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Mit Rollstuhl über die Gleise gefahren

Am Schwandorfer Bahnhof hatten eine Frau und ein Mann großes Glück: Der Zug kam fünf Meter vor einem Zusammenstoß zum Stehen.

Der Schwandorfer Bahnhof ist nicht barrierefrei.  Symbolfoto: Martin Kellermeier
Der Schwandorfer Bahnhof ist nicht barrierefrei. Symbolfoto: Martin Kellermeier

Schwandorf.Verbotswidrig hatten eine Frau und ein Mann aus dem Landkreis Schwandorf am Mittwoch, 13. Mai, die Gleise am Bahnhof Schwandorf mit einem Rollstuhl überschritten bzw. überfahren. Sie wollten von Gleis eins zu Gleis vier. Ein in den Bahnhof einfahrender Zug konnte gerade noch rechtzeitig bremsen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen hervor.

Am Mittwoch gegen 13 Uhr bemerkte ein Triebfahrzeugführer eines in den Bahnhof Schwandorf einfahrenden Reisezuges ALX zwei Personen auf den Gleisen. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 80 km/h leitete er sofort eine Schnellbremsung ein. Glücklicherweise kam der Zug laut Polizei etwa fünf Meter vor den Personen zu stehen.

Da der Bahnhof Schwandorf nicht barrierefrei ist und der Bahnsteig zwei und drei nur über Treppen zu erreichen ist, hatten eine 53-jährige Frau im Rollstuhl und ihr 56-jähriger Begleiter unter Missachtung mehrerer Verbotsschilder versucht, mit dem Rollstuhl über einen Bohlenweg von Bahnsteig 1 zum Bahnsteig 3 zu gelangen.

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Obwohl der Lokführer mehrere sogenannte Achtungspfiffe abgab, waren die Personen auf den Gleisen stehengeblieben und trotz des herannahenden Zuges nicht zurückgewichen, teilt die Polizei mit. Nur der schnellen Reaktion des Zugführers sei es zu verdanken, dass die beiden Personen trotz ihres Leichtsinns unverletzt blieben. Ebenfalls unverletzt blieben auch die im Zug befindlichen etwa 100 Reisenden.

Es kam allerdings zu einer Betriebsstörung. Erst nachdem durch die Lokleitung die Ursache für die Schnellbremsung ermittelt war und die Genehmigung zur Weiterfahrt bzw. Einfahrt in den Bahnhof durch den zuständigen Fahrdienstleiter erteilt worden war, konnte der Zug die Fahrt zum eigentlichen Halt im Bahnhof fortsetzen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nachdem der Zug weitergefahren war, gingen die beiden Personen trotz des Vorfalles weiter über die Gleise, um zum Bahnsteig drei zu gelangen.

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Die Bundespolizei warnt Reisende ausdrücklich, durch derartiges Verhalten sich selbst und andere in Gefahr zu bringen. Außerdem sind laut Polizei strafrechtliche Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und wegen eines Verstoßes gegen die Eisenbahn-Bau und Betriebsordnung die Folge.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Deutsche Bahn schon eine Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) eingerichtet hat.

Weitere Polizeimeldungen aus dem Landkreis Schwandorf finden Sie hier.

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