MyMz
Anzeige

Spendenaktion

Mädchen sammeln 6620 Euro für Miriam

Schülerinnen der Schwandorfer Mädchenrealschule wollen die Forschung für ein Heilmittel gegen das Rett-Syndrom unterstützen.

Milena Burandt spielte groß auf und gewann ihr Einzel klar. Foto: Hirsch
Milena Burandt spielte groß auf und gewann ihr Einzel klar. Foto: Hirsch

SCHWANDORF.Die Mädchen der Realschule St. Josef haben Tischtennis und Fußball gespielt, einen Sponsorenlauf organisiert, Speisen und Getränke verkauft und Spenden gesammelt. Zusammen kam der stolze Betrag von 6620 Euro zugunsten der Initiative „Miriams Hoffnung“. Dafür gab es Beifall von höchster Stelle.

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer hatte die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen und marschierte nach einer Andacht in der Hauskapelle durch ein Spalier von 450 Schülerinnen. In der Turnhalle übernahm Bezirksschulobmann Alois Spitzer die Moderation und bat zunächst die Prominenz zum Rundlauf an die Tischtennisplatte. Darunter auch Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller.

Unter dem Beifall der Tischtennis-Mädchen aus Schwandorf (rechts) und Ursberg (links) betraten Schirmherr Bischof Rudolf Voderholzer, Direktorin Marlies Hoffmann (links) und Konrektor Jürgen Moritz (rechts) die Turnhalle der Mädchenrealschule St. Josef. Fotos: xih
Unter dem Beifall der Tischtennis-Mädchen aus Schwandorf (rechts) und Ursberg (links) betraten Schirmherr Bischof Rudolf Voderholzer, Direktorin Marlies Hoffmann (links) und Konrektor Jürgen Moritz (rechts) die Turnhalle der Mädchenrealschule St. Josef. Fotos: xih

Anschließend standen sich der deutsche Tischtennis-Schulmeister aus Schwandorf und der Vizemeister aus Ursberg gegenüber. Die Mädchen hatten sich beim Finale in Berlin kennengelernt und dort das Benefizspiel vereinbart. Der Vergleichskampf endete 7:2 für die Gastgeber. Der Spendentopf hatte sich mittlerweile gefüllt. Die letzten Kuverts überreichten die Schulleiter der Gymnasien Schwandorf und Oberviechtach, Dr. Johannes Werner und Ludwig Pfeiffer, deren Schüler sich im Handball und Volleyball ebenfalls für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert hatten.

Das Rett-Syndrom

  • Das Krankheitsbild: Die zweijährige Miriam Fackler kann nicht gehen und nicht greifen, bekommt Schreianfälle und Angstzustände. „Wir befürchten, dass epileptische Anfälle dazu kommen“, erklärt die Mutter. Aber es gibt Hoffnung. Wenn der Körper das nötige Enzym selbst produziert oder es im Labor hergestellt werden könne, würde sich Miriam normal weiterentwickeln.

  • Die Forschung: Wegen der geringen Häufigkeit der Erkrankung habe die pharmazeutische Industrie in Deutschland kein Interesse an der Forschung nach diesem Enzym. Die Laborarbeit beschränke sich auf eine private Initiative in Amerika. Die Familie Fackler will diese mit Spendengeldern unterstützen und hat deshalb den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt. (xih)

Mit großem Beifall nahmen alle Beteiligten das Spendenergebnis auf, das die Schulleiter Marlies Hoffmann und Jürgen Moritz am Ende verkündeten. Die Direktorin sprach allen aus dem Herzen, als sie sagte: „Es tut gut, Gutes zu tun“. Die Eltern Margit und Christian Fackler bedankten sich für die Spenden. Die Schule hatte im April schon einmal 2000 Euro gespendet. Das Geld fließt in ein Forschungsprojekt in Amerika.

Landrat Thomas Ebeling (rechts) und Bischof Rudolf Voderholzer begrüßten Margit Fackler, die Mutter der erkrankten Miriam.  Foto: Hirsch
Landrat Thomas Ebeling (rechts) und Bischof Rudolf Voderholzer begrüßten Margit Fackler, die Mutter der erkrankten Miriam. Foto: Hirsch

Gesucht wird ein Medikament zur Heilung des Rett-Syndroms, an dem die zweijährige Miriam Fackler leidet. Es geht mit schweren körperlichen Behinderungen einher.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden:

Mädchenrealschule St. Josef, IBAN: DE34 7509  1400 0000 0962 53, BIC: GENODEF1BLF, VR Bank Burglengenfeld  eG, Verwendungszweck: Miriams Hoffnung.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht