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Ehrenamt

Neunburger Wehr wirbt um Nachwuchs

Die Freiwillige Feuerwehr Neunburg gibt bei der Ferienaktion am Freitag den Startschuss für eine Kinderfeuerwehr.
Von Roland Thäder

Die künftigen Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr in Neunburg stellen Logo und Banner vor: Eveline Stangl (von rechts), Elisabeth Birner, Theresa Schmid, Nina Leitl und Renate Troidl. Nicht zum Fototermin kommen konnten die Betreuer Manuela Hellmuth, Nicole Eckl und Ingo Simandi. Foto: Georg Schmid
Die künftigen Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr in Neunburg stellen Logo und Banner vor: Eveline Stangl (von rechts), Elisabeth Birner, Theresa Schmid, Nina Leitl und Renate Troidl. Nicht zum Fototermin kommen konnten die Betreuer Manuela Hellmuth, Nicole Eckl und Ingo Simandi. Foto: Georg Schmid

Neunburg.„Wasser marsch!“ heißt es am Freitag, 27. Juli, ab 16 Uhr wieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Neunburg in der Rötzer Straße 10. Dann steigt die jährliche Ferienaktion „Feuerwehr Live“ der FFW mit viel Spaß für die ganze Familie. Und doch ist in diesem Jahr einiges anders als sonst. Denn an diesem Tag fällt auch der Startschuss für die Gründung einer Kinderfeuerwehr in Neunburg.

Alle, die Interesse an der Arbeit der Feuerwehr haben, sollen dazu kommen. „Wir gründen eine Kinderfeuerwehr“, sagt Feuerwehrvereinsvorsitzender Georg Schmid im Gespräch mit dem Reporter der Mittelbayerischen. Ihr Kommen für dieses Event zugesagt haben bereits Denise Ackermann, die beim Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Schwandorf zuständig für Kinderfeuerwehren ist, und natürlich der Repräsentant des Trägers, der Neunburger Bürgermeister Martin Birner.

Die Kinder sind versichert

Am morgigen Donnerstag beschäftigt sich noch der Stadtrat mit dem Antrag auf Gründung der Kinderwehr. Dies dürfte aber vor allem formalen Charakter haben und versicherungsrechtliche Fragen betreffen. Die Kinder, die Mitglied werden, werden nämlich, wie ihre großen Vorbilder, die aktiven Feuerwehrleute, über die Kommunale Unfallversicherung abgesichert.

Georg Schmid sieht die Notwendigkeit, eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Foto: ro
Georg Schmid sieht die Notwendigkeit, eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Foto: ro

Georg Schmid stellte der MZ die Überlegungen vor, die zu dieser Entscheidung geführt haben. „Jahr für Jahr nenne ich in der Jahresversammlung auch die Aktivenzahlen und sehe, dass der Altersdurchschnitt langsam nach oben wandert. Da wird es Zeit, dem etwas entgegenzusetzen“, sagt der 63-Jährige. Er weiß, wovon er spricht, denn er führt den Feuerwehrverein bereits seit 25 Jahren. Immerhin 20 Jugendliche zählt die Neunburger Wehr. Jüngst sind drei zu den Aktiven gewechselt, was Schmid besonders freut. Denn dies zeige, dass es gelingen kann, junge Menschen an die Feuerwehr zu binden und für deren Arbeit zu begeistern. Hatten die Neunburger einst auf Landesebene den Antrag gestellt, das Eintrittsalter von 14 auf zwölf Jahre zu senken, so sei die Zeit nun weitergegangen. Ab sechs Jahren können Kinder nun schon Kinderfeuerwehren beitreten und diese erleben im Landkreis gerade einen Boom.

Viel Spaß hatte die Jugend bei „Feuerwehr Live“ in Neunburg auch schon im vergangenen Jahr.Foto: Georg Schmid/Feuerwehr Neunburg
Viel Spaß hatte die Jugend bei „Feuerwehr Live“ in Neunburg auch schon im vergangenen Jahr.Foto: Georg Schmid/Feuerwehr Neunburg

Da auch das Dienstalter der Aktiven vor einiger Zeit von 63 auf 65 erhöht worden ist, könnte der Neunburger Vorsitzende, der auch einer der 60 Aktiven ist, die den Stamm unter den 280 Mitgliedern bilden, einer der ersten sein, die für 50 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet werden. Und diese Auszeichnung wäre wohl verdient. Denn wer sich, wie Schmid, seit 1969 für seine Mitmenschen engagiert, tut dies zweifellos mit Herzblut. Man merkt ihm im Gespräch über die neue Gruppierung an: Es ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Feuerwehr Live

  • Der Termin:

    Die FFW Neunburg veranstaltet am Freitag, 27. Juli, von 16 Uhr bis 18 Uhr am Feuerwehrhaus die Ferienaktion Feuerwehr Live. Bei heißen Temperaturen Wechselkleidung und Handtuch mitbringen.

  • Das Programm:

    Die Kinder und Jugendlichen erwartet wieder Action - Spiel - Spaß - Technik in der Neunburger Feuerwehr. Vom Besichtigen der Fahrzeuge bis zur aktiven Teilnahme ist alles dabei.

Die Kinderfeuerwehr soll quasi das Pendant zur 15-köpfigen Seniorengruppe werden. Vor der formalen Gründung, die am 15. September erfolgt, mussten aber auch geeignete Betreuerinnen gefunden werden, die das umsetzen und mit Leben erfüllen, was der Landesfeuerwehrverband in einem Leitfaden für die Arbeit mit Kindern vorgesehen hat. Mit der gelernten Erzieherin Eveline Stangl (Gerhardinger Haus) und der jahrelangen Schriftführerin der Wehr und Lehrerin Manuela Hellmuth hat Schmid pädagogisches Fachpersonal gefunden. Unterstützt werden sie von Elisabeth Birner, Theresa Schmid, Nina Leitl Renate Troidl, Nicole Eckl und Ingo Simandi.

Immer etwas anderes probieren

„Wir versuchen jedes Jahr, etwas anders zu machen“, so Schmid über die Ferienaktion am Freitag. In diesem Jahr soll ein Löschangriff auf kindliche Art aufgebaut werden. Das beginnt mit der Alarmierung, dem An- und Umziehen und dem Einstieg in die Fahrzeuge. Die Feuerwehrleute zeigen den Kindern dann die Geräte und nach einer kurzen Runde im FFW-Fahrzeug dürfen die Kinder dann mit den dünnen „D-Schläuchen Feuerwehr spielen“, informiert der Vorsitzende.

Aktive zeigen den Kinder die Gerätschaften. Foto: Schmid
Aktive zeigen den Kinder die Gerätschaften. Foto: Schmid

Und natürlich gibt es auch etwas Süßes. Denise Ackermann und Bürgermeister Birner werden zur Eröffnung eine Feuerwehrtorte anschneiden, die die Ehrenfestmutter der FFW Neunburg, Anna Irl, kreiert und die das Feuerwehrlogo zieren wird. Jenseits des Aktionstags soll es noch am 15. September und am 20. Oktober zwei Schnuppertage geben, an denen interessierte Kinder und Eltern einmal Feuerwehrluft schnuppern können. An den Info-Veranstaltungen werde auch über Datenschutz aufgeklärt. Für die Kinder wird dabei ein Parcours aufgebaut, bei dem Wasser und Schläuche natürlich nicht fehlen werden. Außerdem erfahren sie, was ein Brand- und Rauchmelder ist oder wie man eine Meldung absetzt, sagt Schmid.

Wie sich die Kinderfeuerwehr einmal nennen wird, sollen die Mitglieder selbst erarbeiten. Schmid schwebt vor, dass die Kinderwehr in zwei Gruppen – nach Alter gestaffelt – eingeteilt wird. Etwa die Jüngeren zwischen sechs und neun Jahren und die Älteren von neun bis zwölf. Und so hofft der FFW-Vorsitzende, auch die Eltern für die Feuerwehr zu begeistern.

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