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Landwirtschaft macht Schule

Ein Projekt des Bauernverbands soll Alltagskompetenzen an Schulen vermitteln. Es werden noch Partner in Schwandorf gesucht.

Im Rahmen des Projekts ist es möglich, dass Schulklassen Bauernhöfe besuchen.  Foto: Josef Wittmann
Im Rahmen des Projekts ist es möglich, dass Schulklassen Bauernhöfe besuchen. Foto: Josef Wittmann

Schwandorf.Schon lange fordern die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband (BBV), ein Schulfach „Alltagskompetenz“ zu etablieren. In Verbindung mit dem Volksbegehren konnte nun erreicht werden, dass Projekttage an den Grundschulen und an den weiterführenden Schulen eingerichtet werden. Das meldet der Bayerische Bauernverband in einer Pressemitteilung. Demnach wurde vom bayerischen Kabinett im Januar beschlossen, ab dem Schuljahr 2020/2021 das Konzept „Schule fürs Leben“ einzuführen.

Den Landfrauen gehe es darum, dass die Schwerpunkte Ernährung, Gesundheit, Haushaltsführung sowie Umwelt- und Verbraucherverhalten in den Vordergrund gerückt würden. Angesichts der laufenden Corona-Pandemie beschäftige man sich in den Familien wieder mehr mit dem Thema Kochen und Backen, so der Bauernverband in seiner Mitteilung. Im Projekt „Schule fürs Leben“ solle deshalb unter anderem behandelt werden, worauf es bei der Essenszubereitung ankomme. Unter Berücksichtigung von regionalen Produkten soll Wissen rund um die gesunde Ernährung vermittelt werden.

Landwirtschaft

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Im Rahmen dieses Projekts ist es möglich, dass Schulklassen Bauernhöfe besuchen oder Landwirte für ein paar Schulstunden an Schulen kommen. Bayernweit sollen mehr als 10 000 Schulklassen über land- und hauswirtschaftliche Themen informiert werden. „Wir brauchen für jeden Schulstandort ein bis zwei Betriebe, die für Schulbesuche zur Verfügung stehen, bei großen Schulstandorten entsprechend mehr“, erklärt Josef Wittmann von der Geschäftsstelle des Bauernverbands in Regensburg-Schwandorf. Darüber hinaus würden noch Fachkräfte aus dem Bereich Land- und Hauswirtschaft gesucht, die an den Schulen land- und hauswirtschaftliche Inhalte vermitteln wollten, so Wittmann.

Projekt-Partner

  • Teilnahme:

    Teilnehmende Betriebe und Fachkräfte werden vom BBV kostenfrei geschult. Das erforderliche Programm für die Zusatzqualifizierung wird zurzeit beim BBV-Landesverband fertiggestellt. Wegen der Corona-Pandemie wird es eine Online-Schulung geben.

  • Zielgruppe:

    Von dem Projekt sind vor allem alle Landfrauen mit entsprechender Ausbildung angesprochen, die ihr Wissen rund um die Herstellung von Nahrungsmitteln sowie eine gesunde Ernährung den Schulkindern vermitteln wollen.

  • Vergütung:

    Der Einsatz der Bäuerinnen und Bauern wird honoriert und kann sich durchaus zu einem zweiten Standbein entwickeln.

„Es ist vorgesehen, bereits nach den Pfingstferien die Schulen über die teilnehmenden Betriebe zu informieren“, erläutert Kreisbäuerin Sabine Schindler. Bezüglich der Teilnahme von Landwirten und Landfrauen an diesem Projekt habe sich der BBV-Kreisverband Schwandorf bereits mit einem Schreiben an das Ortsehrenamt und mit Rundschreiben per E-Mail an alle Mitgliedsbetriebe gewandt.

Landwirtschaft zu erleben stehe bei den Betriebsbesuchen im Vordergrund. Regionale Kreisläufe, Nachhaltigkeit und wichtige Zusammenhänge rund um die tierische und pflanzliche Erzeugung sollen in der Schule und auf den landwirtschaftlichen Betrieben vermittelt werden. „Es erfüllt mich und bereitet mir selbst große Freude, wenn ich die Begeisterung der Kinder bei den Betriebsbesuchen sehe“, sagt Kreisbäuerin Schindler. Bestätigt wird sie durch die Ernährungsfachfrau und BBV-Vorstandsmitglied Barbara Scharl.

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Sie hat bisher im Rahmen des Projekts „Landfrauen machen Schule“ an einigen Grundschulen im Landkreis unterrichtet. „Das neue Angebot gibt wichtige Hilfestellungen, damit die jungen Leute mit Herausforderungen im Haushalt und im Alltag zurechtkommen“, sagt Scharl. Gerade die aktuellen Beschränkungen durch Corona würden zeigen, dass man mehr auf sich gestellt sei und ein gewisses Handwerkszeug dabei helfen könne.

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