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Handel

Neuer Anlauf für das Kaufland-Areal

Der Bauausschuss hat eine Voranfrage für einen Supermarkt auf dem Gelände im Schwandorfer Süden gebilligt.
Von Hubert Heinzl

Die Immler-Stiftung hat eine zweite Bauvoranfrage für das ehemalige Kaufland-Gelände vorgelegt. Die erste gab’s im November 2017. Archivfoto: Heinzl
Die Immler-Stiftung hat eine zweite Bauvoranfrage für das ehemalige Kaufland-Gelände vorgelegt. Die erste gab’s im November 2017. Archivfoto: Heinzl

Schwandorf.Nach dem Aus für das Kaufland hat die Immler Großfamilienstiftung als Eigentümerin des Areals jetzt einen zweiten Antrag auf Bauvorbescheid an die Stadt gerichtet. Diesmal geht es um einen großen Lebensmittel-Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von rund 4140 Quadratmetern und einem Bäckerei/Café-Bereich mit weiteren 190 Quadratmetern Fläche. Um eine eventuelle Ansiedlung am (ehemaligen) Einzelhandelsstandort zu ermöglichen, genehmigte der Bauausschuss in einer Mammutsitzung am Montag die erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan.

Der Grundstückseigentümer hat damit Baurecht, aber das hatte er – in abgewandelter Form – bereits zuvor. Wie Baudirektor Reinhard Schade ausführte, hatte die Stadt auf dem Grundstück im Stadtsüden schon vor Jahren einen Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 4664 qm und kleinflächigen Einzelhandel mit einer zusätzlichen Verkaufsfläche von 800 qm genehmigt. Doch die Immler Großfamilienstiftung nutzte diese Option nicht.

Sind die modifizierten Pläne mit den rechtlichen Vorgaben der Stadt vereinbar?

In der Sitzung ging es nun um die Frage, ob auch die modifizierten Pläne mit den rechtlichen Vorgaben durch die Stadt vereinbar sind. Baudirektor Schade bejahte dies vor allem mit dem Argument, dass die geplante Verkaufsfläche in der neuen Bauvoranfrage die bisher genehmigten Ausmaße noch deutlich unterschreite. „Überschlägig geprüft“ hat die Verwaltung laut Schade auch die landesplanerische Zulässigkeit eines großflächigen Einzelhandels an dieser Stelle. Sein Fazit: Die Regierung der Oberpfalz habe in einer früheren Stellungnahme keine Einwände vorgebracht. Auch dem Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt Schwandorf widerspreche ein derartiges Vorhaben nicht.

Einzelhandel

„Kaufland“ zeigt Interesse an Rückkehr

Der Lebensmittel-Riese prüft, ob er ein Wiedersehen mit der Schwandorfer Kundschaft mit dem Kauf des Grundstücks verbindet.

Am Ende sahen das auch die Mitglieder des Bauausschusses so und stimmten einstimmig für die erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan. Einige allerdings mit gemischten Gefühlen. UW-Stadtrat Jochen Glamsch stellte die Frage nach möglichen Konsequenzen für das Maschek-Gelände an der Regensburger Straße oder den Rewe-Standort am Tor zur Schwandorfer Innenstadt; ähnlich argumentierte Ferdi Eraslan (FW). Am Ende setzte sich der allgemeine Wunsch durch, eine mögliche Entwicklung am ehemaligen Kaufland-Areal nicht zu verhindern.

Kaufland-Pläne

  • Pläne:

    Auch nach dem Aus am alten Standort interessierte sich die zur Schwarz-Gruppe gehörende Kaufland-Kette weiter für den Standort Schwandorf. Der Versuch einer Ansiedlung an der Libourne-Allee scheiterte an den planungsrechtlichen Schwierigkeiten.

  • Gespräche:

    Gespräche über einen möglichen Kauf des Areals an der Industriestraße haben Kaufland und Immler bestätigt. (hh)

OB Andreas Feller wies darauf hin, dass sich durch eine Anpassung des Baurechts nichts Wesentliches ändere: „Wenn die Immler-Stiftung das frühere Vorhaben hätte umsetzen wollen, hätte sie jederzeit damit beginnen können“. Das Verfahren für eine mögliche Edeka-Ansiedlung an der Regensburger Straße stecke dagegen „noch in den Kinderschuhen“.

„Entweder hat der Eigentümer einen Kaufland, oder er hat einen Edeka, oder er möchte sich einfach nur im Gespräch halten.“

OB Andreas Feller

Wie es weitergeht, ist nach offizieller Lesart noch unklar. Baudirektor Schade bezeichnete Angaben über den möglichen Betreiber des Supermarkts als „Spekulation“. Die Bauvoranfrage sei marken- und firmenneutral erfolgt. OB Feller drückte es so aus: „Was dahinter steckt, wissen wir nicht. Entweder hat der Eigentümer einen Kaufland, oder er hat einen Edeka, oder er möchte sich einfach nur im Gespräch halten.“

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