MyMz
Anzeige

Lokalpolitik

Mehr Raum für „Park-and-Ride“

Für 120 neue Stellplätze beim Maxhütter Bahnhof sollen 460000 Euro ausgegeben werden. Pro Platz gibt es 2000 Euro Förderung.
Von Norbert Wanner

Derzeit gibt es im Umfeld des Maxhütter Bahnhofs bereits 135 Parkplätze, 70 provisorische plus 78 Fahrrad-Stellplätze mit Unterstellhalle für Fahrräder. Geplant sind jetzt 120 neue befestigte Parkflächen (76 im Norden, 44 im Süden). Foto: Wanner
Derzeit gibt es im Umfeld des Maxhütter Bahnhofs bereits 135 Parkplätze, 70 provisorische plus 78 Fahrrad-Stellplätze mit Unterstellhalle für Fahrräder. Geplant sind jetzt 120 neue befestigte Parkflächen (76 im Norden, 44 im Süden). Foto: Wanner

MAXHÜTTE-HAIDHOF.„Es ist ein sagenhafter Erfolg!“ Bauingenieur Martin Dietl vom Büro Derori aus Regenstauf fasste damit eine Entwicklung zusammen, die sein Büro schon seit Jahren begleitet; die Entwicklung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof. Wer die Parkplätze dort nutzt, weiß aus eigener Erfahrung, dass es Zeiten gibt, an denen auch der letzte Stellplatz belegt ist. Daher befasste sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung (siehe auch MZ vom Samstag!) mit der Erweiterung der bestehenden Anlage. Dietl hatte dazu einen Vorentwurf mitgebracht, um den Umfang der Planung festzulegen.

Grundsätzlich ist daran gedacht, die Anlage sowohl im Norden, Richtung Verau, als auch nach Süden, Richtung Kreisstraße, zu erweitern. Gen Norden präsentierte der Planer einen Ausbau von 76 weiteren Parkplätzen. Die vorhandene Anordnung würde dabei beibehalten, sprich die Parkfläche an den Bahngleisen entlang verlängert. Die Zufahrtsmöglichen und die Anbindung an den Bahnsteig blieben aber wie gehabt, was einen kostengünstigen Ausbau möglich mache, so Dietl.

Sympathie für größeres Modell

Richtung Kreisstraße hatte der Experte zwei Varianten vorbereitet. Nummer eins listete 31 zusätzlichen Parkplätze auf, Nummer zwei 44. Schnell zeigte sich, dass der Stadtrat letztere Variante bevorzugt. Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank formulierte es so: „Unterm Strich sind das nur 30 000 Euro mehr.“

Auch hier nimmt der Entwurf die grundsätzliche Anordnung der vorhandenen Parkflächen auf und führt sie weiter. Dietl verglich die Planung mit seinen Zahlen. Im Norden hatte er 68 zusätzlich parkende Autos gezählt und im Süden 24. Die Kostenschätzung bezifferte Dietl mit 265 000 Euro für den nördlichen Teil und 195 000 für den südlichen Teil, insgesamt wären dies also rund 460 000 Euro für 120 neue Stellplätze.

Modernstes Licht für Stadthalle

Da kam die Frage der Förderung auf, und Stadtbaumeister Gerhard Schmid sagte auf die Nachfrage von Herbert Roidl (SPD) dazu, dass diese bei circa 2000 Euro pro Stellplatz liege. Einstimmig votierte das Gremium für die Lösung mit der maximalen Zahl an neuen Stellplätzen.

Ebenso einmütig sprach sich der Stadtrat dafür aus, die Beleuchtung der Stadthalle auf LED umzustellen. Den Auftrag erhielt als wirtschaftlichster Bieter die Firma Hösele, Nabburg, für einen Preis von 134983 Euro. Der Förderhöchstbetrag beläuft sich auf 107000 Euro. Davon übernimmt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 40 Prozent, also rund 43000 Euro.

Bei vier Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat dafür aus, die Verkehrsüberwachung im Stadtgebiet weiter fortzuführen. Der Beschluss lautete, nach dem Ablauf der auf zwei Jahre begrenzten Vereinbarung Mitglied im Zweckverband für kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz zu werden. Die Kosten liegen bei 100 Euro je Überwachungsstunde, zuzüglich je zehn Euro für die Sachbearbeitung. Der Aufschlag für Nachmessungen beträgt 30 Euro.

Eduard Schäffer (SPD) erkundigte sich nach der Möglichkeit eines festinstallierten „Blitzers“ an besonderen Gefahrenschwerpunkten. Laut Dr. Plank sei das eine Thematik, die nichts mit dem Zweckverband zu tun habe; die Kosten für solche Anlagen seien jedoch enorm.

Beim Tagesordnungspunkt „Örtliche Rechnungsprüfung“ für 2016 übernahm 2. Bürgermeister Franz Brunner die Leitung der Sitzung und erläuterte das Prüfergebnis, das vier Anmerkungen umfasste. Zweimal ging es um die Feuerwehren: Pirkensee und Maxhütte-Winkerling haben noch keine der geforderten Inventarlisten vorgelegt. Weiter ist dem Rechnungsprüfungsausschuss anhand einer abgerechneten Straße der Ausbaubeitrag zu erläutern. Und schließlich sind dem Prüfungsausschuss künftig bei großen, sich über mehrere Jahre erstreckenden Baumaßnahmen, diese im Rahmen seiner Sitzungen mit Erläuterungen vorzulegen.

Kämmerer Karl-Peter Würstl legte die Jahresrechnung für 2016 vor. Der Gesamthaushalt schloss demnach mit rund 25,7 Millionen Euro. Die Mindestzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögensetat wurde um 64204 Euro verfehlt. Einstimmig genehmigte der Stadtrat die Jahresrechnung.

Das galt auch für die Genehmigung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben für das Haushaltsjahr 2017. Das waren laut Kämmerer Würstl 101871 Euro im Rahmen des Glasfaser-Masterplans und 47993 Euro wegen diverser Rohrbrüche.

Hier lesen Sie mehr Nachrichten aus Maxhütte-Haidhof.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht