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Ehrenamt

Meißenberger feiern sich 2020 selbst

Der Meißenberger Feuerwehr steht das 125-jährige Gründungsfest bevor. Mit der Neuwahl stellten die Mitglieder jetzt Weichen.

Die neue Vorstandschaft der FFW Meißenberg mit dem Kommandanten Erhard Fischer (2. v. links), Bürgermeister Martin Birner (links) und Kreisbrandmeister Ferdinand Duscher (rechts). Foto: Christoph Ettl
Die neue Vorstandschaft der FFW Meißenberg mit dem Kommandanten Erhard Fischer (2. v. links), Bürgermeister Martin Birner (links) und Kreisbrandmeister Ferdinand Duscher (rechts). Foto: Christoph Ettl

Meissenberg.Pfingsten 2020 – auf dieses Datum fiebern die Meißenberger Feuerwehrleute gerade besonders hin. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni werden sie im kommenden Jahr ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum im Festzelt auf der Sinzgerwiese feiern. Die Organisation läuft auf Hochtouren, wie Vorsitzender Michael Deml jetzt bei der Jahresversammlung bekannt gab. Deml ist auch der Festleiter für das Jubiläum.

Schon sein Vater Hans, inzwischen 73 Jahre alt, hat mit seinen Kameraden mehrere Meißenberger Feste organisiert. Beim nächsten Gründungsfest dürfte er noch einmal eine wichtige Rolle spielen. Hans Deml ist leidenschaftlicher Schafkopfspieler. Erst kürzlich hat er wieder hundert andere Kartler zum Preisschafkopf der Feuerwehr ins Gasthaus Roith nach Oberlangenried geholt. Nun plant er mit dem Festausschuss der Feuerwehr ein noch größeres Schafkopfturnier. Am Pfingstmontag 2020 wäre im Festzelt tagsüber viel Platz für seine Schafkopf-Freunde, bevor das Jubelfest abends in die letzte Runde geht.

Die Neuwahlen

  • Kommandant:

    Erhard Fischer. Stellvertreter Peter Roith muss erst 2021 wieder neu gewählt werden.

  • Vorstandschaft:

    Vorsitzender ist Michael Deml, seine Stellvertreter sind Stephan Deml und Tobias Winter. Schriftführer sind Bettina Mehltretter und Annalena Deml (Stellvertr.). Die Kassenverwaltung übernehmen Marcus Kraus und Kathrina Schneeberger (Stellvertreterin). Beisitzer sind Martin und Albert Schneeberger sen., Steffi Krämer, Sebastian Käsbauer, Matthias Ettl, Stefan Deml und Thomas Probst.

In den vergangenen Wochen haben die Meißenberger schon etliche Punkte für ihr Fest festgezurrt. Sind die Verträge geschlossen, wollen sie die Öffentlichkeit informieren. Zumindest aus personeller Sicht stehen die Zeichen gut für das Jubiläumsjahr. Bei der Neuwahl haben sich alle anwesenden Mitglieder einstimmig hinter den Vorsitzenden Michael Deml und seine Mannschaft gestellt. Nu vier langgediente Vorstandschaftsmitglieder – Josef Probst, Anton Schneeberger, Josef Janker und Siegfried Kraus – haben sich aus der Vorstandschaft verabschiedet. Dafür haben junge Kameraden Verantwortung übernommen. Neu im Team sind Annalena Deml (stellvertretende Schriftführerin) sowie Martin Schneeberger, Barbara Hess und Stefan Deml (Beisitzer). Der bisherige Beisitzer Tobias Winter ist zum stellvertretenden Vorsitzenden aufgestiegen.

Alle stehen hinter Kommandant

Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug ist der ganze Stolz der FFW Meißenberg. Foto: Roith/Feuerwehr
Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug ist der ganze Stolz der FFW Meißenberg. Foto: Roith/Feuerwehr

Auch Kommandant Erhard Fischer erhielt erneut die volle Rückendeckung seiner Mannschaft. Er wurde einstimmig wiedergewählt. 30 Aktive zählt Fischer zurzeit in seiner Feuerwehr; hinzu kommen 81 fördernde Mitglieder. Ihr ganzer Stolz ist das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), das ihnen die Stadt Neunburg 2018 spendiert hat. Doch auch die Wehr selbst investiert in ihre Ausstattung. Sie will demnächst Regale und Fächer in ihr Auto einbauen, damit mehr Platz für Schläuche ist.

„Im alten Fahrzeug war ja nicht mal ein Gurt drin – das war eine Katastrophe.“

Martin Birner

Und kürzlich hat die Feuerwehr neue LED-Helm-Beleuchtungen angeschafft. Sowohl Kommandant Fischer als auch Vorsitzender Deml betonten bei der Versammlung, welche Aufwertung die Feuerwehr mit dem neuen Fahrzeug erfahren habe. „Es hat sich einiges getan für die Sicherheit der eigenen Kameraden“, sagte Deml. Das sieht auch Bürgermeister Martin Birner so: „Im alten Fahrzeug war ja nicht mal ein Gurt drin – das war eine Katastrophe.“ Im Jahr 2018 waren die Meißenberger Kräfte acht Mal ausgerückt. Anfang 2019 waren es bisher schon genauso viele Einsätze. Allein sechs Bäume, die unter dem schweren Schnee nachgegeben haben und auf Straßen gestürzt sind, mussten die Feuerwehrler beseitigen. Seit Anfang 2018 haben sie außerdem elf reguläre Übungen und Schulungen abgehalten. Hinzu kamen fünf Veranstaltungen zur Einweisung ins neue TSF.

Auch tagsüber einsatzbereit

Kreisbrandmeister Ferdinand Duscher hatte bei der Versammlung viel Lob für die Meißenberger übrig. In deren Einzugsgebiet, dem zweitgrößten aller Feuerwehren der Stadt Neunburg, sei die Tagesalarmsicherheit noch gewährleistet. „Wenn sechs, sieben oder acht Feuerwehrler unterm Tag rausfahren, passt das“, betonte Duscher. In seinem Kreisbrandmeisterbezirk gäbe es inzwischen aber auch Feuerwehren, die tagsüber nicht mehr ausrücken können, weil viele Kameraden jenseits des Heimatorts arbeiten. „Die haben dann nur zwei Leute da“, so Duscher. Da ist die Welt in Meißenberg und den dazugehörigen Dörfern Diendorf, Zeitlarn, Stetten, Unter- und Oberlangenried sowie in den Einöden noch in Ordnung. (bm)

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