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Bildung

Merkmeister gab Eltern Lerntipps

Rolf Hofmann referierte in Winklarn über die Funktionsweise des Gehirns und darüber, was Lernen leichter macht.

Merkmeister Rolf Hofmann beeindruckte sein Publikum. Foto: gam
Merkmeister Rolf Hofmann beeindruckte sein Publikum. Foto: gam

Winklarn. Stand am Vormittag die Arbeit mit den Kindern auf dem Stundenplan des Merkmeisters Rolf Hofmannn, erlebten am Abend die Eltern, wie einfach und erfolgreich die Gedächtnisleistung gesteigert werden kann. Der Experte gab praktische Tipps, wie sie das häusliche Lernen der Kinder optimal organisieren und ihnen dadurch eine effektive Lernunterstützung zuteilwerden lassen können. Ganz wichtig war ihm, beim Hausaufgabenmachen dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht durch akustische und visuelle Einflüsse wie Fernseher, Radio oder Computer abgelenkt werden.

Die wichtigste Stelle zum Merken ist im Gehirn, so der Merkmeister, nur Informationen, die wichtig und vor allem interessant sind, werden gespeichert und der Mensch merkt sie sich. Pro Sekunde erreichen elf Millionen Sinneseindrücke das Gehirn, das täglich 24 Stunden arbeitet. Unwichtige und als uninteressant gesehene Informationen werden gar nicht richtig aufgenommen und abgespeichert. Ziel ist es, das zu Lernende möglichst gut aufzubereiten und somit interessant zu machen.

Der Speicher ist sehr störanfällig. Jemanden seine Fehler knallhart zu sagen, baut eine Mauer auf, die jegliches Lernen blockiert. Lieber fragen „Was fehlt?“. Die Lösung steckt dabei schon in der Umstellung der Buchstaben, aus „Fehler“ wird „Helfer“. In Ruhe, zielorientiert und konzentriert soll die Lösung der Fehler gesucht werden. Auch Erwachsene sollen eigene Fehler eingestehen und bereit sein, darüber zu sprechen. Die eigenen erwachsenen Lernmethoden sollen nicht unbedingt auf die Kinder übertragen werden. Der Lernende steht beim Lernprozess im Vordergrund.

Rolf Hofmann machte dies mit folgendem Beispiel anschaulich: Ich kann meine Brille, die mir sehr gut passt, nicht einem anderen geben und erwarten, dass diese ihm genauso gut passt. Der Lernmeister hatte die Eltern mit seinem Vortrag offenkundig beeindruckt. Dies zeigte die Nachfrage nach den CD’s, die er am Ende des Elternabends zum Kauf anbot. Sich etwas gut und dauerhaft merken, bedeutet gute Noten und beeinflusst letztendlich die schulische und berufliche Laufbahn der Schüler. Rektorin Christine Schneider bedankte sich beim Merkmeister für seine Ausführungen und Ratschläge, die Schülern, Eltern und auch Lehrern sehr am Herzen liegen. (gam)

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