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Mittelschule ist „Schule mit Courage“

Der Titel wurde den Mädchen und Buben in Maxhütte-Haidhof verliehen. Er verpflichtet zu weiteren Aktionen.
Von Norbert Wanner

  • Rektor Helmut Bressler (3. von links) und die Schulfamilie zeigen Courage gegem Rassismus und Diskriminierung. Foto: Norbert Wanner
  • Bei den Projekttagen stellten sich Geflüchtete den Fragen. Foto: Andreas Köppl

MAXHÜTTE-HAIDHOF.„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Diesen Titel trägt die Mittelschule Maxhütte. Im Rahmen des Schulfestes unter dem Titel „Tag der Vielfalt“ wurde die Urkunde samt dem zugehörigen Schild durch Andrea Glaubitz überreicht. Sie vertritt die Regionalkoordination Oberpfalz des europaweiten Demokratie-Netzwerkes, dass diesen Titel vergibt.

Schulen mit diesem Label bilden laut Glaubitz inzwischen das „größte Schulnetzwerk“ Deutschlands. Erster Gratulant war 3. Bürgermeister Rudolf Seidl, der in Namen der Stadt für dieses Engagement dankte. Die Geschichte, die zu Glaubitz und dem Netzwerk führte, hatte im Januar begonnen. Klagen über Diskriminierung und Beleidigungen in der Schulfamilie wurden laut. Es gab eine Versammlung der Schülermitverantwortung und den Entschluss, etwas zu tun. Das Quartett Nina Sagitov, Belinda Persche, Csongor Balla und Florentin Balaj machte sich nach Waldmünchen zu einem Seminar auf.

Projekttage „Flüchtlinge – Was weißt du wirklich?“

Hochmotiviert mit vielen Ideen kamen die Schülerinnen und Schüler zurück. Jugendsozialarbeiterin Monika Lenz und Verbindungslehrer Andreas Köppl wurden miteingebunden und es folgten die Projekttage „Flüchtlinge – Was weißt du wirklich?“ Im Rahmen einer anonymen Fragebogenaktion konnten Schüler wie Eltern im Vorfeld Fragen zum Thema stellen, Anregungen oder Meinungen abgeben.

Leitlinien

  • Selbstverpflichtung:

    Drei Kernpunkte soll die Schulfamilie, jeder Einzelne, beachten. Sich „nachhaltig“ zur Überwindung von Diskriminierung und Rassismus einsetzen. Sich gegen die Ausübung von Gewalt in jeder Form an der Schule stellen und nach gemeinsamen Wegen suchen.

  • Projekt:

    Eines wird pro Jahr durchgeführt, um gegen jede Form der Diskriminierung vorzugehen.

Die Auswertung warf ganz normale Fragen auf, zum Beispiel wie Feiern und Feste in den Heimatländern der Flüchtlinge aussehen. Die Fragebögen spiegelte aber auch „den herrschenden Populismus wider“, sagte Köppl. Um dem etwas entgegenzusetzen, die Wahrheit aufzuzeigen, wurde Elke Reinhart (Integrationsbeauftragte der Stadt Neunburg) mit Geflüchteten aus Syrien und Äthiopien eingeladen. Zusammen mit ihren Schützlingen ging sie in die Klassen, stellte sich den Fragen.

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Den Projekttagen folgte der entscheidende Schritt: eine Schulvollversammlung. 86 Prozent der Schulgemeinschaft unterstützen im Rahmen der Veranstaltung das Projekt durch einen Eintrag in Unterschriftslisten. Auch der Partner für das Projekt „Schule ohne Rassismus“, den jede Schule braucht, wurde vorgestellt: Der SSV Jahn Regensburg.

Ein „Tag der Vielfalt“

Mit dem „Tag der Vielfalt“ beginnt nun die eigentliche Arbeit für die Schulfamilie. Im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung waren sich alles darüber im Klaren, dass die Umsetzung von „Schule ohne Rassismus“ dauernder Anstrengungen bedarf. Die jungen Protagonisten wollen es auf jeden Fall anpacken. „Für mich bedeutest das Projekt, dass jeder so sein darf, wie er ist“, sagte Persche mit Blick auf die Zukunft.

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