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Personalie

Neues Gesicht im Schwandorfer Rathaus

Die gebürtige Schwandorferin Susanne Lehnfeld (40) übernimmt ab 1. September die Leitung des Kulturamts.
Von Hubert Heinzl

Susanne Lehnfeld übernimmt zum 1.September die Leitung des Kulturamts der Stadt Schwandorf.

Schwandorf. Die neue Kulturamtsleiterin ist in Schwandorf keine Unbekannte: Früher spielte Susanne Lehnfeld (40) hier selber Theater, in Shakespeares Sommernachtstraum etwa, im Fronberger Schlosshof. Nun hat sie von Amts wegen dafür zu sorgen, dass das kulturelle Leben in der Großen Kreisstadt weiter blüht und gedeiht. Zum 1.September tritt die studierte Germanistin und ausgebildete Kulturmanagerin die Nachfolge der erkrankten Johanna Weingärtner an, die in den vergangenen eineinhalb Jahren von Irene Duscher vertreten worden war.

„Mit Bravour gemeistert“

Bei der Vorstellung der neuen Amtsleiterin dankte ihr Oberbürgermeister Helmut Hey ausdrücklich für ihr großes Engagement in dieser Übergangszeit. „Frau Duscher hat das mit Bravour gemeistert“, so der OB. Susanne Lehnfeld, für die sich der Stadtrat einstimmig unter 66 Bewerbern entschieden hatte, bezeichnete Hey „in mehrfacher Hinsicht als richtige Wahl“. Als Pluspunkt wertete er nicht zuletzt, dass die neue Kulturamtsleiterin als gebürtige Schwandorferin mit den Gegebenheiten gut vertraut sei.

Dank der guten Vorarbeit muss Susanne Lehnfeld bei ihrem Amtsantritt nicht gleich ins kalte Wasser springen. Das Kulturprogramm 2012 ist nach den Worten Heys „längst am Laufen“, und es vermittelt in seiner Vielfalt einen bunten Querschnitt der künftigen Aufgaben. Der Oberbürgermeister erwähnte die städtischen Einrichtungen von Jugendtreff bis Oberpfälzer Künstlerhaus – und natürlich die Konrad-Max-Kunz-Tage rund um den 200.Geburtstag des Türmersohns. Und im nächsten Jahr feiert das Stadtmuseum seinen 100.Geburtstag. Dem Jubiläum einen würdigen Rahmen zu verleihen, wird dann schon Lehnfelds Job sein.

Die neue Kulturamtsleiterin hielt sich gestern noch zurück mit Vorschlägen, Ideen oder gar hochfliegenden Visionen. „Ich will erst einmal ankommen und das Gespräch mit den Kulturschaffenden suchen, den Bedarf und die Bedürfnisse kennenlernen“, sagte sie. Erst dann könne man sehen, „wo Akzente zu setzen, wo Impulse zu geben sind“.

Überregionale Ausstrahlung

Positiv beurteilte sie die große Vielfalt unterschiedlicher Kulturveranstaltungen in Schwandorf – und das Engagement der Schwandorfer selbst. „Dieses kreative Potenzial aus der Bürgerschaft heraus gefällt mit“, sparte Lehnfeld nicht mit Komplimenten. Als Alleinstellungsmerkmale, wie es im Jargon der Marketing-Experten heißt, bewertete sie neben den Felsenkellern vor allem die Konrad-Max-Kunz-Tage. Lehnfeld: „Sie besitzen überregionale Ausstrahlung und sind ein großer Anziehungspunkt. Das ist eine Attraktion, die man sicher noch ausbauen muss.“

Künstlerische Vorlieben hat die neue Kulturamtschefin übrigens ausdrücklich nicht. Bei allem Engagement für Theaterprojekte – ihre Themen sind breiter aufgestellt. Zuletzt arbeitete Lehnfeld als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen im oberbayerischen Weilheim, wo sie sich auch als Organisatorin zu bewähren hatte.

Wenn es so etwas wie ein Credo der neuen Amtsleiterin gibt, dann ist es dies – sie will keine abgehobene Kultur für Wenige vermitteln, sondern die Leute mitnehmen. „Besonders möchte ich darauf hinwirken, dass sich möglichst viele Schwandorfer der kulturellen Gemeinsamkeit in ihrer Stadt verbunden fühlen und dafür ein besonderes Engagement entwickeln“, sagt sie über ihr Selbstverständnis.

Eine ihrer ersten Amtshandlungen wird da vielleicht gar kein schlechter Einstieg sein. Am 29.September wird die neue Volkshochschule im Alten Pfleghof feierlich eröffnet, es folgt ein Tag der Offenen Tür. Bildung für alle – auch das hat ja viel mit Kultur und bürgerlichem Selbstbewusstsein zu tun.

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