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Unterhaltung

Oberpfälzer lachten über sich selbst

Die Premiere des Muckenbacher Kabarettbrettls kam sehr gut an. Vier Künstler und der Moderator sorgten für Stimmung.
von Fabian Kaiser

Sara Brandhuber war eines der Glanzlichter beim Muckenbacher Kabarettbrettl.  Foto: Fabian Kaiser
Sara Brandhuber war eines der Glanzlichter beim Muckenbacher Kabarettbrettl. Foto: Fabian Kaiser

Nittenau.Das 1. Muckenbacher Kabarettbrettl war eine gelungene Premiere, die nach einer Wiederholung verlangt. Die Moderation von Organisator Alexander Bachmeier ergänzte dabei die starken Auftritte der Künstler. Die freien Plätze im Saal des Landgasthofs Schmidbauer in Muckenbach ließen sich am Samstagabend an einer Hand abzählen, als Moderator und Kabarettist Alexander Bachmeier die Bühne betrat.

Mitten in der Oberpfalz begann der Töginger, der nun seit fast 20 Jahren diverse Shows und Kabarett-Events erfolgreich auf die Beine stellt, mit Witzen über die Oberpfalz. Die kamen jedoch gut an, wie die Lacher im Publikum bewiesen, in dem sich auch ein Oberbayer zu erkennen gab. Bachmeier schaffte es, binnen kurzer Zeit, die richtige Stimmung zu erzeugen.

Kabarettbrettl

  • Hintergrund:

    Seit fast 20 Jahren organisiert Alexander Bachmeier Shows, Unterhaltungs- und Kabarettabende.

  • Spektrum:

    Besonders erfolgreich sind seine „Kabarettbrettl“, bei denen regelmäßig vier Künstler von Kabarett bis Liedermacher an einem Abend auftreten.

Als erster Künstler betrat der Straubinger Liedermacher „Da Ebner“ die Saalmitte. Der Straubinger wird oftmals mit Hans Söllner oder Fredl Fesl verglichen. Mit Vollbart, Gitarre und Wollschirmmütze zeigte er auf selbstironische Art, dass die Vergleiche mit seinen Idolen nicht hinken. Nach einer zehnminütigen aberwitzigen Anekdotentirade präsentierte er in schönstem Niederbayerisch einige seiner Lieder und brachte das Publikum zum mitmachen. Ihm folgte das Pilstinger Liedermacher-Duo „D’Saitnzwicka“. Die beiden in Lederhosen und Bandshirt gekleideten Musiker schafften es, die Stimmung aufrecht zu erhalten, wenngleich ihre überspitzten Witzeleien über „Preiߘ’n“ und das „andere Geschlecht“ an den vorangehenden Auftritt nicht ganz anknüpfen konnten.

Der „Außenseiter“ des Abends, Christoph Maul, hob die Stimmung auf deutlich höheres Niveau. Er war der einzige Künstler ohne Gesang und Gitarre. Der Kabarettist aus Schillingsfürst in Oberfranken zeigte mit trockenem und beim Publikum den Nerv treffenden Humor in herrlichstem Fränkisch eine gelungene Leistung. Er erntete dafür tosenden Applaus.

Den Abschluss des Programms bildete die überregional bekannte und mehrfach ausgezeichnete Liedermacherin Sara Brandhuber. Die sympathische Niederbayerin rundete mit Liedern aus ihrem Programm „I war des fei ned“ den Abend hervorragend ab. Mit ihrem Mix aus Alltagssituationen, das Elternsein, Eheleben und die bayerische Sprache und Klischees war wirklich für jeden etwas dabei. Ein überschwenglicher Applaus zeigte, dass diese Premiere des Muckenbacher Kabarettbrettls sehr gelungen war und vermutlich auch nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein wird.

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