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Lokalpolitik

Nittenaus Grüne nominieren ihre Chefin

Claudia Müller-Völkl geht als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen. Familie, Verkehr und Natur sind Schwerpunkte.
von Fabian Kaiser

Grünen-Bürgermeisterkandidatin Claudia Müller-Völkl (Mitte) mit Kreisrätin Elisabeth Bauer (links) und Stadtrat Christoph König (rechts) Foto: Fabian Kaiser
Grünen-Bürgermeisterkandidatin Claudia Müller-Völkl (Mitte) mit Kreisrätin Elisabeth Bauer (links) und Stadtrat Christoph König (rechts) Foto: Fabian Kaiser

Nittenau.Bei der Versammlung des Ortsverbandes Nittenau der Partei Bündnis 90/Die Grünen am Montagabend haben die Anwesenden ihre Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr präsentiert. Zunächst begrüßte Christoph König, Vorsitzender des Ortsverbandes und Mitglied des Stadtrates, die Anwesenden Mitglieder und Grünen-Sympathisanten. In einer schriftlichen und geheimen Wahl wurde schließlich Claudia Müller-Völkl einstimmig und ohne Stimmenthaltungen zur Bürgermeisterkandidatin gewählt.

Christoph König zeigte sich entsprechend zufrieden, „Wir wollen die Stadtpolitik aktiv mitgestalten und sind deshalb froh, eine Kandidatin aus den eigenen Reihen ins Rennen schicken zu können.“ Auch die übrigen Versammlungsteilnehmer machten einen zufriedenen Eindruck.

Wahlkampf

Rätselraten um Bürgermeisterkandidaten

In Nittenau haben sich bisher nur die Grünen und die Freien Wähler offiziell auf ihre Bewerber festgelegt.

Vor der Wahl hatten die Mitglieder die Möglichkeit, Fragen an die aktuelle Ortsverbandsvorsitzende und Kreisratssprecherin zu richten. Auf die Frage, was sich denn in ihrem Leben ändern würde, falls sie im nächsten Jahr das Amt des Bürgermeisters übernehmen würde, antwortete die Mutter von vier Kindern, dass sich die Politik in ihrer Priorität natürlich nach oben schieben würde. „Meine Kinder sind wahnsinnig selbstständig und auch mein Ehemann hat mir volle Unterstützung zugesagt“, ergänzte Müller-Völkl.

Nittenaus Potenzial ausschöpfen

Ihre Motivation, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, sei einerseits eine Herzensangelegenheit, „denn Nittenau ist seit über 15 Jahren meine Wahlheimat und eine sehr angenehme Stadt“, sagte die Kandidatin. Andererseits sei es auch eine Chance: „Nittenau hat in meinen Augen viel Potenzial, das aber nur zum Teil ausgeschöpft wird. Das möchte ich ändern.“

Die Kandidatin

  • Persönliches:

    Claudia Müller-Völkl ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Sie arbeitet als Oberstudienrätin an der Berufsoberschule in Amberg.

  • Politik:

    Sie ist Ortsverbandsvorsitzende der Grünen in Nittenau und Kreisratssprecherin. Claudia Müller-Völkl ist die zweite Bürgermeisterkandidatin der Grünen in Nittenau nach der Kandidatur von Elisabeth Bauer 2014.

Neben einer familienfreundlichen Politik mit einer Verbesserung des Betreuungsangebots in allen Altersklassen, wie der Erweiterung der Kapazitäten in der Kinderbetreuung, fehle außerdem eine Begegnungsstätte in Form eines Generationenhauses mit einem Sozialarbeiter. Daneben sei ihr ein großes Anliegen, die Stadt fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu machen. „Ich will kein einziges Auto aus der Innenstadt verbannen. Aber wer die Möglichkeit und den Wunsch hat, das Fahrrad zu nutzen oder zu Fuß zu gehen, sollte dies auch auf angenehme Weise tun können.“

Wohnungsbau

Senioren bekommen Swimmingpool aus Glas

Die Pläne für den neuen Wohnpark in Nittenau werden konkreter: Ein Schwimmbecken in luftiger Höhe soll das Areal aufwerten.

Beim Thema Hochwasserschutz erscheinen Müller-Völkl vor allem naturfreundliche Maßnahmen wie Retentionsflächen flussaufwärts als geeignete Instrumente. Auch zum Thema ÖPNV und die Anbindung an die umliegenden Kreisstädte brachte die Bürgermeisterkandidatin der Grünen nachhaltige Ideen an, deren Umsetzung sie vorantreiben möchte. Darüber hinaus sei eine Reduzierung der CO2-Bilanz und eine dezentrale Energieversorgung, soweit die Kommune dazu beitragen könne, ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel.

Weg von fossile Brennstoffen

Als weitere Unterstützung der Bürgermeisterkandidatur von Claudia Müller-Völkl war auch der Grünen-Landratskandidat und Kreisrat Rudi Sommer zur Ortsverbandsversammlung gekommen. Bei seiner Ansprache wies der Brucker Marktgemeinderat eindringlich darauf hin, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe auf null reduziert werden müsste, um eine Chance im Kampf gegen den Klimawandel zu haben. Er gab der Bürgermeisterkandidatin anhand einiger Beispiele den Rat, „dass jede Entscheidung, auch auf kommunaler Ebene, bis zum Ende durchdacht werden muss“. Abschließend wurden weitere Themen, etwa der Straßenbau in und um Nittenau, diskutiert.

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