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Politik

Mehr Raum für Zauneidechsen in Teublitz

Für die Rückzugsfläche der Zauneidechse im Gewerbe- und Sondergebiet „Teublitz-Süd-Ost“ wurden weitere Habitate geschaffen.
Von Werner Artmann

Die geschützte Zauneidechse (Männchen) Foto: Dr. Christian Stierstorfer
Die geschützte Zauneidechse (Männchen) Foto: Dr. Christian Stierstorfer

Teublitz.Der Bebauungsplan für das Sondergebiet „Teublitz-Süd-Ost“ (Recyclinghof bei der Hugo-Geiger-Siedlung) stand im Mittelpunkt der Sondersitzung des Stadtrats am Dienstagabend im Bürgersaal des Mehrgenerationenhauses. In diesem Zusammenhang wurden durch den Stadtrat umfangreiche Stellungnahmen der Fachstellen erörtert und abgearbeitet. Auffallend dabei war, dass die Zerstörung von ökologisch wertvoller Flächen kritisiert und die Prüfung von Alternativstandorten gefordert wurde. Im Gegensatz dazu wurde die bisher geplante Rückzugsfläche für die dort beheimatete Zauneidechse enorm erweitert.

Wie Bürgermeisterin Maria Steger dem Gremium berichtete, wurde die öffentliche Auslegung sowie Anhörung der Fachstellen für das Gewerbe- und Sondergebiet „Teublitz Süd-Ost“ zwischenzeitlich abgeschlossen. Erneut fanden Gespräche mit Vertretern der Firma Läpple-Automotive hinsichtlich des benötigten Grunderwerbs statt. Ebenso wurde die Durchführung der CEF-Maßnahme (Maßnahmen für die dauerhafte ökologische Funktion) mit dem Biologen Bernhard Moos, dem Landschaftsarchitekten Gottfried Blank und mit der Unteren Naturschutzbehörde detailliert besprochen.

Kreisverkehr abgelehnt

Die wichtigsten Einwände: Die Rückzugsfläche für die Zauneidechse wird vergrößert und weitere Habitate durch geeignete Durchforstungsmaßnahmen geschaffen. Dies erfordert eine erneute Auslegung der Planunterlagen. Ein Bürger forderte eindringlich die Errichtung eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich der Einmündung ins Plangebiet und der Hugo-Geiger-Siedlung.

Wirtschaft

Gewerbegebiet provoziert Widerstand

Naturschützer warnen: Pläne der Stadt Teublitz bedrohen „hochwertigen Wald“. Die Bürgermeisterin sieht keine Alternativen.

Die Fachstellen sahen jedoch die Errichtung einer Linksabbiegespur als sinnvollste Lösung an diesem Kreuzungspunkt an. Vonseiten der Stadt wurde auch nicht bestritten, dass sich auf diesem Sondergebiet wertvolle Flächen befinden. Deshalb wurde im Rahmen der umfangreichen Ausgleichsplanung darauf frühzeitig eingegangen und eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt.

Versammlungen 2019

  • Bekanntgaben:

    Bürgermeisterin Maria Steger gab in der Stadtratssitzung die Termine für die Bürgerversammlungen bekannt.

  • Termine:

    Am 26. November und am 2. Dezember jeweils um 19 Uhr im Bürgersaal des Mehrgenerationenhauses in Saltendorf.

  • Linienverkehr:

    Zu den Terminen wird für die Ortsteilbewohner ein Omnibusverkehr eingerichtet.

Auch Rückzugsräume für die geschützte Zauneidechse wurden eingeplant, welche nun noch erweitert werden. Steger wies darauf hin, dass viele Faktoren städtebaulich trotzdem für diesen Standort sprechen: Gute Erreichbarkeit über die Kreisstraße SAD 5; zentrale Lage im Städtedreieck (insbesondere für den gemeinsamen Recyclinghof); Darstellung im Flächennutzungsplan als Gewerbefläche; Vorrang der Nutzung von vorhandenen Innenentwicklungspotentialen vor der Neuausweisung von Flächen im Außenbereich; geprüfte Alternativstandorte waren bzw. sind aufgrund zahlreicher Belange nicht geeignet.

Flächen wurden geprüft

Wie Steger weiter ausführte, seien bei der Ausarbeitung des neuen Flächennutzungsplans zahlreiche Flächen für den Recyclinghof sowie für kleinflächige Gewerbeansiedlungen gesucht und geprüft worden. „Neue Entwicklungsflächen hierfür, die diese genannten Belange nicht beeinträchtigen, sind in Teublitz nicht vorhanden,“ stellte Steger fest. Der Stadtrat beschloss mit zwei SPD-Gegenstimmen, den Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange zu folgen. Durch eine weitere CEF-Fläche für die Zauneidechse soll durch Auflichtung des Waldrands entlang der Maxhütter Straße und durch Entfernung des Unterholzes sowie einzelner Kiefern eine stärkere Besonnung der Waldfläche erreicht werden.

Der Entwurf wurde vom Stadtrat gebilligt und die Verwaltung beauftragt, die verkürzte, öffentliche Auslegung zu wiederholen sowie die Anhörung der von der Änderung betroffenen Fachstellen und Träger öffentlicher Belange erneut durchzuführen.

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