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Stadtratsliste

Lorenz von der SPD „tief enttäuscht“

Der zweite Bürgermeister von Burglengenfeld kritisiert seine Parteifreunde, weil sie Bürgermeister Heinz Karg einen Listenplatz verweigerten.

Theo Lorenz (rechts) ist von der Führungscrew der SPD und Bürgermeisterkandidat Bernhard Krebs (3.v.r.) enttäuscht. Dem amtierenden Bürgermeister Heinz Karg (2.v.r.) wurde ein Listenplatz verweigert.

Burglengenfeld. Von der Führungscrew der Burglengenfelder SPD sei er „persönlich und menschlich tief enttäuscht“, sagt der amtierende 2. Bürgermeister und Noch-SPD-Mitglied Theo Lorenz. In einem Schreiben an die MZ kritisiert Lorenz, dass Bürgermeister Heinz Karg kein Platz mehr auf der SPD-Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2014 angeboten worden war. Karg, Lorenz selbst und die Stadträtin und ehemalige SPD-Ortsvereinsvorsitzende Evi Vohburger hatten daraufhin angekündigt, auf der Liste der Burglengenfelder Wählergemeinschaft (BWG) zu kandidieren. Er hätte erwartet, so Lorenz, dass man mit Karg „ein offenes und ehrliches Gespräch“ suche. Der SPD-Bürgermeisterkandidat Bernhard Krebs habe aber Karg im Oktober mitgeteilt, dass er auf der Stadtratsliste nicht mehr erwünscht sei.

Dies sei zwei Wochen nach der Aufstellung einer vorläufigen Stadtratsliste geschehen, bei der Karg noch auf Platz vier vorgesehen war. Dabei sei schon in einem „internen Kreis der neuen SPD“ seit August über die Kandidatur Heinz Kargs diskutiert worden. „Ich wusste davon nichts“, schreibt Lorenz in dem Brief.

Seine Freundschaft mit Karg sei ihm wichtiger als ein sicherer Listenplatz bei der SPD. „So geht man nicht mit Menschen um.“ Die „Entsorgung“ Kargs habe ihn menschlich schwerst getroffen, „vor allem, weil sie von Leuten erfolgte, mit denen ich jahrelang im Stadtrat zusammengearbeitet habe, von den ich meinte, es seien meine (Partei)-Freunde“.

Politik habe für ihn „schon noch etwas mit Werten und Stil“ zu tun, so Lorenz. Die ganze SPD habe sich immer in Kargs „24-jähriger erfolgreicher Bürgermeistertätigkeit gesonnt“.

Bürgermeisterkandidat und Ortsvorsitzender Krebs sagte auf Anfrage der MZ, er wolle die „unberechtigten Anschuldigungen“ nicht nochmals kommentieren. Begriffe wie „entsorgt“ seien völlig deplatziert und sollten auf keinen Menschen angewendet werden. „Der abermalige Angriff von Theo Lorenz zeigt: Das Taktieren zum Zwecke des Machterhalts scheint nicht enden zu wollen. Ich denke, dass dies auch zunehmend die Burglengenfelder Bürger nervt.“ (ku)

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