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Neunburger Behelfssteg kommt im Juli

Bald beginnen die Bauarbeiten am Eisernen Steg. Noch ist aber nicht klar, ob die Brücke tatsächlich eine Zukunft hat.
Von Roland Thäder

Zufahrt und Zugang zum Eisernen Steg in Neunburg sind seit dem Unfall in weitem Umkreis abgesperrt. Foto: Thäder
Zufahrt und Zugang zum Eisernen Steg in Neunburg sind seit dem Unfall in weitem Umkreis abgesperrt. Foto: Thäder

Neunburg.Seit am 14. April ein Gespann, das mit einem Bagger beladen war, den Eisernen Steg gerammt hatte, geht an dieser zentralen Stelle in Neunburg nichts mehr: Sowohl der einsturzgefährdete Übergang von der Ledererstraße in die Neunburger Altstadt als auch die Unterführung sind gesperrt. Jetzt soll der Verkehr aber bald wieder fließen.

Vertreter der Firma Mühlbauer aus Furth im Wald machten sich am vergangenen Mittwochabend ein Bild vom Schaden. Die Metallbaufirma erhielt den Zuschlag für den Bau des Behelfsstegs. Die Firma ist laut Bürgermeister Martin Birner sehr erfahren im Bau von Metall-Fußgänger-Brücken. Die beiden Fundamente dafür soll die Neunburger Baufirma Wilhelm errichten. Die Fundamente werden am Steg-Ende in der Altstadt und auf dem Parkplatz des Dänischen Bettenlagers verankert. Zuvor muss noch eine Bodenuntersuchung klären, wie stark die Fundamente sein müssen. Außerdem muss die Statik der Behelfsbrücke nachgewiesen werden.

Behelfssteg wird 36 Meter lang

Der Behelfssteg soll im Juli auf einer Länge von 36 Metern eingehoben werden, sagten Bürgermeister Birner und Geschäftsleiter Georg Keil der Mittelbayerischen. Im Vorfeld hatte die Stadt als Geschädigte den TÜV Süd beauftragt, ein Schadensgutachten zu erstellen. Auch die betroffene Versicherung zog einen eigenen Gutachter hinzu. Gemeinsam wurde entschieden, die Beseitigung der Schadensstelle und den Bau des Behelfsstegs zusammen auszuschreiben.

Unfall

So geht es mit dem Eisernen Steg weiter

Der Schaden an der Neunburger Brücke ist enorm. Die Sperrung soll so schnell wie möglich aufgehoben werden.

Die Ausschreibung bereitete das Ingenieur-Büro Weiss aus Neunburg vor. „Wir sind froh, dass wir gleich ein Planungsbüro zur Hand hatten“, lobte Birner die Arbeit. „Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt“, damit der Verkehr, der derzeit über die Rahm, die Hauptstraße und die Ledererstraße umgeleitet wird, schnellstmöglich wieder auf die Haupttrasse, die Konrad-Adenauer-Straße, zurückgeführt werden kann, sagte Birner.

Außerdem soll die sichere Fußwegverbindung von der Altstadt zur Grundschule, dem ehemaligen Krankenhaus und dem Finanzamt zügig wiederhergestellt werden. Zu diesem Zweck hätten alle Stadträte in einer Eilentscheidung ihr Einverständnis erklärt, dass das Stadtoberhaupt diesen Auftrag vergeben darf. Normalerweise wäre dafür ein Stadtratsbeschluss notwendig. Die Höhe des Schadens selbst ist noch nicht endgültig ermittelt. „Der Schaden liegt aber mit Sicherheit jenseits der 150000 Euro, die nach dem Unfall im Raum standen“, versichert Geschäftsleiter Keil.

Ein Neubau wäre sehr teuer

Der Zeitplan sieht vor, dass Anfang Juni mit der Beseitigung der Schadensstelle begonnen wird. Mitte Juni soll der Verkehr wieder fließen können. Ende Juni soll die Fußgänger-Passage wieder intakt sein. Ob der Steg saniert oder am Ende ein neuer Steg gebaut wird, lasse sich laut Birner zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Dazu müsse erst die genaue Schadenshöhe ermittelt werden. Die Kosten eines Neubaus schätzt der Bürgermeister auf mindestens eine Million Euro.

Das Bauwerk

  • Alter:

    Der Eiserne Steg in Neunburg stammt aus den 1960er-Jahren. Er wurde im Laufe der Jahrzehnte immer wieder instand gesetzt.

  • Verbindung:

    Der Eiserne Steg verbindet die Altstadt mit der Grundschule, der VG und dem Finanzamt. Er stellt eine sichere Fußwegverbindung dar. Außerdem führt das Glasfaser-Kabel zur Versorgung der Altstadt über den Steg.

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