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Region Schwandorf
Montag, 23. Juli 2018 26° 6

Einsatzkräfte

Neue Heimat am Wasser gesucht

Die Wasserwacht Burglengenfeld hat sich viel vorgenommen. Größter Wunsch ist ein gemütlicher Treffpunkt.
Von Stefan Barte

Der anwesende Teil der geehrten Wasserwachtler der Ortsgruppe Burglengenfeld mit dem Geschäftsführer des Kreisverbandes Schwandorf, Otto Langenhan, und Bürgermeister Thomas Gesche (3. und 4. von links) Foto: bbs
Der anwesende Teil der geehrten Wasserwachtler der Ortsgruppe Burglengenfeld mit dem Geschäftsführer des Kreisverbandes Schwandorf, Otto Langenhan, und Bürgermeister Thomas Gesche (3. und 4. von links) Foto: bbs

Burglengenfeld.Langsam wird es eng in der Gaststätte der Stadthalle, wenn die Wasserwacht der Ortsgruppe Burglengenfeld ihre Jahresversammlung abhält. Mittlerweile zählt der Verein 760 Mitglieder, und damit zählt er zu den größten der Stadt Burglengenfeld.

Vorsitzender Philipp Wolf hielt mit der neuen Vorstandschaft zwischenzeitlich einen Workshop ab und trug zu den Ergebnissen und gesteckten Zielen interessante Details zur Zukunftsgestaltung des Vereins vor. Er unterschied dabei kurzfristige Ziele, wie die immer mehr werdende Verteilung der Arbeit auf mehr Schultern, und langfristig angelegte Planungen.

Hier schwebt der Vereinsführung ein Umzug in eine neue „Heimat am Wasser“ vor, in der man sich auch gemütlich zusammensetzen kann. Von diesem Treffpunkt erhofft sich Wolf auch wieder mehr Bereitschaft der Vereinsmitglieder, sich bei Übungen und Ausbildungen zu engagieren.

Zahl der Ertrunkenen ist gesunken

Wohlwollend nahm der Vorsitzende zur Kenntnis, dass seitens der Regierung zwischenzeitlich erkannt wurde, dass es zu wenig Schwimmbäder gibt und die Menschen nicht mehr ausreichend schwimmen können. Die wohl etwas zu optimistische Forderung, dass jeder die 200 Meter in 15 Minuten schaffen sollte, stellte Wolf allerdings dabei in Frage.

Sein Kommentar hierzu: „Wenn alle das Seepferdchen schaffen würden, wären wir da schon weiter“. Immerhin konnte er berichten, dass die Wasserwacht ihre wichtigste Aufgabe, den Tod durch Ertrinken zu verhindern, immer besser meistert. Die Anzahl der Ertrunkenen ist im Jahre 2017 um fast 25 Prozent gesunken.

Namen und Zahlen

  • Leistungsbilanz 2017:

    Prüfungsabnahmen: 336 Seepferdchen und 85 Seeräuber. Deutsches Jugendschwimmabzeichen: 187 Mal Bronze, 45 Mal Silber und elf Mal Gold.

  • Deutsches Schwimmabzeichen:

    Bronze: 3; Silber: 3; Schnorchelabzeichen: 12. Rettungsschwimmabzeichen: Bronze: 15; Silber: 32

  • Verschiedene Dienste:

    Rettung: 54 Stunden; Wasserrettung: 962 Stunden; Trainingsaufsicht: 1110 Stunden

  • Jugendarbeit:

    3527 Stunden

  • Aus- und Fortbildung:

    4769 Stunden

  • Geehrte:

    Aktive Mitglieder: Karl Goldbach, Werner Hochmuth, Dietmar Jacob, für jeweils 40 Jahre. – Passive Mitglieder: Norbert Beck, Petra Beck, Michael Fischer, Hubert Glaubitz, Max Kandlbinder, Hans Meier, Josef Nowak, Peter Sauerer, Ralf Schneppensiefen, Sandra Wollitzer, jeweils 40 Jahre; ferner: Harry Arndt, Dieter Breitfelder, Rudolf Dechant, Günter Forster, Jürgen Hirschberger, Heinz Mattenschlager, jeweils für 45 Jahre.

  • Ehrenzeichen für Ausbilder:

    Bronze: Yvonne Zielonka, Michael Arnold Dietmar Jacob; Silber: Wolfgang Dantl und Werner Hochmuth

Wolf bereitete die Mitglieder auch auf steigende Beiträge vor, die zwingend nötig seien, um alle Aufgaben erfüllen zu können. Mit 15 Euro Jahresbeitrag sind da keine großen Sprünge möglich. Damit fand der Vorsitzende bei den Anwesenden volle Zustimmung. Auch die wichtige Arbeit des Fördervereins wurde in diesem Zusammenhang nochmals klargestellt. Besonders konnte sich der Verein über eine Spende von 1500 Euro durch die Sparkasse freuen. Mit dem Geld wurde die Tauchausrüstung erneuert.

Acht Einsätze, 46 Übungen

Der technische Leiter der OG, Hans Fischer, bilanzierte acht Einsätze, 46 Übungen und eine Einsatzzeit von insgesamt 11124 Stunden für den Dienst am Nächsten. Auch die Jugendleiterinnen Lisa Huttner, Julia Islinger und Johanna Mößner stellten eine beeindruckende Jahresbilanz vor. An 42 Samstagen hielten sie einen Schwimmkurs für jeweils 100 Kinder ab und organisierten Zeltlager, Kanufahrten, Kinderfasching und vieles mehr.

„Ihr seid eine Bereicherung des öffentlichen Lebens.“

Bürgermeister Thomas Gesche

Bürgermeister Thomas Gesche sagte dem Verein jederzeit volle Unterstützung zu. „Ihr seid eine Bereicherung des öffentlichen Lebens, ein verlässlicher Player und Partner. Danke für die Schwimmausbildung der Kinder und Gratulation für die Jugendarbeit.“ Der Geschäftsführer des Kreisverbandes Schwandorf, Otto Langenhan, bemühte gar Marcus Tullius Ciceros Worte „Keine Schuld ist so dringlich, wie die, Danke zu sagen“, um seinen Stolz auf die Ehrenamtlichen auszudrücken. Die Veranstaltung beendete Wolf mit einem Ausblick und nicht weniger als 120 Ehrungen.

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