MyMz
Anzeige

Sicherheit

Münchshofen: Schulweg soll sicher werden

Eltern im Teublitzer Ortsteil wiesen auf Gefahren für ihre Kinder in der Bergstraße hin. Nun hat sich der ACE eingeschaltet.
Von Werner Artmann

Die Bergstraße in Münchshofen mit der Bushaltestelle (rechts) und dem zusätzlichen Tempo-30-Schild Foto: Werner Artmann
Die Bergstraße in Münchshofen mit der Bushaltestelle (rechts) und dem zusätzlichen Tempo-30-Schild Foto: Werner Artmann

Teublitz.Die Beschwerden einiger Eltern von Schulkindern in der Bergstraße in Münchshofen wegen der Gefährdung ihre Kinder auf dem Schulweg nahm der Auto Club Europa Kreis Oberpfalz-Ost (ACE) zum Anlass, bei der Stadt Teublitz vorzuschlagen, in der Bergstraße zusätzliche Hinweisschilder „Vorsicht Kinder“ unterhalb des 30 km/h-Schildes anzubringen. Wie dazu der Vorsitzende des ACE, Ludwig Blüml der Mittelbayerischen mitteilte, wurde der Club von besorgten Eltern in der Bergstraße in Münchshofen darauf aufmerksam gemacht, dass es dort aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit oftmals zu gefährlichen Situationen vor allem für die Schulkinder komme.

Die Straße liegt im Schulwegbereich und ist auf 30 km/h beschränkt. Dieses Tempolimit werde von den Autofahrern oftmals nicht eingehalten. Ein Gehsteig ist nicht vorhanden und baulich aufgrund der geringen Fahrbahnbreite auch nicht realisierbar. Außerdem hat die Bergstraße eine Steigung von 17 Prozent und schlängelt sich von der Jurastraße hinauf auf den Berg in Richtung Ortsausgang nach Stocka. Die Straße ist an der schmalsten Stelle vier Meter breit und unübersichtlich. Durch das Gefälle würden sich bergab fahrende Auto- und Fahrradfahrer schnell dazu verleitenlassen, die zulässigen 30 km/h zu überschreiten, erklärte Blüml. Im Herbst und Winter erhöhe sich die Gefahr für die Kinder noch zusätzlich durch Dunkelheit und glatte Fahrbahn.

15 Kinder nutzen die Straße täglich als Schulweg

Der ACE habe eine Ortsbesichtigung vorgenommen und sei davon überzeugt, dass die Sicherheit für Schulkinder schlichtweg nicht gewährleistet ist. Man verstehe nicht, dass die Stadt seit über einem Jahr nicht in der Lage sei, zwei zusätzlichen Verkehrsschilder Nr. 136 „Achtung Kinder“ anzubringen. „Verkehrssicherheit geht uns alle an, und gerade bei unseren Kindern, den schwächsten Verkehrsteilnehmern, darf es nicht an den Kosten zweier neuer Verkehrsschilder scheitern,“ stellte Blüml fest.

Der ACE

  • Mitglieder:

    Der ACE ist mit ca. 630000 Mitgliedern der zweitgrößte Autoclub Deutschlands.

  • Versicherung:

    Alle Fahrzeuge der ganzen Familie sind beim ACE abgesichert – auch Fremdfahrzeuge, die Mitglieder fahren.

  • Hilfe:

    Der ACE ist Mobilitätsbegleiter. Profis sind rund um die Pannenhilfe tätig – auch für Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs.

Die Mittelbayerische fragte bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern in der Bergstraße nach. Morgens, mittags und nachmittags benützen bis zu 15 Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren die Bergstraße als Schulweg, um zur Bushaltestelle am Schloss zu kommen. Dort fährt täglich der Schulbus um 7.08 Uhr ab und bringt die Kinder zur Bushaltestelle in der Jurastraße beim Landgasthof Hintermeier, wo sie dann in einen anderen Schulbus einsteigen. Auf der Rückfahrt werden die Schulkinder des Nachmittagsunterrichts bis zur Bushaltestelle in der Jurastraße (Gasthaus Hintermeier) gefahren, müssen die Kreisstraße überqueren und die Bergstraße hinaufgehen. „Wir Eltern haben täglich Angst um unsere Kinder, da sie durch die Situation in der Bergstraße durchaus gefährdet sind“, lautete der Tenor der Eltern.

Die Stadt will jetzt Schilder montieren

Auf Nachfrage teilte Stadtbaumeisterin Sabine Eichinger mit, dass aufgrund der Anfrage des ACE das Geschwindigkeitsniveau in der Bergstraße in Münchshofen im Frühjahr 2019 erfasst werden sollte. Nachdem das Messgerät einige Zeit vor Ort gewesen sei, habe der Bauhof beim Auswerten festgestellt, dass es nicht richtig funktionierte und viele Messwerte fehlten. Die Reparatur dieses Gerätes habe bis August 2019 gedauert. Im Mai 2019 sei in Fahrtrichtung bergauf vor der Bushaltestelle ein weiteres Tempo-30-Verkehrszeichen angebracht worden, obwohl der ganze Bereich eine Zone 30 sei. Dies sei geschehen, um den Autofahrern nochmals die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu verdeutlichen. Die Stadt werde nun sofort die Zusatz-Schilder bestellen und dann auch montieren.

Verkehr

Wo Neunburgs Kinder in Gefahr sind

Auf dem Weg zur Schule gibt es in der Stadt einige brenzliche Stellen. Die Polizei zeigt, wo man besser aufpassen sollte.

Mehr Nachrichten aus Schwandorf lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht