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Landkreis will DSL-Lücken noch heuer schließen

Überraschende Neuigkeiten gab es im Zuge der Markterkundung für eine flächendeckende Breitbanderschließung im Landkreis Schwandorf. Rudolf Reger von der Abteilung Wirtschaftsförderung und Siegfried Schollerer vom gleichnamigen IT-Büro konnten dem Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik vom Angebot eines Unternehmens berichten, das noch heuer die Voraussetzungen für einen schnellen Internetzugang überall im Landkreis schaffen könnte. Dabei würden die jeweiligen Hauptverteiler der T-Com-Vermittlungsstellen erweitert, so dass Störungen und Dämpfungen auf den bestehenden Kupferkabeln stark reduziert würden. Dadurch wiederum würde flächendeckend eine Bandbreite von 1-3 MBit/s erreicht. Wo es diese Übertragungsrat schon gebe, würde der Zugang noch schneller werden. 29 Hauptverteiler müssten ausgebaut werden mit Kosten von je 25000 Euro, abzgl. einer 70-prozentigen Förderung. Diese Kosten könnten dann auf die Gemeinden umgelegt werden: ca. 6500 Euro, wenn alle mitmachen. In Gewerbegebieten könnte auf eigene Kosten der Gemeinde der Internetzugang noch weiter ausgebaut werden.

Die Bürger im Landkreis, die vom schnelleren Internetzugang profitieren wollen, müssten zum neuen Anbieter wechseln und mit monatlich 49 Euro bei Internet- und Telefonflat rechnen. Hintergrund für das deutlich günstige Angebot sei nach Überzeugung Schollerers die Senkung der Netzpauschalenentgelte, die Anbieter an die Telekom entrichten müssen. Die Kreisräte begrüßten diese Entwicklung und plädierten für die vorgeschlagene landkreisweite Lösung.

Um die staatlichen Zuschüsse zu bekommen, müssten jedoch noch in allen Gemeinden Markterkundungsverfahren durchgeführt bzw. wiederholt werden, wo diese schon vor diesem Angebot abgeschlossen waren.

Breitbanderschließung im Landkreis:

Gemeinden, die sich nicht an der Markterkundung beteiligt haben: Fensterbach, Neukirchen-Balbini, Oberviechtach, Schönsee, Schwarzhofen, Thanstein

Gemeinden, in denen das Auswahlverfahren nochmals durchgeführt werden müsste: Altendorf, Gleiritsch, Guteneck, Nabburg, Niedermurach, Steinberg a. See, Teunz, Winklarn

Gemeinden, in denen die Markterkundung gerade vorbereitet wird: Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof, Nittenau, Schmidgaden, Schwarzenfeld, Stadlern, Teublitz, Wackersdorf, Weiding

Gemeinden, in denen das aktuelle Angebot im Auswahlverfahren berücksichtigt werden kann: Bodenwöhr, Bruck i.d.Opf., Dieterskirchen, Neunburg v. W., Pfreimd, Schwandorf, Schwarzach b. Nabburg, Stulln, Trausnitz, Wernberg-Köblitz

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