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Konzert

Mozart-Requiem in Kirche aufgeführt

Oratorienchor, Collegium musicum Regensburg, das Orchester „Camerata Schwandorf“ und Solisten traten in der Jakobskirche auf.
Von Rudolf Hirsch

Chor und Orchester brachten am Sonntag in der Jakobskirche das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. Foto: xih
Chor und Orchester brachten am Sonntag in der Jakobskirche das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. Foto: xih

Schwandorf.Die Karten für das Mozart-Requiem am Sonntag in der Jakobskirche waren schon im Vorverkauf vergriffen. Kein Wunder, gehört das Werk doch zu den eindrucksvollsten in der Musikgeschichte. Für die 85 Mitwirkenden des Oratorienchors, des „Collegium Musicum Regensburg“ und des Orchesters „Camerata Schwandorf“ war das Meisterstück des berühmten Komponisten eine Herausforderung, die sie mit Bravour lösten.

Leiter Wolfgang Kraus hatte sich vier professionelle Gesangessolisten als Ergänzung und Verstärkung dazu geholt. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl begrüßte die Besucher und eröffnete gleichzeitig die diesjährigen Konrad-Max-Kunz-Tage.

Das Konzert begann mit zwei Instrumentalstücken. Organist Andreas Sagstetter (Waldsassen) ließ sich beim Orgelkonzert B-Dur mit dem Titel „Certamen musicum“ des Komponisten Marianus Königsperger (1708 - 1769) vom Orchester „Camerata Schwandorf“ begleiten.

Komödie „Bunbury“

  • Komödie:

    Die nächste Veranstaltung im Rahmen der KMK-Tage ist die feinsinnige Komödie „Bunbury“ am 10. Mai um 19.30 Uhr im Fronberger Sperlstadl. Sie lebt von amüsanten Irrungen und Verwirrungen.

  • Eintrittspreise:

    Karten gibt es im Tourismusbüro der Stadt und online bei Ok-Ticket zum Preis von 15 Euro. An der Abendkasse kosten die Tickets 18 Euro.

Für die Mitglieder des Oratorienchores der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung war das anschließende Mozart-Requiem deshalb so berührend, weil sie es schon einmal 2010 zum Gedenken an ihren Gründer Robert Schander gesungen haben. Das Werk berührt durch seine Klangschönheit und Dramatik. Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart verwendet Stilelemente verschiedener Musikepochen. „Das Werk ist spannend, eindrucksvoll und genial“, sagt Wolfgang Kraus. Es sei gut durchdacht und harmonisch, einfach ein Klassiker.

Anspruchsvolles Werk

Der Dirigent traute den Chören durchaus etwas zu, als er sich für das Mozart-Requiem entschied. Er hat sich zum Ziel gesetzt, auch Laien die Möglichkeit zu geben, anspruchsvolle Werke zu singen. Den Chorgesang ergänzten vier Solisten. Sopranistin Christel Erkes (Regensburg) hat im Hauptfach Violine studiert und ließ sich von internationalen Lehrern auch zur Sängerin ausbilden.

Die Mezzosopranistin Areum Lee stammt aus Südkorea und studierte Gesang an der Universität in Seoul. Seit 2018 ist sie Mitglied im Chor des Staatstheaters Augsburg und tritt regelmäßig bei Liederabenden auf. Tenor Sebastian Köchig hat ein Engagement am Staatstheater Nürnberg, ist ein gefragter Lied- und Konzertsänger und tritt gerne in Kirchen auf. Der Jüngste der Solisten war Manuel Winckhler, der 1996 in München geboren wurde und in Salzburg Gesang studiert. Seit vergangenem Jahr singt der Bassist im Konzertchor des Bayerischen Rundfunks.

Freizeit

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Organist Andreas Sagstetter ist Kirchenmusiker an der Basilika Waldsassen und Dekanatskirchenmusiker in Tirschenreuth. Gesamtleiter Wolfgang Kraus bekam seine Grundausbildung bei den Regensburger Domspatzen und Domkapellmeister Georg Ratzinger und studierte Kirchenmusik an der Fachakademie für Katholische Kirchenmusik in Regensburg. Orgelunterricht erhielt er von seinem Vater, dem Domorganisten Eberhard Kraus. Im Jahr 2000 gründete er das Vokalensemble „Cantamus“ in Furth im Wald, seit 2003 leitet er den Chor und das Orchester des „Collegium musicum Regensburg“ und seit 2014 zusätzlich den Oratorienchor Schwandorf, der seit dem Jahr 2000 besteht und sich vornehmlich der großen europäischen Oratorienliteratur und dem A-Capella-Gesang widmet. Der 40-köpfige Chor bereichert das kulturelle Leben des Landkreises mit zwei Konzerten pro Jahr.

Abgestimmter Klangkörper

Das „Collegium musicum Regensburg“ wurde 1935 von Dr. Ernst Schwarzmaier zunächst als Orchester gegründet. Erst in der Nachkriegszeit entwickelte sich ein eigener Chor. Im Jahr 2003 übernahm Wolfgang Kraus das Ensemble und setzte die musikalische Arbeit seines Vaters fort.

Das Orchester „Camerata Schwandorf“ besteht aus Streichinstrumenten, einer Continuo-Orgel, Bläsern und Pauken. Die für die Auswahl der Musiker nötigen Kontakte knüpfen Stefanie und Hermann Heinrich. Sie engagieren Musiker, die in Spieltechnik und Klangempfinden eine gemeinsame musikalische Sprache sprechen und so einen auf den Chorklang des Schwandorfer Oratorienchores abgestimmten Klangkörper bilden.

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