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Region Schwandorf
Samstag, 22. September 2018 16° 4

Stadtrat

Neuer Rüstwagen für die Feuerwehr

SPD-Antrag: Künftige Baugebiete sollen durch die Stadt Teublitz selbst aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden.
Von Werner Artmann

Der Rüstwagen der FFW Teublitz aus dem Jahre 1973 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen für Rettungseinsätze. Foto: Artmann
Der Rüstwagen der FFW Teublitz aus dem Jahre 1973 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen für Rettungseinsätze. Foto: Artmann

Schwandorf.Mit einer Summe von fast einer halben Million Euro rüstet die Stadt ihre örtliche Feuerwehr mit einem neuen Rüstwagen aus. Genehmigt wurde dieses Vorhaben bereits am 12. Mai 2016 und dabei die Verwaltung beauftragt, die Ausschreibung in drei Losen durchzuführen.

Das wirtschaftlichste Angebot nach der Gesamtbewertung bei Los 1 (Fahrgestell) erstellte die Firma MAN-Truck & Bus Deutschland aus Nürnberg mit einem Nettobetrag von 84 390 Euro. Bei Los 2 (feuerwehrtechnischer Aufbau) setzte sich die Firma Rosenbauer Deutschland GmbH aus Luckenwalde mit einem Nettobetrag von 199 052 Euro durch und bei Los 3 (feuerwehrtechnische Beladung) die Firma Sturm Feuerschutz GmbH aus Regen mit einem Nettobetrag von 123.680 Euro. Der Gesamtpreis für das komplette Fahrzeug beläuft sich somit auf 407 122 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer in Höhe von 77 353,18 Euro. Dies ergibt eine Gesamtsumme von 484 475,18 Euro.

Der Freistaat Bayern leistet dazu einen Festbetragszuschuss von 147 000 Euro, der Landkreis einen Förderbetrag von 34 650 Euro und der Feuerwehrverein selbst einen Zuschuss von 20 000 Euro aus der Vereinskasse. Insgesamt stehen Zuwendungen in Höhe von 201 850 Euro zur Verfügung. Bei der Diskussion im Gremium ging es auch um die Höhe des Zuschusses durch das Landratsamt Schwandorf, da der Rüstwagen oftmals auch für überörtliche Einsätze und Aufgaben, die den Landkreis betreffen, eingesetzt werden wird.

Deshalb war man im Stadtrat der Meinung, da auch die Landkreis-Feuerwehrführung die Anschaffung befürwortete, einen Antrag auf Erhöhung des Zuschusses beim Landratsamt bzw. Kreistag zu stellen. Der Stadtrat beschloss den Ankauf des Rüstwagens. Gleichzeitig soll aber auch ein Antrag auf einen höheren Zuschuss an den Kreistag gestellt werden.

Wie 1. Kommandant Marco Feicht im Gespräch mit der MZ erklärte, wird ein Rüstwagen insbesondere bei der technischen Hilfeleistung eingesetzt. Dazu steht umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät für normale Verkehrsunfälle, aber auch für Großschadenslagen zur Verfügung. Es können Personen (insbesondere im Straßenverkehr, Pkw- und Lkw-Unfälle) aus ihren Notlagen befreit, umweltschädigende Substanzen aufgefangen und umgepumpt, Einsatzstellen ausgeleuchtet und diverse andere Aufgaben erfüllt werden.

Zu den Gerätschaften zählen: Seilwinde, Rettungssatz, Geräte zum Be- und- Entlüften von Gebäuden, Chemikalienschutzanzüge, Geräte zur Verkehrsabsicherung, Kanalstreben, Absturzsicherungsmaterial, Hebekissen usw. Die Liste ist lang und die Beladung zählt um die 20 000 Einzelteile von den Dübeln bis zu den Schrauben. „Der bisherige Rüstwagen der FF Teublitz ist Baujahr 1973 und was mit diesem dann geschieht, kann noch nicht gesagt werden,“ stellte Kommandant Feicht fest.

Die SPD-Stadtratsfraktion stellte den Antrag an die Stadt, künftig Baugebiete ausschließlich durch die Stadt selbst aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln. Grunderwerb, Erschließung und Vermarktung sollten dann durch die Stadt erfolgen. Zur Umsetzung ist die Schaffung eines kommunalen Eigenbetriebs zu prüfen. Begründet wurde der Antrag damit, dass den Gewinn aus der Vermarktung die Stadt erhält.

Damit könnten weitere Maßnahmen im Rahmen der Infrastruktur wie Kindergarten, Schule, Freizeiteinrichtungen, Friedhof usw. ermöglicht werden, die dann durch die Steigerung der Einwohnerzahl erforderlich würden. Der Antrag wurde einstimmig mit der Einschränkung angenommen, dass die Eigenvermarktung bei jedem neuen Baugebiet zuerst geprüft werden soll. Will oder kann die Stadt nicht selbst erschließen, so könnten dies weiterhin die Investoren übernehmen. (Über den weiteren Verlauf der Stadtratssitzung werden wir berichten.)

Fuhrpark der FFW

  • Neben dem Rüstwagen

    (Bj. 1973) hat die FFW zwei Löschgruppenfahrzeuge für technische Hilfeleistung und Brandeinsatz (2001 und 2009), Mehrzweckfahrzeug (2005), Schlauchwagen (1971), ABC-Zug-GW-Dekon P des Landkreises (2013), Verkehrssicherungsanhänger (2006), Arbeitsboot (1996), Pulverlöschanhänger (1977), Mehrzweckanhänger (2006).

  • Untergebracht sind

    diese in fünf Stellplätzen und einer Waschhalle im FFW-Gerätehaus (Bj 1999) (bat)

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