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Lokalpolitik

Netto-Markt wird modernisiert

Der Burglengenfelder Stadtrat hat das Vorhaben einstimmig gebilligt. Auch der Bau einer weiteren Krippe wurde durchgewunken.
Von Thomas Rieke

Dieser Netto-Markt in der Regensburger Straße wird sein Gesicht verändern. Die Backshop wird zunächst verschwinden, später soll es aber wieder einen solchen Laden mit Tagescafé geben. Foto: Rieke
Dieser Netto-Markt in der Regensburger Straße wird sein Gesicht verändern. Die Backshop wird zunächst verschwinden, später soll es aber wieder einen solchen Laden mit Tagescafé geben. Foto: Rieke

Burglengenfeld. Vermutlich wegen der Übertragung des Länderspiels Südkorea gegen Deutschland war der Beginn der jüngsten Stadtratssitzung am Mittwoch um eine halbe Stunde auf 18.30 Uhr verlegt worden. Jeder fußballbegeisterte Mandatsträger sollte die Gelegenheit haben, den erhofften Triumph und Einzug in die nächste Runde auszukosten. Wenn man den Ausgang geahnt hätte...

Dienst ist Dienst. Ohne jedes erkennbare Zeichen der Enttäuschung, die durch das Platzen aller Weltmeisterträume durchaus nachvollziehbar gewesen wäre, machte Bürgermeister Thomas Gesche pünktlich den „Anstoß“. Doch der Ball landete umgehend beim Gegner.

BWG-Rat Albin Schreiner, Meisters des Pressings, versuchte sofort, den Rathauschef in die Defensive zu drängen. Am 13. Juni, so Schreiner, habe er einen Antrag zur umstrittenen Wohnbebauung Am Hirtberg eingereicht. Weshalb der nicht auf der aktuellen Tagesordnung stehe? Gesche lief ihn geschickt ab. „Weil das im Juli der Fall sein wird. Dann geht es allgemein wieder um den Hirtberg.“

Scherz beiseite, Ende der Fußballsprache. Auch in einer insgesamt eher unspektakulären Sitzung gab es eine Reihe wichtiger Themen, die freilich, dank der Besprechungen im Bauausschuss vor einer Woche, ohne große Debatten abgehakt werden konnten.

Neue Krippe bis September 2019

Einstimmig wurde die Verwaltung ermächtigt, die vorbereitenden Maßnahmen für die Verlegung des DFB-Minispielfelds und der Skateranlage vom Areal hinter Rewe in den Bereich des Schul- und Sportzentrum zu treffen. Dafür sind heuer knapp 100000 Euro vorgesehen.

Einstimmig hat der Stadtrat auch das gemeindliche Einvernehmen für den Bau einer weiteren, zweigruppigen Kinderkrippe erteilt. Sie wird im Naabtalpark direkt neben der bereits Bestehenden errichtet. Um eine Zugangseinheit bilden zu können, ist der Plan spiegelbildlich ausgerichtet, der Grundriss ist im Wesentlichen deckungsgleich. Der Auftrag ging an Architektin Christiane Koller. Weil es sich um eine Wiederholungsplanung handelt, wurde das Honorar reduziert. Die Inbetriebnahme der Betreuungseinrichtung ist für September 2019 vorgesehen.

Reine Routine schien der Antrag für den Netto-Markt in der Regensburger Straße 42 zu sein. Zunächst soll der Vorbau im Eingangsbereich, in dem ein Backshop untergebracht ist, abgebrochen werden, damit anschließend an gleicher Stelle ein Neubau errichtet werden kann. Hier soll künftig eine Leergutannahmestelle bereits im Außenbereich zur Verfügung stehen; außerdem soll wieder ein Backshop mit Tagescafé betrieben werden. Bei der Einfahrt zum Discountergelände ist ein fast fünf Meter hoher Werbepylon vorgesehen. Keiner der Räte hatte dagegen etwas einzuwenden.

Bauchweg wegen Salamitaktik

Ein Lob gab es für Andrea Schmalzl, die das Anwesen in der Hauptstraße 7, ehemals Malergeschäft Berr, für ihr Relax-Kids-Programm umgebaut hat (MZ berichtete!). Er freue sich über die weitere „Aufwertung für die Altstadt“, sagte Bürgermeister Gesche.

Weniger gern hörte er die Anmerkungen von Albin Schreiner zum „Hussitenweg IIa“. Der gesamte Bebauungsplan berge zu viel Fragezeichen und bereite der BWG deshalb Bauchschmerzen. In Salamitaktik würden Grundstücke zur Baureife gebracht. Noch immer existierten weiße Flecken. Weshalb man die ausspare? Könne der Eigentümer mit dem noch nicht überplanten Bereich spekulieren?

Stadtbaumeister Franz Haneder sagte, zu Grundstücksangelegenheiten äußere er sich grundsätzlich nicht in öffentlicher Sitzung. Bei der aktuellen Planänderung handle es sich aber um nichts weiter als einen „sinnvollen Lückenschluss“.

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