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Neues Leben in der Teublitzer Höllohe

Der Frühling ist da und im Tierpark gibt es viel Nachwuchs: Von kleinen Ziegen, Schafen und Mufflons bis zu Wildschweinen.
Von Werner Artmann

Am meisten Nachwuchs gab es bei den afrikanischen Zwergziegen, die von Höllohe-Geschäftsführer Stefan Jahreiß gefüttert werden. Fotos: Werner Artmann
Am meisten Nachwuchs gab es bei den afrikanischen Zwergziegen, die von Höllohe-Geschäftsführer Stefan Jahreiß gefüttert werden. Fotos: Werner Artmann

Teublitz.Trotz der Corona-Krise ist in den vergangenen Wochen im Wild- und Freizeitpark Höllohe neues Leben eingekehrt. Wenn auch derzeit rund um den Höllohe-Weiher gespenstische Ruhe herrscht und man nur das Meckern der Ziegen, das Hämmern des Buntspechts und das Zwitschern der Vögel hört, so hat sich inzwischen bei den Wildschweinen, den Mufflons, den Kamerunschafen und bei den afrikanischen Zwergziegen Nachwuchs eingestellt.

Die Mittelbayerische hatte Gelegenheit, mit dem Verantwortlichen des Wild- und Freizeitparks Höllohe, Stefan Jahreiß, in dem menschenleeren Areal einen Rundgang zu machen. Vorbei am Rotwildgehege mit vier Hirschkühen und dem Rothirsch „Hansi“, in dem man im Mai Nachwuchs erwartet, kommt man zum Mufflon-Gehege mit vier ausgewachsenen männlichen und sieben weiblichen Tieren sowie vier Jungtieren. Im weitläufigen Dammwild-Areal an der Nordseite des Tierparks befinden sich 15 Hirschkühe und ein stattlicher Hirsch. Dort erwartet man Mitte Mai Nachwuchs.

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Fleißige Zwergziegen

Ein beliebter Anziehungspunkt für die Kinder ist das Ziegengehege mit den akfrikanischen Zwergziegen und einer Gruppe mit zwölf verschiedenen Rassen. Schon anfangs Februar haben dort acht Kitze das „Licht der Welt“ erblickt. Von ganz schwarz, schneeweiß bis braun-schwarz-weiß gefleckt sind alle Variationen dabei, wie man es sich wünschen kann. Von den Kitzen wird die Umgebung schon fleißig erkundet und selbst die Kletterfelsen im Gehege sind nicht zu hoch für die neuen Bewohner der Höllohe. In Planung ist hier ein Ziegenprojekt mit dem Ziel, die Darstellung von seltenen und besonderen Ziegenrassen. Dieses Projekt wird voraussichtlich noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden, sofern die Höllohe geöffnet wird.

Der Nachwuchs im Tierpark Höllohe

  • Wildschweine:

    Sie werden auch Schwarzkittel genannt. Sie können 21 Jahre alt, in freier Wildbahn maximal zehn Jahre und bis zu 200 Kilogramm schwer werden. Die Männchen werden Keiler und die Weibchen Bachen genannt. Wildschweine haben einen keilförmigen Kopf.

  • Mufflon:

    Sie haben einen kräftigen Körper, hohe Läufe und kurze Lauscher. Die natürliche Lebensdauer beträgt 10 bis 13 Jahre. Die männlichen Tiere werden Widder genannt und wiegen im Durchschnitt 45 bis 55 kg. Der Kopfschmuck des Widders wird Schnecken genannt.

  • Kamerunschafe:

    Sie stammen aus Westafrika. Die äanspruchslose Schafrasse hat sich weltweit eingebürgert und ist sehr beliebt in Streichelzoos. Kamerunschafe verlieren ihr Winterfell und müssen nicht geschoren werden. Die Männchen haben sichelförmige Hörner.

  • Afrikanische Zwergziegen:

    Sie haben kurze Beine, einen gedrungenen Körper und dicken Bauch. Wildlebende Zwergziegen gibt es nicht. Sie ernähren sich rein vegetarisch und sind besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten. Die Weibchen sind das ganze Jahr über empfängnisbereit.

Der Rundgang durch die Höllohe führte uns dann weiter zum Schnee-Eulen-Gegege am Westufer des Höllohe-Weiher, wo Bernhard und Bianca zusammen das neue Gehege bewohnen. Nachwuchs wird in diesem Jahr, so Stefan Jahreiß, noch nicht erwartet, weil Bianca noch zu jung und damit noch nicht geschlechtsreif ist. Daneben befinden sich die drei Gehege mit drei Goldfasanen (ein Hahn und zwei Hennen), fünf Silberfasanen (ein Hahn und vier Hennen) und sechs Pfauen (zwei Hähne und vier Hennen), die alle erst bei wärmeren Temperaturen zu brüten beginnen. Auch im Wildschweingehege mit einer Bache und einem Keiler hat sich zwischenzeitlich „nur“ ein dreifacher Nachwuchs eingestellt.

Vögel in und um Höllohe brüten

Wie Höllohe-Verantwortlicher Stefan Jahreiß weiter berichtete, gab es auch bei den Kamerunschafen schon den ersten Nachwuchs. Hier sind vier kleine Lämmer in den vergangenen Wochen auf die Welt gekommen. In diesem Gehege befinden sich 15 Schafe und zwei Böcke. Auch im Ziervögel-Gehege erwartet man bei wärmerer Witterung entsprechenden Nachwuchs.

Zu besuchen gibt es noch das Kaninchen- und Meerschweinchengehege mit 16 Tieren und das Esel- und Ponygehege. Im und rund um den Höllohe-Weiher findet man freifliegende Wasservögel wie Enten, Kanada- und Wildgänse sowie Schwäne, die sich alle im Brutgeschäft befinden bzw. es schon abgeschlossen haben.

Vorerst bis 3. Mai gesperrt

Zur derzeitigen Sperrung der Höllohe wegen der Corona-Krise meinte Höllohe-Leiter Stefan Jahreiß, dass diese Gelegenheit genutzt wurde, größere Bauarbeiten vorzunehmen. So wurde ein Abwasserkanal mit Pumpwerk vom Eselgehege bis zur Gemeindeverbindungsstraße verlegt und dort an die städtische Abwasserleitung angeschlossen. Auch wurden vom Zentralplatz aus bis zum Waldkinderspielplatz Wegesanierungen durch eine Fachfirma vorgenommen, dessen Kosten der Förderverein Höllohe übernahm. Die drei Höllohe-Mitarbeiter erstellten mehrere Müllbehälter für den Waldkinderspielplatz, dessen Material ebenfalls vom Förderverein bezahlt wurde. Zusammenfassend stellte Höllohe-Leiter Stefan Jahreiß fest, dass das Leben im Tier- und Freizeitpark trotz der Corona-Krise unaufhörlich weiter geht. Allen Tieren geht es sehr gut, denn sie erfahren eine hervorragende Pflege durch die drei Höllohe-Mitarbeiter. Bis zum 3. Mai ist der Tierpark Höllohe vorerst geschlossen.

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