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Landratsamt genehmigt Pissauer Privatschießanlage

Die ehemalige Bundeswehr-Schießanlage bei Pissau darf laut Bescheid des Landratsamtes künftig privat genutzt werden.

Das Landratsamt Schwandorf hat jetzt die von einem Privatinvestor geplante Pissauer Schießanlage bau- und immissionsschutzrechtlich genehmigt. Gegenstand des Bescheides ist die Nutzungsänderung der ehemaligen Bundeswehr-Schießanlage als künftig zivile Schießanlage sowie Errichtung und Betrieb sicherheitstechnischer Einbauten und Änderung der verwendeten Waffen und Schießzeiten.

Die am 18. November ausgefertigten schriftlichen Genehmigung in Vollzug des Bundesimmissionsschutzgesetzes schließt die baurechtliche Genehmigung zum Einbau von Sicherheitswänden und -hochblenden sowie gedeckten Schützenständen mit ein. Dem Antragsteller Wilhelm Vielberth, Bodenwöhr, wird die Änderung der bestehenden Anlage bzw. die künftige Nutzung als zivile Schießanlage nach Maßgabe mehrerer „Nebenbestimmungen“ erlaubt. Demnach darf die Anlage mit folgenden Ständen und Bahnen wie folgt genutzt werden:

50-Meter-Stand (eine Bahn) für die Disziplin „Laufender Keiler mit Kugel“; 100-Meter-Stand (vier Bahnen) für die Disziplin „100 Meter auf Scheibe“; 200-Meter-Stand (vier Bahnen) für die Disziplin „200 Meter auf Scheibe“, 300-Meter-Stand (vier Bahnen) für die Disziplin „300 Meter auf Scheibe“, 30-Meter-Stand (eine Bahn) für die Disziplin „Kipphase mit Schrot“ und 25-Meter-Stand (vier Bahnen) für Kurzwaffendisziplinen. Der Schießbetrieb ist täglich in der Zeit von 9 bis 20 Uhr zulässig. Innerhalb dieser Zeit dürfen auf jeder Bahn maximal 40 Schuss pro Stunde abgegeben werden.

Zum Lärmschutz wurden mehrere Auflagen angeordnet. Die Beurteilungspegel, hervorgerufen durch die vom Schießbetrieb einschließlich Fahrverkehr ausgehenden Geräusche, dürfen an den Immissionsorten den jeweils zugewiesenen Immissionsrichtwert nicht überschreiten. Dieser beträgt 60 dB(A) für die Gemeindeteile Pissau, Ebersdorf und Luigendorf. Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen dürften die Immissionsrichtwerte eine Mischgebiets um nicht mehr als 30 dB(A) überschreiten. Hinsichtlich des Schallschutzes sind die Bestimmung der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) vom 26. August 1998 zu beachten. Weiters wird dem Betreiber das Führen eines Betriebstagebuchs zur Auflage gemacht, das dem Landratsamt auf Verlangen vorzulegen ist. Am Verfahren beteiligt waren neben den zuständigen Abteilungen des Landratsamtes (Immissionsschutz, Naturschutz, Baurecht, Waffen- und Gewerbsrecht), die Gewerbeaufsicht der Regierung der Oberpfalz und das Amt für Landwirtschaft und Forsten Schwandorf.

Die Stadt Neunburg hatte ihr gemeindliches Einvernehmen verweigert. Die Rechtsaufsichtsbehörde hat dieses gemäß Art. 67 der Bayerischen Bauordnung ersetzt.

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