MyMz
Anzeige

Wackersdorf.

Kritik an Politik und Wirtschaft

Ökumenische Marterlgemeinde Wackersdorf und Katholische Friedensbewegung PAX Christi, Regensburg, gedenken anlässlich des 23. Jahrestages der Katastrophe.

Tschernobyl-Gedenkveranstaltung am Franziskusmarterl Foto: skt

Rund 50 Atomgegner, unter ihnen Pfarrer i.R. Leo Feichtmeier, Altlandrat Hans Schuierer und MdL Franz Schindler, waren Sonntagnachmittag zum Franziskusmarterl gekommen, um an die atomare Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine, die vor genau 23 Jahren die Welt in Angst und Schrecken stürzte, zu erinnern. Dr. Hans Hubert (PAX Christi, Regensburg) informierte, dass von den Aufräumarbeitern, die 1986 in Tschernobyl im Einsatz waren und diesen überlebten, heute 90 Prozent durch die radioaktive Überdosis schwer erkrankt sind. Das sei schon schlimm genug, schlimmer aber seien noch die schweren Folgekrankheiten, mit denen zehn Prozent der nachgeborenen Generation zu kämpfen habe. Die Enkel und sechs weitere Generationen hätten zu 90 Prozent mit schlimmen Erkrankungen zu rechnen. „Wir finden es deshalb erschreckend und unverantwortlich“, so Dr. Hubert, „wenn die Politik und Wirtschaft jetzt wieder eine intensivere Nutzung der Atomenergie, obwohl die Lagerung der hoch radioaktiven Abfälle weiterhin ungeklärt ist, anmahnt.“ Den Wortgottesdienst hielten Ingeborg und Dr. Hans Hubert. Peter Nowak, Marterlgemeinde, machte auf die Veranstaltung „20 Jahre Ende der WAA“ aufmerksam.(skt)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht