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Kirche

Mit Brot-Aktion Spenden gesammelt

480 Brote verkauften die Pfarrgemeinderäte nach den Gottesdiensten.
Von Regina Suttner

Erlös der Gott-sei-Dank-Brot-Aktion zur Bekämpfung der Hungersnot in Afrika v.rechts: Dekan Hans Amann, Marion und Christian Glaab, Alfred Gaßner, Pastoralreferent und Pfarrer Thomas Senft. Foto: Suttner
Erlös der Gott-sei-Dank-Brot-Aktion zur Bekämpfung der Hungersnot in Afrika v.rechts: Dekan Hans Amann, Marion und Christian Glaab, Alfred Gaßner, Pastoralreferent und Pfarrer Thomas Senft. Foto: Suttner

Schwandorf.Die „Gott-sei-Dank-Brot-Aktion“ im Rahmen des Erntedankfestes führten die Schwandorfer Pfarreien St. Jakob, Fronberg, Herz Jesu, St. Paul, Haselbach und Kreuzberg in diesem Jahr zum 8. Mal aus.

480 Brote verkauften die Pfarrgemeinderäte nach den Sonntagsgottesdiensten am 30. September und 7. Oktober, das waren 40 Brote mehr als im Vorjahr. Die insgesamt 6500 Euro Spendeneinnahmen aus acht Jahren sind „ein kleiner Baustein gegen großen Hunger“, sagte Dekan Hans Amann beim offiziellen Abschluss der Aktion in der Bäckerei Glaab. „Die Güter der Schöpfung achten“, besonders Brot als Grundnahrungsmittel, ist ihm ein Anliegen.

Bei Marion und Christian Glaab, die die Brote in ehrenamtlicher Arbeit gebacken haben, bedankt sich Dekan Amann ganz herzlich. „Das Bewusstsein der Menschen für den Hunger in der Welt aufrechterhalten“, möchte Bäckereimeister Christian Glaab als Unterstützer dieser Aktion. „Nicht überall geht es den Menschen so gut wie bei uns“, sagt seine Frau Marion. Das „Gott-sei-Dank-Brot“ wird mit einer regionalen Körnermischung aus ökologisch angebauten, biologischen Zutaten aus der Oberpfalz und Niederbayern hergestellt. Alle Mehle der Bäckerei Glaab sind glyphosatfrei. Der Erlös der Aktion wird für ein Projekt des kirchlichen Hilfswerks Misereor (lat. ich erbarme mich) verwendet, dass die Hungersnot in Afrika bekämpft. Anhaltende Regenfälle in Kenia mit Überschwemmungen und Schlammlawinen führten dort zum Ausbruch von Seuchen und Krankheiten wie Cholera und Malaria.

Viel zu wenig Regen fiel dagegen in der Sahelzone. Das Trinkwasser geht aus, das Vieh findet wegen der anhaltenden Dürre kaum noch Weideplätze und droht zu verenden. Damit verlieren die Familien der Viehhirten ihre Lebensgrundlage. Wegen anhaltender Bürgerkriegskämpfe können im Südsudan die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen und die Preise für importierte Lebensmittel sind für sie unerschwinglich. Als Folge sind im Südsudan rund sieben Millionen Menschen von Hunger bedroht.

Hier setzt die Soforthilfe von Misereor an. Mit 35 Euro kann eine 5-köpfige Familie eine Woche lang ausreichend mit Nahrung versorgt werden. 130 Euro kosten zehn Moskitonetze zum Schutz gegen die Malaria in den überschwemmten Gebiete von Kenia. 850 Euro kostet der Bau einer Latrine, die für bessere hygienische Verhältnisse sorgt und damit Folgeerkrankungen bei den ohnehin geschwächten Menschen verhindert.

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