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Stadtentwicklung

Mehr Platz im Landratsamt

Der Landkreis Schwandorf feierte das Richtfest für den neuen Anbau des Amtes. Der Umbau bringt viele Verbesserungen.
Von Max Schmid

Der Landkreis feierte am Montag Richtfest für den Anbau an das bestehende Landratsamtsgebäude, einem dreistöckigen Bauwerk, das aus Holz errichtet wurde.  Foto: (smx)
Der Landkreis feierte am Montag Richtfest für den Anbau an das bestehende Landratsamtsgebäude, einem dreistöckigen Bauwerk, das aus Holz errichtet wurde. Foto: (smx)

Schwandorf.Mehr Aufgaben erfordern mehr Personal und dementsprechend auch mehr Platz. Landrat Thomas Ebeling informierte beim Richtfest auf dem Baustellengelände, dass im neuen Anbau auf der Ostseite des Landratsamts über 70 Büroarbeitsplätze auf drei Etagen entstehen werden. Am Richtfest nahmen die beiden Landratsstellvertreter Arnold Kimmer und Jakob Scharf sowie die Fraktionssprecher der im Kreistag vertretenen Parteien teil. Landrat Ebeling verwies darauf, dass nach dem Baubeginn im Frühjahr 2019 zunächst das Tiefgeschoss und der Treppenhauskern in Massivbauweise errichtet worden sind.

Räume des Jugendamtes sollen künftig wieder auf einer Etage sein

Seit Mitte Oktober haben die beauftragten Unternehmen die drei oberen Geschosse in Holzbauweise aufgebaut und parallel dazu seien die Fenster eingebaut worden. In den zwei oberen Geschossen soll das Jugendamt und im Erdgeschoss die Kfz-Zulassungsstelle neu eingerichtet werden. Derzeit seien die Räume des Jugendamtes im ganzen Haus verteilt, im Neubau werden die Büros dann wieder zusammengeführt. Dies stelle für die Bürger eine Erleichterung bei der Orientierung im Landratsamtsgebäude dar, sagte Landrat Ebeling. Die neue Zulassungsstelle im Untergeschoss werde einen ebenerdigen, barrierefreien Zugang erhalten und liege direkt neben dem vorhandenen Parkplatz. Für die Bürger werde damit eine zeitgemäße und funktional optimierte Zulassungsstelle geschaffen, in der es auch einen großzügigen Wartebereich gebe, ebenso neu konzipierte Schalterplätze.

Gebäude-Daten:

  • Größe/Kosten:

    41,5 mal 12,25 Meter, Kellergeschoss in Massivbauweise und drei Obergeschosse in Holzbauweise mit Holz-Glasfassade für rund 70 neue Büroarbeitsplätze. Jugendamt und Kfz-Zulassungsstelle werden hier neue Diensträume erhalten. Gesamtkosten rund 5,5 bis 5,9 Millionen Euro.

  • Beteiligte Firmen:

    Architekturbüro Schönberger, Brandschutzfachplanung Gärtner, Elektro-Fachplanung Bösl, Tragwerksplanung Preihsl und Schwan, Mickan Bau, Zimmerei Zisler, Fensterbau Reindl, Dachabdichtung Fuß- und Gartenschläger, Wackersdorfer Gerüstbau, Elektro Hägler, Sanitär Igl, Heizungsbau Stoiber, Lüftungstechnik Pregler, Aufzugsanlagen Trepper.

Statt des bisherigen Großraumbüros sind nun im neuen Anbau einzelne Plätze geplant, damit gewährleiste man auch eine gewisse Diskretion bei der Bearbeitung der An- und Abmeldungen von Fahrzeugen. Ein Schalter werde zudem barrierefrei ausgebildet. Mit dem Bezug des neuen Anbaus, der für Sommer 2020 geplant ist, sei die Funktionsstruktur im gesamten Landratsamt wieder eindeutiger erkennbar. In dem Tiefgeschoss des neuen Anbaus könne man neben Archivräumen auch Nebenräume einrichten, die zu einem späteren Zeitpunkt auf gleichem Niveau wie der neue Sitzungssaal untergebracht werden. Architekt Christian Schönberger aus Oberviechtach, der die Bauleitung inne hat, informierte, dass die Gestaltung des Anbaus den Holzbar erkennbar machen soll. Das ebenerdige Geschoss erhalte deshalb eine Fassade mit Holzleisten und die beiden oberen Stockwerke eine Holz-Glas-Fassade als Verwitterungsschutz.

Die Holzbauweise des neuen Gebäudes ist CO2-neutral

Der massiv gebaute Treppenhauskern, in dem sich der Aufzug befinde, erhalte eine vorgehängte, hinterleuchtete Glasfassade mit den Wappen der Landkreisgemeinden. Mit dem neuen Anbau habe man zeitgleich einige Verbesserungen der Infrastruktur vorgenommen, sagte Schönberger unter Hinweis auf das eingebaute Trennsystem für Schmutzwasser und Regenwasser. MdB Karl Holmeier, verwies auf die ständig wachsenden Aufgaben der Landratsämter, die hier in Schwandorf einen neuen Anbau notwendig gemacht haben. Geld vom Bund gebe es dafür allerdings nicht. Holmeier zeigte sich erfreut über die CO2-neutrale Holzbauweise des Gebäudes.

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Zimmerermeister Stefan Zisler, Chef der gleichnamigen Zimmerei aus Waldmünchen sprach den Richtspruch, nachdem die mit bunten Streifen geschmückte Richtkrone per Kran auf das Dach des Neubaus gehoben worden war. Das Gebäude sei nach gutem Plan wohlgebaut, der Holzbau sei gut gemacht und halte allen Wettern stand. Mit dem Ruf der Zimmerleute „Holz, Holz, Holz her“ beendete er den Richtspruch und stieß mit zwei Kollegen auf den gelungenen Neubau an.

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