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Sitzung

Neues Wohnen in der früheren Lehranstalt

Nach über sechs Jahren Leerstand soll nun wieder Leben in das ehemalige Schulgebäude in Kemnath bei Fuhrn einkehren.
Von Ralf Gohlke

Am 29. Juli 2013 endete die Ära der Grundschule in Kemnath bei Fuhrn, die seitdem leer steht. Foto: Ralf Gohlke
Am 29. Juli 2013 endete die Ära der Grundschule in Kemnath bei Fuhrn, die seitdem leer steht. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Nachdem für das Schuljahr 2013/2014 nur noch 23 Kinder für die Grundschule in Kemnath bei Fuhrn angemeldet worden waren, beschlossen die Stadträte in Neunburg und Schwarzenfeld einhellig die Aufgabe des Schulstandortes. Der Schulverband Kemnath, der aus beiden Kommunen bestand, schloss sich dem vier Jahre später an. Insgesamt ging damit eine weit über 200-jährige Ära zu Ende, begleitet von Protesten der Eltern, die sich aber letztendlich den Gegebenheiten beugen mussten. Der Großteil der Schüler wechselte 2013 in die Grundschule nach Neunburg, ein kleinerer Teil nach Schwarzenfeld. Das Gebäude selbst wurde inzwischen an das Bauunternehmen Probst aus Wundsheim veräußert, dass es nun wieder mit Leben erfüllen möchte.

In seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Bauausschuss des Stadtrates mit dem Bauantrag von Stefanie und Michael Probst zu beschäftigen, die genau gegenüber des Schulhauses, mitten im Ortskern, schon ein Baugebiet mit elf Parzellen eigenverantwortlich erschlossen und vermarktet haben.

Bürgermeister Martin Birner erläuterte das Vorhaben für den Umbau der ehemaligen Schule zu einem Wohngebäude mit zwölf Wohneinheiten. Diese seien in einer Größenordnung von 55 Quadratmetern und 75 Quadratmetern vorgesehen, aufgeteilt auf zwei, beziehungsweise drei Zimmer. Imm Keller seien zudem Lagerräume für jede Wohneinheit geplant. Durch einen Teilabbruch im Erdgeschoss soll Raum für einen Laubengang geschaffen werden, der zu den Wohnungen führt. Gleichzeitig sei geplant, die Fensterbrüstungen auf der Südseite für Terrassenzugänge auszubrechen. Auch die Wohnungen im Obergeschoss sollen über einen Laubengang erschlossen werden. Dort treten Balkone an die Stelle der Terrassen. Nachdem die Bauverwaltung keine Bedenken gegen die Pläne erhob, stimmten auch die Ausschussmitglieder einhellig für die Umnutzung.

Dass in Neunburg fleißig gebaut wird, belegten weitere fünf Bauanträge, gegen die ebenfalls keine Einwendungen erhoben wurden. Das betraf die Anträge von I. Göllner und P. Böckl für ein Wohnhaus in Mitteraschau, Heidi Richthammer und Stephen Demuth für ein Einfamilienhaus in Kröblitz, Daniel Nirschl für eine Maschinen- und Gerätehalle in Kleinwinklarn und Armin Kellermann zur Erweiterung einer Maschinenhalle in Kemnath bei Fuhrn.

Mit einer Voranfrage wollte Michael Beer sein Vorhaben für einen Wohnhausneubau bei gleichzeitigem Teilabriss einer Scheune in Penting absichern lassen. Acht weitere Vorhaben konnten bereits über den Verwaltungsweg weitergeleitet werden. Abschließend informierte der Bürgermeister über die Vergabe von fünf verschiedenen Gewerken an die wirtschaftlichsten Bieter im Rahmen der Grundschulsanierung.

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