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Kurzfilme ziehen ins Kino ein

Am Wochenende findet im Schwandorfer Kino das „Kurz-Vor-Film“ Festival statt. 70 Kurzfilme werden den Gästen vorgeführt.
Von Sophia Rothut

Julia Schnorrer, Organisatorin des Kurzfilmfestivals, hofft auf viele Besucher und volle Kinosäle. Foto: Rothut
Julia Schnorrer, Organisatorin des Kurzfilmfestivals, hofft auf viele Besucher und volle Kinosäle. Foto: Rothut

Schwandorf.Schwandorf wird zur Kinostadt: Nach den Dokumentarfilmtagen „Zwickl“ und dem Open-Air Kino gibt es nun das „Kurz-Vor-Film“ Festival. Von Freitag, 28. September, bis Sonntag, 30. September, werden 70 verschiedene Kurzfilme gezeigt. Diese werden zu zehn verschiedenen Themenblöcken zusammengefasst. Es gibt zum Beispiel etwas zum Lachen, etwas zum Gruseln, etwas über die Heimat, etwas für die Kinder und mit „Beziehungs-Weise(n)“ auch etwas fürs Herz.

Organisiert wird das erste Schwandorfer Kurzfilmfestival von der Autorin, Regisseurin und Produzentin Julia „JayEz“ Schnorrer und dem Betreiber des Lichtwerk Kinos, Frederik Hohrath. Die Idee dazu hatten die beiden im vergangenen Jahr, als sie die Premiere von Schnorrers zweitem Kurzfilm „The Hacker“ vorbereiteten. Vor dem Hintergrund, dass es in Schwandorf noch keine Veranstaltungsreihe gibt, die Kurzfilme vorstellt, wurde „Kurz-Vor-Film“ ins Leben gerufen. Mit dem Festival wollen die Organisatoren ihre Gäste nicht nur unterhalten – es soll auch auf das Medium „Kurzfilme“ an sich aufmerksam gemacht werden.

Jeder kann Kurzfilme drehen

Schnorrer möchte, „dass ein Mut aufkommt zum Film“, denn nicht nur Profis können Filme machen – alle, die motiviert seien und eine gute Idee hätten, könnten Kurzfilme drehen. Zu Zeiten des Smartphones brauche man meist nicht einmal besonderes Equipment. Für Besucher, die durch das Festival auf den Geschmack gekommen sind, steht schon eine potenzielle Plattform zur Verfügung: „Kurz-Vor-Film“ ist auch schon für 2019 angedacht.

eben Schnorrers zweitem Kurzfilm „The Hacker“, der demnächst zum Spielfilm erweitert werden soll, ist auch ihr erster Kurzfilm „Acceptance“ aus dem Jahr 2016 zu sehen. Ein Highlight ist für sie unter anderem der Animationsfilm „A Rabbit’s Tale“ von den Britinnen Rachel Shenton und Becky Harrington. Die beiden sind auch bei verschiedenen Kurzfilm-Blöcken persönlich mit vor Ort und am Freitag besuchen sie zusammen mit Schnorrer das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium, um dort in vier Klassen Englischunterricht zu halten. Dabei zeigen sie unter anderem ihren Kurzfilm und laden die Schüler zu einer Diskussionsrunde ein. „Das wird ein spannendes Experiment. Vor allem ist es ja etwas ganz anderes, mit Muttersprachlern zu sprechen“, sagt Schnorrer.

„Das wird ein spannendes Experiment.“

Julia „JayEz“ Schnorrer

„Kurz-Vor-Film“ hält für die Besucher auch eine Premiere bereit: Nach dem Film „Alpencross 2016“, eine Dokumentation der Filmgruppe „Hustle Film“, der den Publikumspreis bei der Oberpfälzer Jufinale gewann, präsentieren die ehemaligen Parsberger Gymnasiasten nun ihre Mountainbike-Doku „Biken II“ auf dem Kurzfilmfestival. Auch das Gymnasium Neutraubling lieferte einen Beitrag, der nun in die Schwandorfer Kinosäle Einzug hält: Die Film AG hat die 14-minütige Komödie „Die Jurysitzung“ gedreht. Damit haben die Schülerinnen und Schüler 2017 einen Preis auf den 40. Filmtagen Bayerischer Schulen gewonnen. Eine weitere Besonderheit ist „Lego Raid“. Der Stop-Motion-Film wurde sorgfältig mithilfe von Legosteinen dargestellt. Insgesamt neun Monate arbeitete der bayerische Filmemacher Luca-Dante Spadafora an dem rund 14-minütigen Stück.

Dauer der Kurzfilm-Blöcke

Jeder Block des Schwandorfer Kurzfilmfestivals dauert etwa so lange wie ein normaler Spielfilm, zwischen eineinhalb und zwei Stunden. Der Programmpunkt für die Kinder ist für 40 Minuten angesetzt und außerhalb der Kurzfilme wird als Sondervorstellung die knapp einstündige Dokumentation „Wer sich nicht wehrt“ über die WAA-Widerstandskämperin Irmgard Dietl aus Maxhütte-Winkerling vorgeführt.

Der kürzeste Film des Festivals „Careful with that crossbow“ dauert eine Minute 49 Sekunden, der längste Kurzfilm „Hot Dog“ umfasst 35 Minuten.

Wenn man einen Filmblock besuchen möchte, zahlt man 3,50 Euro Eintritt. 3er- sowie 5er-Tickets gibt es zum Preis von neun bzw. zwölf Euro. Weitere Informationen und Details zum „Kurz-Vor-Film“ Festival gibt es online unter kurzvorfilm.com/programm/.

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Die Verlosung

  • Festivaltickets:

    Die Mittelbayerische Zeitung verlost zusammen mit den Organisatoren dreimal je zwei Festivalstickets, die für das gesamte Kurzfilmwochende gelten.

  • Teilnahme:

    Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, schicken Sie bis einschließlich Mittwoch, 26. September, eine Mail mit dem Stichwort „Kurzfilmfestival Schwandorf“ an gewinnspiel@mittelbayerische.de.

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