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Schwandorf.

Nabaltec prüft eine Verlagerung in die USA

Die Nabaltec fühlt sich durch das Bürgerbegehren gegen die Müllmengenerhöhung „direkt“ angegriffen.

Vorstand Gerhard Witzany

Der Stadtrat hat grünes Licht für das Bürgerbegehren gegen die geplante Erhöhung der Müllmenge gegeben – und damit bei der Nabaltec für Verärgerung gesorgt. In einer Stellungnahme zum jüngsten Beschluss wertet das Unternehmen das Bürgerbegehren als „direkten Angriff in einer Expansionsphase“.

Die bisher getätigten Investitionen, die sich in den vergangenen Jahren auf über 75 Millionen Euro summierten, seien in dem Bewusstsein ausreichender Versorgung mit thermischer und elektrischer Energie zu konkurrenzfähigen Konditionen umgesetzt worden, heißt es in dem Schreiben. Damit sei ein kontinuierlicher Ausbau der qualifizierten Arbeitsplätze von 274 im Jahr 2006 auf zuletzt 347 verbunden gewesen.

Auch die hohe Anzahl von Ausbildungsplätzen und der hohe Anteil von übernommenen Auszubildenden zeige, dass „dieses Wachstum langfristig angelegt ist und nachhaltig die Volkswirtschaft der gesamten Region unterstützt“.

Die Limitierung der Müllmenge auf einen Wert unter der technisch zugelassenen Menge findet das Unternehmen willkürlich. Es zwinge Nabaltec, die gesamte strategische Ausrichtung zu überprüfen. „Zur Sicherung der bereits durchgeführten Investitionen“ würden mit Energieversorgungsunternehmen Gespräche geführt, eine zusätzliche Versorgung mit thermischer und elektrischer Energie aufzubauen.

Dieser Schritt werde aufgrund des Energiebedarfs der Produktion notwendig, würde gleichzeitig aber die Wettbewerbsfähigkeit der Nabaltec AG beeinträchtigen, „obwohl das danebenstehende Müllkraftwerk diese benötigte Energie am aktuellsten Stand der Umwelttechnik liefern könnte!“

In der Stellungnahme erinnert Nabaltec daran, dass das Müllkraftwerk des ZMS gebaut wurde, „um die Nabaltec mit Energie zu versorgen.“ Ein weiterer Ausbau der Nabaltec-Produktion und damit auch der Arbeitsplätze rücke mit der Festschreibung der beschränkten Müllmenge in weite Ferne. Vielmehr werde zu prüfen zu sein, „ob die energietechnisch hervorragenden Erfahrungen mit der US-amerikanischen Tochter Nashtec nicht dazu zwingen, Anlagen, die derzeit in Schwandorf betrieben werden, in die USA zu verlagern.“

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