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Kommune

Nittenauer Bürger haben das Wort

Bürgermeister und Verwaltung haben Hausaufgaben auf ihren Weg mitbekommen. Dringlich ist die Umgehung für Kaspeltshub.
von Ulrike Wolf

Viel Interesse zeigten die Bürger bei beiden Veranstaltungen – auch diesmal in Neuhaus.  Foto: Ulrike Wolf
Viel Interesse zeigten die Bürger bei beiden Veranstaltungen – auch diesmal in Neuhaus. Foto: Ulrike Wolf

Nittenau.In dieser Woche waren die letzten beiden Bürgerversammlungen für die Bereiche Neuhaus/Bleich/Kaspeltshub und Fischbach. Nach der Zusammenfassung des vergangenen Jahres und einigen Zahlen rund um den Haushalt und die Bevölkerungsentwicklung begann bei beiden Veranstaltungen die Fragerunde. Bürgermeister Karl Bley und der Stadtverwaltung wurden einige Hausaufgaben mitgegeben.

Am Mittwochabend waren in Neuhaus 70 Interessierte im Gasthaus Fuchs. Die Moderation des örtlichen Teiles der Bürgerversammlung übernahm Stadtrat Willi Sturm

Gleich das erste größere Thema war die schon lange gewünschte Umgehung für Kaspeltshub. Jetzt nach der Fertigstellung der Nord-Ost-Umgehung sei das Thema wieder stärker im Fokus. „Es hat Dringlichkeitsstufe eins, das kann bis zu zehn Jahre dauern“, so Bley aus seinen Erfahrungen. „Da muss man immer wieder nachfragen und sich an Abgeordnete wenden“.

Wann kommt schnelles Internet?

Stadtrat Willi Sturm moderierte die Veranstaltung.  Foto: Ulrike Wolf
Stadtrat Willi Sturm moderierte die Veranstaltung. Foto: Ulrike Wolf

Den Vorschlag, eine Bank vor der Kapelle in Öd aufzustellen und Obstbäume an die Straße zu pflanzen, machte Sabine Schindler. Gerade mit der Kapelle hatte sich die Dorfgemeinschaft viel Arbeit gemacht. „Das Bankerl kommt, aber wir wissen noch nicht, wo genau“, so Bley. Die Obstbäume finde er grundsätzlich gut, gab aber zu bedenken, dass Landwirte meist nicht so begeistert seien. Das Obst käme allen Bürgern zu Gute. „Der Lagerfeuerplatz wird immer mehr zum Schrottabladeplatz, kann da der Bauhof nicht was abtransportieren?“, fragte Matthias Fuchs. Es müssten die genauen Besitzverhältnisse geklärt werden, so Bley. Außerdem sei die Gegend ein Naturschutzgebiet. „Wir können schon ein Hinweisschild aufstellen.“ Christian Bösl aus Zell wollte wissen, wann das schnelle Internet kommt: „Die Glasfaserleitung ist doch schon gelegt.“ Zusammen mit 18 anderen Gemeinden hat sich Nittenau am „Höfeprogramm“ beworben. Bis 2022 soll das schnellere Internet realisiert sein. In Brunn im Gasthaus Hummel fand am nächsten Tag die letzte der fünf Bürgerversammlungen statt. Von der Stadtverwaltung begleitete ihn Josef Kaml. Für den Bereich Fischbach kamen 65 Personen aller Altersgruppen. Die Moderation der Ortsthemen übernahm Stadtrat Albert Herzog. Über den Südostlink wollte sich Petra Wirth informieren, weil sie den Eindruck habe, dass die Bevölkerung zu wenig Widerstand leiste. Die Stadt Nittenau habe Einspruch eingelegt wegen Naturschutzgebieten und sei bei Infoveranstaltungen gewesen. Auch der Friedhof beschäftigte die Bürger. Sei es das hohe Gras, die dichten Thujenwurzeln am Priestergrab, die dessen Pflege fast unmöglich mache, oder die lang ersehnte Urnenwand.

Nachfragen und Antworten

  • Neuhaus:

    Franz-Josef Kugler meldete, dass der Zaun um den Feuerlöschteich morsch sei. Die Schneepflocken zwischen Neuhaus und Kaspeltshub wurden im Winter nicht aufgestellt. Dies werde der Bauhof wieder machen, so Karl Bley.

  • Raser:

    Gegen die Raser in Kaspeltshub werde der Geschwindigkeitsmesser aufgestellt. Ein Hinweisschild für Unterflurhydranten muss geändert werden.

  • Zaun:

    An der Nordost-Umgehung fehle noch ein Wildzaun.

  • Geruch:

    Über den Geruch aus den Kanaldeckeln in Brunn wurde sich beschwert. Bürgermeister Bley versprach, diese zu versiegeln und an anderer Stelle den Kanal zu entlüften.

  • Schaukel:

    Die kaputte Schaukel am Spielplatz Brunn-Ost wird 2020 repariert. Das Bushäuschen Fischbach wird erneuert. Da der jetzige Standort vier Leuten gehört, ist nicht sicher, ob es wieder an dieselbe Stelle kommt.

  • Gewerbe:

    Für das Gewerbegebiet am Schwandorfer Weg gäbe es Interessenten, so Bürgermeister Bley.

Bley versprach, bei einem Ortstermin die Sache mit dem Bewuchs zu klären und den Bauhof öfter vorbei zu schicken. Ob und welche Urnenwand aufgestellt werden könne, sei bereits in der Planung beim Bauamt.

Immer wieder ein Thema waren die Förderungen, sei es für die notwendige (energetische) Sanierung der Grundschule oder des Vereinsheims. Die eingereichte Bewerbung für die energetische Sanierung der Grundschule Fischbach sei gescheitert.

Für die anderen Baustellen der Schule (Leitungssystem, Dach) müsse man neue Fördermöglichkeiten ausloten. Der Erlös aus dem Verkauf des Schreinerhauses soll in die Sanierung des Vereinsheims laufen. „Hier muss geklärt werden, was genau gewünscht ist“, meinte Bley.

Mehrere Jubiläen im Jahr 2023

Im Jahr 2023 stehen in Fischbach mehrere Jubiläen an – und bis dahin, so der Wunsch der Fischbacher, soll der Ortskern erstrahlen, sei es die vielen ausbesserungswürdigen Straßen. „Da muss man die Baumaßnahmen abstimmen“, so Bley. Für den Ökonomiehof kämen Gelder aus dem EFRE-Förderprogramm in Frage. „Da müssen wir aber zu Potte kommen, sonst sind sie weg“, meinte Bley in Hinblick auf das noch bestehende Mietverhältnis.

Auch für eine Sanierung des Vereinsheims gehe nicht ohne Förderung. Zum Thema „Förderung“ merkte Julia Zeidler an, dass es auch für das Schreinerhaus bis zu 60 Prozent Förderungen gegeben hätte. Benjamin Boml verteidigte die Entscheidung zum Verkauf. „Wir haben einen Mehrheitsbeschluss zum Verkauf“, so Bley. Aber man merkte, dass er diesen nicht wollte.

Warum es nicht eine „Bürgersprechstunde“ wie in Bodenwöhr gäbe, wollte jemand wissen. „Meine Tür ist immer offen, ich bin immer ansprechbar, wenn ich im Rathaus bin.“ Auch im persönlichen Gespräch mit ihm konnte manches direkt geklärt werden. (tkw)

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