MyMz
Anzeige

Lokalpolitik

Neues Baumkataster für Teublitz

Über 1500 Bäume im Stadtgebiet sollen digital erfasst werden. Hintergrund ist die Verkehrssicherungspflicht.
Von Werner Artmann

Mit der Erstellung eines digitalen Baumkatasters kommt die Stadt ihrer Verkehrssicherheitspflicht, wie hier im Stadtpark, künftig nach. Foto: Artmann
Mit der Erstellung eines digitalen Baumkatasters kommt die Stadt ihrer Verkehrssicherheitspflicht, wie hier im Stadtpark, künftig nach. Foto: Artmann

TEUBLITZ. . Ein Mammutprogramm mit über 18 Tagesordnungspunkten hatte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung zu bewältigen. Es ging dabei u.a. um die Aufstellung eines städtisches Baumkatasters, um Bebauungspläne und um die Pkw-Stellplatzverordnung. Aufgrund der neuen „Strabs-Regelung“ durch die Staatsregierung bezüglich der Straßenausbaubeiträgen ist ein Ausbaubeginn der Rötlsteinstraße in Saltendorf dieses Jahr nicht möglich. Die im Haushalt 2018 dafür eingestellten Mittel werden in den nächsten Haushalt übernommen.

Zu Beginn der Sitzung wurden die Änderungen des Bebauungsplans für das Baugebiet „Steinbruchäcker II“ genehmigt. Bei den Baugebieten „Im Dolling“ und im „Dolling II“ wurden die eingegangenen Stellungnahmen abgewogen und der Planentwurf für die weitere Auslegung vom Stadtrat genehmigt.

Angenommen wurde auch die Änderung der Satzung über den Nachweis, die Herstellung und die Ablösung von Kraftfahrzeugstellplätzen. In der Praxis habe sich gezeigt, dass die geforderten Stellplätze oftmals hintereinander angeordnet werden, so dass die Parkplätze nicht unabhängig voneinander genutzt werden können. Deshalb wurde in der Satzung der Passus, „Notwendige Stellplätze müssen ungehindert und unabhängig voneinander befahrbar und nutzbar sein,“ eingefügt.

Neuer Feldgeschworener

Nach dem altersbedingten Rücktritt von Horst Maresch als Feldgeschworener für die Gemarkung Katzdorf wurde als Nachfolger Albert Dechant vom Stadtrat in geheimer Wahl gewählt.

Zum Bau des Mehrgenerationenhauses in Saltendorf berichtete Bürgermeisterin Maria Steger, dass für das Gewerk „Außenanlagen“ das wirtschaftlichste Angebot von der Fa. Münnich aus Maxhütte-Haidhof mit 299424,58 Euro vergeben wurde. 17 Firmen waren angeschrieben worden, zwei gaben ein Angebot ab. Bei der Inneneinrichtung (Möblierung) wurden neun Bieter angeschrieben, vier gaben ein Angebot ab. Der Auftrag wurde an die Fa. Reil aus Weiden mit einem Preis von 65 286,97 Euro erteilt.

Die Verwaltung wies darauf hin, dass die Stadt ihre Verkehrssicherheitspflicht sowohl für ihre Bäume in öffentlich zugängigen Grünanlagen (Stadtpark, Bäder usw.) als auch für Straßenbäume und Bäume in Waldgrundstücken an der Grenze zu Privatgrundstücken erfüllen muss. Einmal im Jahr muss eine Baumbeschau vorgenommen werden. Vor allem eine Dokumentation dieser Arbeitsschritte sei bei Schadensfällen sehr wichtig.

Stand der Technik ist heute die Führung eines digitalen Baumkatasters mit Verknüpfung zum kommunalen Geoinformationssystem. Ein derartiges Baumkataster ist aber bei der Stadt Teublitz noch nicht vorhanden. Lediglich die Bäume im Stadtpark wurden im Zuge der Feststellung der Denkmaleigenschaft des Stadtparks kartiert und im Zustand einmalig dokumentiert.

Auftrag für Baumkataster

Vom Bauamt wurden zwischenzeitlich von zwei Sachverständigen Angebote über die Erstellung eines Baumkatasters einschließlich Erstkontrolle und Maßnahmenfestlegung eingeholt. Ausgangslage ist zunächst die Erfassung von ca. 1500 Bäumen. Der Stadtrat beschloss einstimmig, der Fa. Brudi und Partner aus Gauting mit Kosten von fast 46 000 Euro eine erstmalige Erstellung eines Baumkatasters sowie eine Kontrolle über drei Folgejahre den Auftrag zu erteilen.

Der Schützengesellschaft Eichenlaub Saltendorf wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt, einen Anbau von Umkleideräumen an die bestehende Schießstätte und die Überdachung der Terrasse am Schützenheim vorzunehmen.

Weiter teilte Bürgermeisterin Maria Steger dem Gremium mit, dass der stellvertretende Kommandant der FFW Teublitz, Manfred Liebl, seinen Rücktritt erklärte. Er bleibe jedoch bis zu der noch anzuberaumenden Wahl einer/eines Nachfolger/in im Amt.

Die Anfrage von SPD-Stadträtin Romy Hermann-Reisinger über die Öffnung der WC-Anlagen im Naturbad Höllohe wurde von Bürgermeisterin Steger dahingehend beantwortet, dass diese zu Beginn der Badesaison zur Verfügung stehen. (Weiterer Bericht über die Ratssitzung folgt!)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht