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Workshop

Museum erhält ein neues Leitbild

Die Sammlung des Heimat- und Braunkohlemuseums soll strukturiert werden.
Von Jakob Scharf

Alle Exponate, Dokumente, Zeitschriften und Texte des Braunkohlemuseums werden archiviert und in ein Gesamtkonzept eingeordnet.
              Foto: Jakob Scharf
Alle Exponate, Dokumente, Zeitschriften und Texte des Braunkohlemuseums werden archiviert und in ein Gesamtkonzept eingeordnet. Foto: Jakob Scharf

Steinberg.In einem Workshop diskutierte Dr. Wolfgang Neiser mit Mitgliedern des Heimatkundlichen Arbeitskreises das künftige Leitbild und Sammlungskonzept des Heimat- und Braunkohlemuseums. Dies soll dann im Laufe des Jahres „Schritt für Schritt“ gemeinsam umgesetzt werden.

Eingangs stellte Dr. Neiser klar, dass dieses noch im Detail zu erarbeitende Leitbild nicht starr sei, sondern flexibel und veränderbar. Es soll vielmehr „Spurassistent und Leitplanke“ sein. In Steinberg seien die beiden Bereiche „Heimat“ und „Braunkohle“ schon durch die Namensbezeichnung klar vorgegeben. Dieses Museum habe ein „Alleinstellungsmerkmal“, da es das einzige Braunkohlemuseum in Süddeutschland sei. Neben der eigenen Kompetenz gelte es Kooperationspartner und Forschungseinrichtungen zu gewinnen.

Dr. Neiser zeigte eine Reihe von Möglichkeiten auf und stellte auch Richtlinien vor, um Fördermittel zu bekommen. Als Museum sei man eine Bildungseinrichtung sowie Dienstleiter für die Gemeinde und die Besucher. Dazu gehöre die Erschließung und Präsentation der Objekte und Archivalien in Dauer- und Sonderausstellungen.

Im zweiten Teil des Workshops stand die Frage „Wer sammelt was wie?“ im Mittelpunkt. Man müsse ein Sammlungskonzept erarbeiten, in dem festgelegt sei, welche Objekte grundsätzlich aufgenommen werden, welche Objekte ausgesondert („entsammelt“) werden und wie archiviert und dokumentiert wird. Hier gab es eine rege Diskussion über eventuelle feste Kriterien. Konkret einigte man sich darauf, die Werkszeitschrift der BBI in vierfacher kompletter Sammlung zu behalten. Die restlichen Hefte werden an Interessierte zum Preis von einem Euro pro Heft zugunsten des Museums abgegeben. Ähnlich wolle man mit anderen vielfach vorhandenen Publikationen verfahren.

Außerdem kündigte der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) Jakob Scharf für die Neuwahlen am 20. März in der Skihütte an, gezielt Personen mit bestimmten neuen Aufgabenbereichen zu wählen, um der Breite des Vereins gerecht zu werden. Neben der ehrenamtlichen Betreuung des Museums widme man sich der Orts- und Heimatgeschichte mit Dokumentation und Archivierung in Bild, Schrift und Ton. Hauptaufgabe des Heimatkundlichen Arbeitskreises sei es, als Impulsgeber das ihm anvertraute Erbe zu bewahren, zu ergänzen, zu erschließen, zu erforschen, zu dokumentieren und zu vermitteln. (ssr)

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