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Brauchtum

Neubelebung einer Tradition

Die Kirwa stand am Wochenende unter einem guten Stern. Das Wetter und die Stimmung waren perfekt zum Feiern.
Von Max Schmid

Mit Muskelkraft stellten die Mitglieder der TV-Handballabteilung den Kirwabaum auf. Fotos: smx
Mit Muskelkraft stellten die Mitglieder der TV-Handballabteilung den Kirwabaum auf. Fotos: smx

Wackersdorf.Die Handballabteilung des TV Glückauf und die Gastronomenfamilie Bachmann haben heuer zum zweiten Mal die Wackersdorfer Kirchweih aufleben lassen. Bereits vor zwei Jahren startete dieser alte Brauch, allerdings mit weniger gutem Wetter als in diesem Jahr.

Kirchweihmontag

  • Tradition:

    Die Wackersdorf Kirwa findet heute ihre Fortsetzung und zugleich ihren Abschluss. Der Kirwamontag ist in der Region eine langjährige Tradition.

  • Programm:

    Ab 18 Uhr gibt es beim Schwimmbad-Cafe einen bayerischen Abend mit den Oberpfälzer Seenland Musikanten und als kulinarischen Leckerbissen gegrillte „Sposau“. Die TV-Handballer laden ein.

Zum Auftakt wurde der mit weiß-blauen Fähnchen und Kränzen geschmückte Kirwabaum mit purer Muskelkraft durch die Handball-Herren mittels so genannter „Schwalben“ auf dem Gelände des Schwimmbad-Cafes aufgestellt. Das Kommando hierbei hatte der erfahrene „Kirwabaumregisseur“ Andreas Bauer. Nachdem der Baum in die Senkrechte gebracht und verkeilt wurde, gab es von den Kirwamoidln als Lohn für die doch schweißtreibende Arbeit eine frische Halbe Festbier für die wackeren Handballer.


Zwischenzeitlich hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die die Eröffnung der Kirwa am Samstagnachmittag miterleben wollten. Ein Musikant sorgte mit einem Akkordeon für zünftige Unterhaltung und spielte auch gleich die Kirwapaare auf die „Tanzfläche“, die aus Platzgründen auf dem asphaltierten Platz ausgewiesen worden war. Rotraud Nirschl, selbst langjährige engagierte Handballerin im TV, hatte die Kirwapaare in wochenlangem Training auf ihre Auftritte vorbereitet, so dass die Tanzaufführungen vor dem Kirwabaum perfekt klappten. Als Dank für ihre Bemühungen überreichte Wirtin Marina Bachmann an Rotraud Nischl einen großen Blumenstrauß.

Rotraud Nischl hat die Tänze mit den Kirwapaaren wochenlang trainiert, so dass die Aufführung vor dem Kirwabaum perfekt funktionierte.
Rotraud Nischl hat die Tänze mit den Kirwapaaren wochenlang trainiert, so dass die Aufführung vor dem Kirwabaum perfekt funktionierte.

Der zweite Vorsitzende des TV, Martin Sperger, zapfte vor dem Hintergrund, dass er selbst für eine namhafte Brauerei in Regensburg in verantwortlicher Position arbeitet, das erste Fass des Festbieres gekonnt und ohne einen Tropfen zu vergießen an. Gemeinsam mit den Kirwapaaren, den Verantwortlichen der Handball-Abteilung und Bürgermeister Thomas Falter wurde auf eine zünftige Kirwa angestoßen. Falter dankte den Handballern für die Neubelebung einer guten alten Tradition. Die Kirwa sei früher regelmäßig und alljährlich gefeiert worden.

Am frühen Abend sorgte die Partyband „Spitztour“ für beste Stimmung bei den zahlreichen Gästen, die auf den Bierzeltgarnituren Platz genommen hatten, die von den Handballern auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad-Cafe aufgestellt worden waren. Den Ausschank und die Bewirtung übernahmen ebenfalls zum großen Teil aktive Handballer.

Am Sonntag startete die Kirwa um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in St. Stephanus, an dem sich die Vereine mit Fahnenabordnungen beteiligt haben. Im Anschluss gab es einen zünftigen Frühschoppen mit der Kapelle „Stoapfälza Nachschlag“ mit reichhaltigem Mittagstisch. Den Ausklang des Kirwasonntags gestaltete die „Wackersdorfer Kirwamuse“.

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