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Völkerverständigung

Neue Brückenbauer wurden geehrt

Das Kuratorium Bavaria Bohemia veranstaltete zum 12. Mal einen Ehrenabend mit Verleihung der Brückenbauerpreise in Schönsee.
Von Ralf Gohlke

In würdigem Rahmen, mit vielen Ehrengästen, erfolgte im Centrum Bavaria Bohemia die Verleihung der Brückenbauerpreise 2018. Foto: R. Gohlke

Schönsee.Für vorbildliches, beispielhaftes und wegweisendes Engagement zur Vertiefung der guten Nachbarschaft in den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen verleiht das Kuratorium Bavaria Bohemia seit 2007 den Brückenbauerpreis. „Seither haben wir an 66 Einzelpersonen, 25 Institutionen und Projekte und vier Wirtschaftsunternehmen den Preis verliehen.

Blick in die Zukunft richten

Hinzu kommen acht Ehrenpreise, denen wir heute zwei weitere hinzufügen können“, betonte Irene Träxler, die Vorsitzende des Trägervereins des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) am Montag in ihrer Begrüßung zur 12. Preisverleihung. Sie alle bezeichnete sie als „Leuchttürme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“, denen daran gelegen sei, andere zum Mitmachen zu motivieren. Bürgermeisterin Birgit Höcherl unterstrich die Symbolik von Brücken und stellte heraus, Schönsee sei aufgrund seines zweisprachigen Kulturzentrums die bekannteste Stadt in Tschechien.

Mit Staatsministerin Emilia Müller und Ex-Kulturminister Daniel Herman (zweiter und dritte von rechts) erhielten erstmals zwei hohe Politiker den Ehrenpreis. Foto: R. Gohlke

Regierungspräsident Axel Bartelt nahm das Gedicht „Schönsee“ von Harald Grill in seiner Festrede zum Anlass, auf den gleichzeitigen Blick zurück und in die Zukunft hinzuweisen ebenso, wie auf die Gemeinsamkeiten der Menschen hüben und drüben. Schon sehr viele neue Brücken seien gebaut worden, welche die Unterschiede noch mehr verblassen ließen, viel habe sich in Sachen Annäherung, Aussöhnung und freundschaftlicher Verbindungen getan. Dem Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und seinem Team sprach er seinen besonderen Dank für dessen Beitrag dazu aus.

Lesen Sie auch: Das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee kann auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken.

Ehrenpreise für Minister

Die tschechische Generalkonsulin Kristina Larischov´a würdigte die Auswahl der Preisträger und betonte, Europa spiele sich nicht in Brüssel ab. Daher sei jedes Engagement begrüßenswert, welches das Leben miteinander und nicht nebeneinander fördere. Ausdrücklich begrüßte sie die Annäherung, die Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer vorangebracht habe. Nur der offene Dialog können über die dunklen Seiten der Geschichte hinweghelfen. Die Arbeit, die hier geleistet werde, überdecke sogar gelegentliche, innenpolitische Probleme. In den vergangenen Jahren bewährt habe es sich, die neuen Preisträger in einer Video-Sequenz in ihrem Arbeitsumfeld vorzustellen.

Die Brückenbauer-Preisträger 2018

  • In der Kategorie „Institutionen und Projekte“

    erhielten die Landkreismusikschule Cham zusammen mit den Kunstgrundschulen Klatovy und Domažlice sowie die Tschechische Schule Regensburg den Preis.

  • Der Wirtschaftspreis

    ging an die IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim u. a. für die Eröffnung des Regionalbüros Pilsen und das EU-Projekt „Wir sind Europa – My jsme Evropa“.

  • Die Ehrenpreise

    verlieh das Kuratorium Bavaria Bohemia an Staatsministerin Emilia Müller und den ehemaligen tschechischen Kultusminister Daniel Herman.

  • Die weiteren Preisträger

    sind František Kubu (Historiker), Magister Dana Pflaum (Pädagogin), Herbert Pöhnl (Autor und Fotograf), Michal Šnebergr (Bürgermeister von Železná Ruda/Markt Eisenstein)

Staatsministerin Emilia Müller bedankte sich für den Ehrenpreis mit einem Rückblick auf das Zusammenwachsen seit der Grenzöffnung. Sie sei stolz auf die Euregien, die Partnerschaften und Zusammenarbeiten sowie offenen Dialoge. Europa sei dazu unverzichtbar, betonte sie.

Der ehemalige tschechische Kultusminister Daniel Herman wünschte sich, dass seine Heimat nicht als „westlich orientiertes“ sondern als „westliches Land“ akzeptiert werde und warnte davor, den Populisten das Feld zu überlassen. Der besondere Rahmen bot sich für eine nochmalige Laudatio für den CeBB-Gründer Hans Eibauer und eine offizielle Schlüsselübergabe an die neue CeBB-Leiterin Dr. Veronika Hofinger an.

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