließ Asklepios verlauten. „Er hat sich entschieden, neue Wege zu gehen. Und wenn ein Kollege gehen will, legen wir ihm keine Steine in den Weg“, erklärte Kräh auf Anfrage der MZ.

Fest steht, dass der Wechsel an der Spitze in eine Zeit fällt, in der in Burglengenfeld noch einige Baustellen abzuarbeiten sind. Mit Wirkung zum 1.Juli wurde bekanntlich die Geriatrische Reha von Oberviechtach nach Burglengenfeld verlagert. Die ersten Patienten sind nach den Worten Krähs bereits in der Klinik eingetroffen, und mit der Bestellung von Dr.Peter Euler als Chefarzt der Geriatrie wurden auch die personellen Weichen gestellt. Ob die Abteilung in Burglengenfeld angenommen wird, muss sich allerdings noch zeigen. Rein wirtschaftlich gesehen, ist man von schwarzen Zahlen immer noch weit entfernt. Gegenüber der MZ drückte es Kräh so aus: „Wir haben in Burglengenfeld eine stabile medizinische Leistungsentwicklung, ohne dass dies allerdings im Betriebsergebnis bereits seinen Niederschlag finden würde.“

In der Presseerklärung zieht der Asklepios-Konzern jedenfalls eine positive Bilanz von Detters Tätigkeit an der Klinik Burglengenfeld. In den vergangenen zwölf Monaten habe er als Geschäftsführer „verschiedene personelle, bauliche und für die Weiterentwicklung der Klinik wichtige Meilensteine“ vorbereitet und umgesetzt, heißt es in der Mitteilung. Genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem der Beginn der Brandschutz-Sanierung, die Einstellung medizinischen Fachpersonals auf der Führungsebene oder „die Etablierung der Klinik als Notarztstandort“. Auch die Verleihung des Karl-Storz-Preises für die Schlaganfallversorgung wird von der Pressemitteilung mit dem Namen Georg Detters verbunden. Und: „Der frühe Schulterschluss mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Städtedreiecks bewirkte ebenso eine positive Positionierung des Hauses wie gut besuchte Aktionstage zu den medizinischen Themen Schlüsselloch-Chirurgie und Darmkrebs und die Herzwochen“, so die Pressemitteilung.

Laut Thomas Kräh ist für einen „reibungslosen Übergang der Amtsgeschäfte“ gesorgt. Der neue Geschäftsführer sieht der künftigen Doppelbelastung im Asklepios-Konzern im Übrigen gelassen entgegen, „weil ich im Landkreis Schwandorf auch auf Leitungsebene ein gutes Team habe.“

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