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Sicherheit

Nächster Schritt beim Hochwasserschutz

Die Nittenauer Stadträte bekamen vom Wasserwirtschaftsamt Informationen über den Planungsstand für Deiche und Schutzmauern.
Von Cornelia Lorenz

Im März 2019 hatten die Nittenauer Glück: Die Pegel am Regen stiegen nicht so hoch wie befürchtet. Bürgermeister Karl Bley (2. v. r.) informierte sich bei den Einsatzkräften über die Hochwasserlage in der Stadt. Archivfoto: Ahrens
Im März 2019 hatten die Nittenauer Glück: Die Pegel am Regen stiegen nicht so hoch wie befürchtet. Bürgermeister Karl Bley (2. v. r.) informierte sich bei den Einsatzkräften über die Hochwasserlage in der Stadt. Archivfoto: Ahrens

Nittenau.Das dramatische Hochwasser vom August 2002 haben viele Nittenauer nicht vergessen. Der Wunsch, eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu vermeiden, ist in der Stadt deshalb sehr groß. Dass es in Sachen Hochwasserschutz nun einen Schritt vorwärts geht, erfuhren die Stadträte bei ihrer Sitzung am Dienstagabend.

Seit 2014 laufen beim Wasserwirtschaftsamt Weiden die umfangreichen Planungen, um die Stadt künftig vor Überflutungen zu schützen. Erst im März 2019 war Nittenau nach ausgiebigen Regenfällen und Tauwetter trotz beunruhigender Prognosen glücklicherweise noch einmal glimpflich davon gekommen. Die örtlichen Feuerwehren mussten acht Einsätze bewältigen, zum Beispiel Keller auspumpen. Auch einige Straßen waren überschwemmt.

Hochwasserschutz für Nittenau ist eine teure Angelegenheit

Immer wieder steigt in Nittenau der Pegel des Regen bedrohlich an. Archivfoto: Jürgen Kuprat
Immer wieder steigt in Nittenau der Pegel des Regen bedrohlich an. Archivfoto: Jürgen Kuprat

Den Angaben des Wasserwirtschaftsamts zufolge liegen die geschätzten Planungskosten für den Hochwasserschutz in Nittenau bei rund 1,8 Millionen Euro, die Gesamtkosten bei rund 19 Millionen Euro. Die Unterlagen seien nun so weit vorbereitet, um bei der Regierung der Oberpfalz offiziell ins Rechtsverfahren einzusteigen, sagte Christian Götz, Leiter des Fachbereichs Wasserbau und Gewässerentwicklung. Am 17. Oktober wird es noch einen öffentlichen Termin im Nittenauer Rathaus geben. Ende Oktober werde man die fertigen Unterlagen dann beim Landratsamt Schwandorf einreichen, kündigte Götz an.

Termin im Rathaus

  • Einladung:

    Das Wasserwirtschaftsamt Weiden stellt den aktuellen Stand der Hochwasserschutzplanungen am 17. Oktober in Nittenau vor. Alle interessierten Bürger sind dazu ab 15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses willkommen.

  • Hintergrund:

    Laut Wasserwirtschaftsamt gibt es in Nittenau 22 direkt von den Hochwasserschutzmaßnahmen betroffene Bürger. Die Teilnehmer der Veranstaltung können Anregungen vorbringen.

Einen konkreten Zeitplan für den Startschuss für den Bau der Deiche, Schutzmauern und der technischen Anlagen gibt es noch nicht, denn das Projekt hängt mit zwei weiteren künftigen Großbaustellen der Stadt zusammen: Die Hochwasserschutz-Arbeiten müssen mit der Umgestaltung der Angerinsel und dem Neubau der großen Regenbrücke koordiniert werden.

Sicherheit

Die Uhr für die große Regenbrücke tickt

Das marode Nittenauer Bauwerk wird bald wieder überprüft. Falls neue Schäden auftreten, droht ihr die Vollsperrung.

Informationen zu Schutzwänden und Deichen

Fest steht allerdings, dass das Projekt in zwei Bauabschnitten abgewickelt wird, wie Roland Wach vom Ingenieurbüro Schlegel den Stadträten erläuterte. Er gab ihnen einen Überblick über die geplanten Schutzwände und Deiche. So erfuhren die Räte zum Beispiel, dass der Deich am Sportplatz in der Jahnstraße eine Höhe von drei Metern und eine Breite von 19 Metern bekommen wird. Außerdem seien hier Sitzstufen für Zuschauer angedacht.

Auch die Vorteile der vorgesehenen festen Glaselemente auf der Schutzmauer stellte Wach heraus. Diese seien im Vergleich zu einem mobilen Dämmbalkensystem in Sachen Unterhaltskosten für die Stadt deutlich günstiger.

In Muckenbach wird der Pegel steigen

Wie die Räte außerdem erfuhren, werden sich die Hochwasserschutzmaßnahmen auf die Pegelstände am Regen auswirken: In Untermainsbach etwa ist künftig mit einem etwas niedrigeren Niveau zu rechnen, in Muckenbach dagegen müsse man mit zehn bis zwölf Zentimetern mehr kalkulieren.

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