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Bildung

Ohne Angst bis ins hohe Alter

Vorträge in Neunburg bieten Hilfestellungen und Tipps für Senioren und Angehörige. Veranstaltungsort ist das Marienheim.
Von Ralf Gohlke

Viele Senioren sind pflegebedürftig. Wie sie und ihre Angehörigen am besten mit dem Thema umgehen, ist ein Thema bei der Vortragsreihe in Neunburg. Foto: Ina Fassbender/dpa
Viele Senioren sind pflegebedürftig. Wie sie und ihre Angehörigen am besten mit dem Thema umgehen, ist ein Thema bei der Vortragsreihe in Neunburg. Foto: Ina Fassbender/dpa

Neunburg.Immer mehr Menschen werden immer älter. Dass diese erfreuliche Tatsache auch ihre Schattenseiten beinhaltet, müssen häufig Angehörige erkennen, deren Senioren manchmal übergangslos und plötzlich der Pflege bedürfen. Nicht selten sind diese Angehörige von der neuen Situation überfordert und benötigen sach- und fachkundige Hilfen. Diese zu gewährleisten, hat sich die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Schwandorf (PSAG) auf ihre Fahnen geschrieben.

Vertreter der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Schwandorf und des Marienheims warben für die Vortragsreihe. Foto: Ralf Gohlke
Vertreter der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Schwandorf und des Marienheims warben für die Vortragsreihe. Foto: Ralf Gohlke

In dem Zusammenschluss arbeiten stationäre Einrichtungen, Beratungsstellen, Fachärzte und Behörden im Landkreis Hand in Hand, um den Angehörigen Hilfe in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Freizeit/Kontakt, Krisen und Selbsthilfe die nötige Info und Unterstützung anzubieten. Um eine breite Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren, initiiert die Arbeitsgemeinschaft seit 15 Jahren Vortragsreihen, nicht nur mit wechselnden Inhalten, sondern auch einem steten Wechsel der Veranstaltungsorte.

Der Eintritt ist stets frei

Zum zweiten Mal fiel die Wahl heuer auf das Neunburger Marienheim. Rita Sebald, Vorsitzende des Betreuungsvereins Schwandorf und stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises, betonte in einem Gespräch, dass die Vortragsabende jeweils an einem Dienstag ab 19 Uhr, für jedermann offen seien. Es werde auch kein Eintritt erhoben.

Wünschenswert, aber nicht zwingend nötig, wäre eine formlose Anmeldung unter Tel. (09672) 9208100 des Marienheimes, rein aus organisatorischen Gründen. Besonders erwähnte sie, dass Bürgermeister Martin Birner die Schirmherrschaft für die Vortragsreihe übernommen habe.

Die Themen der Vortragsreihe

  • 24. September:

    „Medikamente im Alter“: Dr. Markus Wittmann vom Bezirkskrankenhaus Wöllershof beschäftigt sich unter anderem mit gefährlichen Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka.

  • 1. Oktober:

    „Wenn Ängste das Leben bestimmen“: Georg Pilhofer, Diplomsozialpädagoge, spricht über Ängste und Panikattacken infolge der Störung der Persönlichkeitsentwicklung.

  • 8. Oktober:

    Demenz: „Eines Tages ... und dann?“ Johanna Gückel moderiert eine Podiumsdiskussion mit Marianne Deml, Margot Weber, AOK Pflegeberater Michael Falkenstein und einem noch nicht benannten Vertreter der Ärzteschaft.

  • 15. Oktober:

    „Depressionen im Alter“: Diplom-Sozialpädagoge Burkhard Schattenmann erläutert Beeinträchtigungen der Lebensqualität im Alter, die zu Krankheiten führen.

Start sei am 24. September mit einem Vortrag des Chefarztes am Bezirkskrankenhaus Wöllershof, Dr. Markus Wittmann. Er beschäftige sich mit der Problematik, dass Altwerden oft mit Erkrankungen einhergehe, für die viele Medikamente bereitstünden. Die Gefahr bestehe nicht nur darin, dass unterschiedliche Medikamente gegenseitig ihre Wirkung aufheben, sondern sogar gefährliche Wechselwirkungen entstehen lassen können. Ein besonders Augenmerk lege er auf die Psychopharmaka.

Fachleute am Podium

Ängste und Panikattacken im Alter hätten oft eine lange Vorgeschichte. Am zweiten Vortragsabend widmet sich der Dipl.-Sozialpädagoge Georg Pilhofer den Abwehrmechanismen, die Menschen dafür entwickeln. Eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten und Betroffenen aus der Region beschäftigt sich im Weiteren mit dem Thema Demenz und deren besonderen Herausforderungen. Der Dipl.-Sozialpädagoge Burkhard Schattenmann beschließt die Vortragsreihe am 15. Oktober. Sein Fachgebiet sind die Depressionen im Alter, die auf den Verlust sinnstiftender Aufgaben sowie unbewältigten Lebensereignissen basieren und rechtzeitig erkannt werden müssten.

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