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Stadtrat

Pläne für die Entwicklung des MZM

Die verschiedenen Konzepte für das Mittelstandszentrum Maximilianshütte stellte Gregor Glötzl dem Teublitzer Stadtrat vor. 
Von Werner Artmann

Das heutige Mittelstandszentrum „Maximillianshütte“ auf dem Läpple-Gelände. Im Vordergrund die Werkshalle und rechts das Bürogebäude. Foto: Artmann
Das heutige Mittelstandszentrum „Maximillianshütte“ auf dem Läpple-Gelände. Im Vordergrund die Werkshalle und rechts das Bürogebäude. Foto: Artmann

Teublitz.Bei der Stadtratssitzung forderte die SPD-Fraktion in einem weiteren Antrag den Erlass einer Richtlinie für Zuschüsse an die sozialen Einrichtungen (Krankenpflegestation, BRK, Private Pflegedienste, Heuser-Sozialwerk usw.) rückwirkend zum 1. Januar 2018. Darin wurden in sieben Punkten die Voraussetzungen, die Zuwendungsempfänger, die förderfähigen Aufwendungen, die Förderhöhe, das Verfahren, die Aussetzung des Zuschusses und das Inkrafttreten vorgeschlagen.

Bei anerkannten Investitionskosten, höchstens jedoch 100 000 Euro, sollen 30 Prozent als freiwillige Leistung gewährt werden. Ein Folgeantrag kann dann erst wieder in zehn Jahren eingereicht werden. In der Diskussion meinte die CSU-Seite, dass bei diesen Vorgaben jeder, der in Teublitz sozial tätig ist und den Firmensitz sogar außerhalb der Stadt hat, bei eigenen Investitionen (wie z.B. Auto, Computer usw.) eine 30-prozentige Förderung beantragen kann. Die CSU wies darauf hin, dass auch im Haushalt 2018 solche Zuwendungen an soziale Einrichtungen eingestellt sind. „Die Entscheidung über die Vergabe von künftigen Fördergeldern sollen je nach Sachlage und Höhe die Bürgermeisterin oder der Stadtrat treffen – und dabei sollte es auch bleiben,“ meinten die CSU-Stadträte. Nach kurzer Debatte im Gremium lehnte die mehrheitliche CSU-Fraktion mit elf gegen acht Stimmen diesen Antrag der SPD ab.

Mittel für das AWO-Kinderhaus

Derzeit wird die Erweiterung des AWO-Kinderhauses vorgenommen und die Arbeiten befinden sich zeitlich und finanziell im Rahmen des Bauzeitenplanes, stellte Bürgermeisterin Maria Steger fest. Darüber hinaus sind auch Umbau- und Sanierungsarbeiten im Bestandsgebäude erforderlich. Dafür sollten zusätzliche Mittel für Bauwerkkosten von 47 000 Euro, Haustechnikkosten von 18 000 Euro, Honorarkosten von 8500 Euro und für die Anpassung einer Gruppe an die Anforderungen einer Kinderkrippe 27 000 Euro bereitgestellt werden. Mehrheitlich war der Stadtrat der Meinung, dass die Bauwerkkosten für das Bestandsgebäude vorerst zurückgestellt werden sollten, da es sich hier um einen laufenden Aufwand handelt, der nichts mit dem Neubau zu tun habe. Die anderen Kosten wurden genehmigt.

In der Sitzung vom 1. Februar 2018 beantragte 3. Bürgermeister Thomas Beer, den Leiter des AG Städtedreieck, Gregor Glötzl, bezüglich der Erstellung eines Zukunftskonzepts für das Mittelstandszentrum Maximilianshütte zu hören. Glötzl stellte in Kurzform die von ihm bereits im Arbeitskreis Städtedreieck vorgestellten Möglichkeiten vor. Die erste wäre, das MZM in der jetzigen Konzeption an einem neuen Standort mit einem neuen Gebäude weiterzuführen. Dabei müsste das bisherige Konzept und die Ausrichtung auf Dienstleistungen aller Art angepasst werden. Das Mindestangebot muss weiterhin die Existenzgründungsberatung für den ganzen Landkreis sein. Die weitere Möglichkeit wäre, ein sogenanntes Gründerzentrum mit einer Ausrichtung auf wissenschaftliche Dienstleistungen aufzubauen. Hier muss, um Erfolg zu haben, eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern erfolgen. Die Geschäftsführung hier ist bei einem solchen Konzept von entscheidender Bedeutung.

Keine Fördergelder in Sicht

Das Gebäude müsste in städtebaulich integrierter Lage entstehen. Die dritte Möglichkeit wäre ein kombiniertes (Weiter-)Bildungs- und Gründerzentrum. Dies wäre eine Mischkonzeption aus verschiedenen Bildungseinrichtungen der Erwachsenenbildung (z. B. VHS, Arbeitsamt, HWK, etc.) in Zusammenarbeit mit einem Gründerzentrum mit dem Ziel der Fachkräftesicherung und Gründerförderung.

Weiter stellte Glötzl fest, dass es zu allen drei Konzeptionen keine Fördergelder gäbe. Die Kosten nur für die Errichtung der Gebäude liegen bei geschätzten 1,5 bis zwei Millionen Euro, dazu kämen die Kosten für den laufenden Unterhalt, Personal etc. Die Gesamtkosten würden sich dann die jetzigen Partner des MZM, der Landkreis, die Stadt Teublitz, die Stadt Maxhütte-Haidhof und die Stadt Burglengenfeld teilen müssen.

Die Anfänge des MZM

  • 1997 nahm das MZM

    auf dem Gelände des Autozulieferers Läpple in Maxhütte-Haidhof seinen Betrieb auf. Aufgabe war und ist die Beratung und Förderung von Existenzgründungen und jungen Betrieben im Bereich des Handwerks.

  • Gesellschafter des MZM

    sind der Landkreis Schwandorf und die Stadt Maxhütte-Haidhof mit Anteilen von jeweils 30 Prozent sowie die Städte Teublitz und Burglengenfeld, die jeweils einen 20-prozentigen Anteil halten. (bat)

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