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Investition

Pfarr- und Jugendheim wird gebaut

Die Kirchenverwaltung investiert in Premberg nach langer Planung. Architekt Stefan Katzlinger stellt der MZ die Details vor.
Von Werner Artmann

  • Architekt Stefan Katzlinger (links) und Kirchenpfleger Albert Schlüter stellten der MZ den Plan vor; im Hintergrund des Areal unterhalb der St. Martin-Kirche in Premberg. Foto: Artmann
  • Direkt in den Hang integriert entsteht in Premberg bis spätestens Anfang 2017 ein neues Pfarr- und Jugendzentrum.

Premberg.Seit Jahren bemüht sich die Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Albert Schlüter um den Bau eines neuen Pfarr- und Jugendheimes am bisherigen Platz des alten Pfarrhofes in der St. Martin-Straße. Immer wieder mussten die Planungen verschoben werden – die Meinungen der Kirchenverwaltung und des Bauamts der Diözese waren einfach zu unterschiedlich. Nun sollen Planung und Ausschreibungen bis Ende November vom Architekturbüro Stefan Katzlinger aus Regensburg fertiggestellt werden. Die Planungen liegen seit einem Jahr in deren Hand. Voraussichtlicher Baubeginn ist schon im Frühjahr und die Fertigstellung für Ende 2016 oder spätestens Anfang 2017 angedacht.

Der Mittelbayerischen Zeitung erklärte der Architekt und Planer Stefan Katzlinger das neue Pfarr- und Jugendheim in Premberg exklusiv. Das Gebäude soll unterhalb der St. Martinskirche stehen. Der hintere Teil wird aus Stahlbeton direkt in den Hang integriert und beinhaltet unter anderem das Pfarrbüro, ein Foyer, die Küche und einen Lagerraum. Vom hellen Pfarrbüro aus kann der Parkplatz zudem überblickt werden.

Begehbares Dach mit Panorama

Die Zufahrt zur Küche befindet sich von oben, unmittelbar neben dem Friedhof. Katzlinger wies auf eine weitere angenehme Besonderheit dieses Gebäudeteils hin: Das begrünte Dach ist begehbar und verfügt dank der Hanglage über ein wunderbares Panorama. Der vordere Teil des Pfarr- und Jugendheimes besteht aus einer Holzkonstruktion und bietet als großer, lichtdurchfluteter Gruppenraum beispielsweise dem Frauenbund, der Kolpingfamilie und der Pfarrjugend – kurzum, der ganzen Pfarrgemeinde Münchshofen-Premberg – ausreichend Platz für Veranstaltungen.

Der Übergang zwischen Innen und Außen ist fließend, sagte Katzlinger. Das heißt: Ausgehend vom Gruppenraum gelange man direkt auf einen windgeschützten Vorplatz, der zusätzlich für Feste und andere Veranstaltungen genutzt werden könne. Der Architekt wies auch auf einen anderen wichtigen Vorzug des neuen Gebäudes hin: die Barrierefreiheit. Der Zugang zum Pfarrbüro und zum Gruppenraum erfolgt über eine Rampenanlage. Außerdem entsteht ein direkter Weg zum Friedhof und zur St. Martinskirche. Auch steht künftig ein WC für die Friedhofsbesucher zur Verfügung. An der St. Martin-Straße entstehen sechs Pkw-Parkplätze.

Kirchenpfleger Albert Schlüter freute sich, dass endlich das langgeplante Ziel Pfarr- und Jugendheim in Premberg verwirklicht werde. Er stellte fest, dass sich die jahrelangen Bemühungen gelohnt haben und der Neubau jetzt schnell erfolgen soll. Am 12. Dezember seien es genau vier Jahre, dass der damalige Architekt Spießl dem Kirchengremium die ersten Entwürfe vorlegte. Schlüter habe selbst viel Verständnis für die immer wieder gestellten Fragen von Kirchgängern bewiesen, ob das mit dem Neubau überhaupt noch etwas werden wird.

Große Erleichterung und Aufatmen sieht er auch bei der Familie der Pfarrsekretärin – werden doch ihre privaten Räume seit Jahren als Pfarrbüros genutzt. Mit festen Bürozeiten in einem neuen Pfarrgebäude wäre endlich auch Schluss mit Anrufen oder auch Besuchen außerhalb der Dienstzeiten von Hilde Pirzer. Kirchenpfleger Schlüter denkt dabei auch an die aktive „Mutter-Kind-Gruppe“, welche seit dem Abbruch des alten Pfarrhofs in der alten Schule in Saltendorf Unterschlupf fanden.

Kolping machte viele Vorschläge

Nicht zuletzt freue sich Schlüter aber für die in der Pfarrei unermüdlichen Kolpingmitglieder, welche sich in der Planungsphase des neuen Architekten Stefan Katzlinger mit Ideen und realistischen Diskussionsbeiträgen erfreulich engagiert zeigten. Zusammenfassend stellte der Kirchenpfleger fest, dass mit der Verwirklichung des Pfarr- und Jugendheimes in Premberg das kirchliche Zusammenwirken in der Pfarrei ein dauerhaftes, stabiles Fundament erhalte und sich die hohen finanziellen Aufwendungen langfristig auszahlen werden.

Die Pläne im Detail

  • Zeitplan:

    Werkplanung und Ausschreibung sollen noch bis Ende November fertig sein; die Vergabe ist zudem noch im Dezember geplant; Baubeginn könnte im Frühjahr 2016 sein.

  • Räume:

    Das Foyer umfasst 13,98 Quadratmeter, Flur und Lager mit 14,03, WC-Anlagen 17,72, Küche und Lager 17,73, Lager und Außenraum 13,90 sowie Technik 6,88 Quadratmeter.

  • Nutzung:

    Neben dem Pfarrbüro und dem Archiv soll ein Gruppenraum mit 72,33 der 173,60 Quadratmeter Nutz- und Wohnfläche entstehen. Fertigstellung ist bis Anfang 2017 geplant.

  • Panorama:

    Das begrünte Dach ist begehbar und verfügt dank der Hanglage über ein wunderbares Panorama. Der vordere Teil besteht aus einer Holzkonstruktion und viel Platz. (bat)

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