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Lokalpolitik

Neunburger SPD will Mehrheit brechen

Die dritte Partei im Stadtrat hat ihre Listenkandidaten gewählt. Ein Herausforderer für den Bürgermeister war nicht darunter.
Von Ralf Gohlke

Am Samstag nominierte der SPD-Ortsverein seine Kandidaten, die am 15. März auf der Liste für die Wahl zum Stadtrat erscheinen werden.  Foto: Ralf Gohlke
Am Samstag nominierte der SPD-Ortsverein seine Kandidaten, die am 15. März auf der Liste für die Wahl zum Stadtrat erscheinen werden. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Jetzt hat auch die dritte politische Kraft im Neunburger Stadtrat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März nominiert und gewählt. Am Samstag hieß Stadtrat und Ortsvereinsvorsitzender Herbert Wartha in der Pizzeria „La Villa“ unter anderem den SPD-Bezirksvorsitzenden Franz Schindler willkommen, stellvertretend für den SPD-Landratskandidaten Peter Wein, der sich noch beim Bundesparteitag in Berlin aufhielt.

Wartha vermittelte zugleich die Zielsetzung für die kommende Zusammensetzung des Stadtrats: „Vier von uns wären gut, fünf noch besser“, meinte er, um die absolute Mehrheit der CSU zu brechen. Einen besonderen Dank richtete er an Stadtrat Erich Schmid, der die möglichen Kandidaten angesprochen hatte.

Einstimmiges Votum

Das Amt des Wahlleiters übernahm Hans Reiml, der zunächst über eine Grundsatzentscheidung abstimmen lassen musste. Sie bezog sich auf jene Kandidaten des Wahlvorschlages, die nicht Mitglied der SPD sind. Einstimmig wurde die Vorgehensweise der Vorstandschaft in diesem Punkt gebilligt. Reiml listete im Weiteren die Namen und Berufe der Kandidaten auf, in der Reihenfolge, wie sie auch in dem Vorschlag für die Platzierung auf der Liste vorgesehen war. Vier Kandidaten musste er entschuldigen, die aus beruflichen Gründen an der Teilnahme verhindert waren.

Die SPD-Liste

  • Kandidaten/nach Platzierung:

    Erich Schmid, Tanja Kraus, Herbert Wartha, Rudolf Keil, Johannes Stockerl, Martin Fischer, Thorsten Götz, Christian Monecke, Anna Roßkopf, Günter Tetsch, Christina Böhm, Michael Lenz, Sabine Lindner, Jürgen Krallinger. Josef Deml, Albert Köppl, Thorsten Steinberg, Sabine Gollwitzer, Dieter Mühlbauer, Heinz Schultes

  • Nachrücker:

    Hermann Weber

Die Auszählung erfolgte schnell und reibungslos, da die 20 Wahlberechtigten keine Änderungen im Wahlvorschlag vorgenommen hatten. Das Abstimmungsergebnis war einstimmig, wie auch die sonstigen Wahlgänge für den Beschluss über die Vorgehensweise und die Person des Nachrückers.

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Im Anschluss erfolgte eine nicht alltägliche Ehrung. Der frühere Stadtrat Karl Dietl wurde für 55 Jahre Mitgliedschaft in der SPD ausgezeichnet. Dietl erinnerte in einem Vortrag daran, dass sich für die SPD an der Situation im Stadtrat, seit seiner Amtszeit, nicht viel geändert habe.

Auch damals seien die Abstimmungen in der Regel mit 17:4 ausgegangen. Aus dem Grund fänden sich in der Neunburger Geschichte auch nur wenige Hinweise auf ein positives Wirken der Partei. Schon aus dem Grund würde er eine Neugründung der JUSO oder der ArGe Sozialdemokratischer Frauen begrüßen. Immerhin sah er in der Liste ein Zeichen, dass es wieder aufwärts ginge. Grundsätzlich sprach er Bürgermeister Martin Birner eine gute Amtsführung zum Wohle der Stadt zu, kritisierte allerdings die geplante Bebauung des Roßkopf-Areals.

Lob für gute Arbeit

Franz Schindler bescheinigte dem Ortsverein, stets gute Arbeit geleistet zu haben. Er bedauerte den Verlust an politischer Kultur. Die Menschen regten sich heute in den sozialen Netzwerke über einen übervollen Abfallkorb auf. Am Ende stünde dann als Lösung: „Merkel muss weg!“

Bei den Kandidaten bedankte er sich für ihre Bereitschaft und gab ihnen mit auf den Weg: „Gewählt wird heute, wem Kompetenz für Lösungen zugetraut wird.“ So lautete sein Fazit darüber, dass alle Volksparteien mit Stimmerverlusten zu kämpfen hätten und sich den neuen Bedingungen anpassen müssten.

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