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Nittenau muss in die Straßen investieren

Empfehlung für die Räte: Zur nachhaltigen Verbesserung der Fahrbahnen soll die Stadt pro Jahr eine Million Euro einplanen.
Von Cornelia Lorenz

Der Zustand der Nittenauer Ortsstraßen ist an vielen Stellen verbesserungswürdig. Archivfoto: Lorenz
Der Zustand der Nittenauer Ortsstraßen ist an vielen Stellen verbesserungswürdig. Archivfoto: Lorenz

Nittenau.Die Stadt Nittenau muss eine Menge Geld investieren, um den Zustand ihrer Straßen zu erhalten: Wie die Stadträte bei ihrer Sitzung am Dienstagabend erfuhren, wären pro Jahr Ausgaben in Höhe von rund einer Million Euro nötig, um signifikante Verbesserungen zu erzielen.

„Wir sind von den Zahlen erschlagen“, kommentierte Bürgermeister Karl Bley (SPD) die Ausführungen von Kim Gebauer von der Firma „Eagle Eye Technologies“ aus Berlin. Das Unternehmen hatte im Juni 2018 vom Stadtrat den Auftrag erhalten, das Nittenauer Straßennetz unter die Lupe zu nehmen und ein Konzept zur Erhaltung zu erarbeiten.

Messfahrzeuge produzierten 350.000 Bilder

Im Stadtrat erläuterte Gebauer jetzt, wie sein Unternehmen 2018 die Nittenauer Straßen mit zwei Messfahrzeugen befahren und alle Flächen auf ihr Material und ihren Zustand hin begutachtet hatte. Auf dem rund 160 Kilometer langen Straßennetz hätten die Fahrzeuge rund 350.000 Bilder produziert und die Straßenabschnitte in acht verschiedene Zustandsklassen eingruppiert. Insgesamt befänden sich die Nittenauer Straßen derzeit im Durchschnitt in Klasse vier und damit in einem „mittleren Zustand“, erläuterte der Experte.

„Wir sind von den Zahlen erschlagen.“

Bürgermeister Karl Bley

Dem Straßennetz der Stadt attestierte er einen Investitionsrückstau in Höhe von rund 14,2 Millionen Euro. Wenn die Stadt bis 2028 jährlich 500.000 Euro aufwende, könne man keine signifikante Verbesserung erzielen. Rund eine Million Euro pro Jahr seien dagegen nötig, um den Gesamtzustand langfristig positiv zu beeinflussen.

Stadtrat will Daten als Grundlage nehmen

Aktuell stellt die Stadt pro Jahr im Haushalt prophylaktisch 180.000 Euro zur Verfügung, um Schäden im Straßennetz auszubessern. Die Vorschläge der Firma „Eagle Eye“ seien eine gute Arbeitsgrundlage für die Zukunft, sagte Bley. Der Stadtrat beschloss, die Ergebnisse als Grundlage für den Aufbau eines nachhaltigen Erhaltungsmanagements für das örtliche Straßennetz zu verwenden.

So schnell wie möglich wird die Stadt heuer die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße nach Loisnitz in Angriff nehmen. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich rund 530.000 Euro betragen. Die Stadt rechnet hier mit einem Fördersatz von gut 45 Prozent. Bis Anfang Mai muss die Ausschreibung durchgeführt werden, damit die eingeplanten Fördermittel auch tatsächlich fließen können.

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