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Region Schwandorf
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Aschermittwoch

Lange Mängelliste abgearbeitet

BWG-Fraktionssprecher Albin Schreiner ließ kein gutes Haar an Burglengenfelds CSU-Bürgermeister und der SPD.

Burglengenfeld.„Zukunftsgestaltung anstatt Sprüche und viel heiße Luft“ war das Motto seiner politischen Aschermittwochsrede im Gasthaus „Frey“. Die Mängelliste von Albin Schreiner, Fraktionssprecher der BWG, war lang. Bürgermeister Thomas Gesches „Führungsschwäche“, sein „gestörtes Verhältnis zur Wahrheit“, sein „Rachefeldzug“ gegen Heinz Karg, Josef Grubers „Hirngespinst vom Grundschulneubau“, falsche Weichenstellungen bei der Stadtentwicklung sowie die „mangelnde Bürgerfreundlichkeit und Arroganz der SPD“ waren unter anderem Schwerpunkte seiner langen Rede.

Die Politik der BWG dagegen habe deutliche Wiedererkennungsmerkmale, so Schreiner. Verantwortung, Visi-onen, Entscheidungsfreude und Menschlichkeit dienten als Basis für ihre Politik. Wer allerdings eine Aschermittwochsrede à la Vilshofen erwartete, wurde enttäuscht. „Beleidigungen und Gehässigkeiten wird es keine geben“, sagte Schreiner zu Beginn seiner langen Rede.

Kein Verständnis hatte er für die Absichten von CSU-Bürgermeister Thomas Gesche und SPD-Fraktionsvorsitzendem Sebastian Bösl, die Einwohnerentwicklung der Stadt zu drosseln, damit die Infrastruktur besser angepasst werden könne. „Nur weil eine neue Krippe, ein Kindergarten und eventuell auch einige Klassenzimmer neu gebaut werden müssen, bricht bei unseren politischen Mitbewerbern Panik aus“, sagte der BWG-Fraktionssprecher. Eine solche Kehrtwende sei mit uns nicht machbar, so Schreiner. „Mit uns wird es kein Zurück in die Steinzeit geben.“

Den Vorschlag von CSU-Stadtrat Josef Gruber, in Wölland eine neue Grundschule zu errichten, bezeichnete er als „Hirngespinst“ und es sei „unseriös“, längst widerlegte Argumente zu verwenden. Schon 2006 sei für ein derartiges Projekt die Kostenfrage geprüft worden, mit dem Ergebnis: Ein Neubau würde mehrere Millionen mehr kosten als ein Erweiterungsbau im Naabtalpark.

Insbesondere Bürgermeister Gesche, der nicht müde werde, „Peinlichkeiten, Affären und Skandale am Fließband zu produzieren“ stellte Schreiner aber ins Kreuzfeuer seiner Kritik. Bei Stadtratssitzungen unterstellte er ihm Führungsschwäche und fehlende Kraft, die Geschäftsordnung umzusetzen. Mit Verleumdungen wolle Gesche von seiner Unfähigkeit ablenken, so der BWG-Sprecher.

Das Thema „Straßenausbaubeiträge“ habe es gezeigt: Die Politik der Burglengenfelder Genossen sei wenig bürgerfreundlich. Als es darum gegangen sei, die Rathaus- und Goethestraße als Haupterschließungsstraße zu deklarieren, um den Bürgern Kosten zu ersparen, hätten sie die BWG im Regen stehen lassen.

Gleiches wiederhole sich derzeit bei den Aktivitäten um die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, so Schreiner: „Keine Unterstützung bei den Unterschriftensammlungen!“ (bjs)

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