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Region Schwandorf
Sonntag, 23. September 2018 22° 7

Stadtrat

Planung für Neubau der Tankstelle

Der Betrieb soll sich mittelfristig östlich des Netto-Marktes in Maxhütte-Haidhof ansiedeln. Für das Bauleitverfahren für Neukappl ist abgeschlossen.
Von Norbert Wanner

Die Tankstelle in Maxhütte soll mittelfristig neu errichtet werden.

MAXHÜTTE-HAIDHOF.Mittelfristig werden die Autofahrer die Avia-Tankstelle an der Regensburger Straße in Maxhütte-Haidhof an einem anderen Platz finden. Der neue Standort wird östlich des Netto-Marktes an der Kreisstraße SAD 8 liegen. Dort soll ein Neubau entstehen der modernsten Anforderungen entspricht. Nachdem Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank in der jüngsten Stadtratssitzung den Sachverhalt zusammengefasst hatte, erläuterte Bauamtsleiter Johannes Ortner die planungsrechtlichen Aspekte.

Notwendig sei eine Änderung des Flächennutzungsplanes. Das künftige Tankstellenareal soll rund 4100 Quadratmeter umfassen. Zur Kreisstraße sind zwei Zufahrten vorgesehen. Neben Tanksäulen sind eine PKW- und auch eine LKW-Waschanlage vorgesehen. Die entsprechenden Beschlüsse zur Einleitung eines Bauleitverfahrens wurden einmütig auf den Weg gebracht. Es war die 19. Änderung des Flächennutzungsplanes, mit Aufstellungsbeschluss sowie die erste qualifizierte Änderung des Bebauungsplanes mit Aufstellungsbeschluss für das Areal „Sondergebiet Einkaufszentrum.“ Zur Frage von Franz Brunner (SPD), ob durch eine LKW-Waschstraße mit vermehrtem Lärm gerechnet werden müsste, sagte Dr. Plank, dass diese Fragen im Bauleitverfahren zu klären seien.

Vier Beschlüsse standen zum „Baugebiet Neukappl“ an. Die Einwände gegen eine Bebauung dort seien „rauf und runter diskutiert“, sagte Plank. Der Großteil der Einwendungen, die nochmals vorgebracht wurden, habe sich wiederholt. Ortner ging bei den Einwendungen von Anwohnern aus Neukappl auf die Aspekte ein, die neu waren. Die Telekommunikationsleitungen für die neuen Grundstücke werden demnach erdverkabelt. Die Bedenken, dass Ausgleichsflächen in Privathand verblieben, so dass deren Zweck hintertrieben würde könnte, greife nicht. Dienstbarkeiten und die Überwachung durch die untere Naturschutzbehörde sorgten dafür.

Die Frage der Höhe der Bebauung über Straßenniveau werde geregelt wie in andern Baugebieten auch. Auch die Einwände, dass natürliche Lebensräume zerstört oder bei einem Naherholungsgebiet die Qualität gemindert werde, sah Ortner als nicht gerechtfertigt. Ein Sachverständiger habe festgestellt, dass die Flächen keinerlei Habitatcharakter hätten. Übereinstimmend gaben die Fraktionssprecher grünes Licht für die Bebauung. Gabriele Karl (SPD) und Berthold Kick (CSU) begründeten ihre von der Fraktion abweichende Meinung. Karl sagte, den Neukapplern gehe durch die Entscheidung „viel Lebensqualität“ verloren. Kick sprach sich gegen eine weitere Bebauung im „absoluten Außenbereich“ aus. Mehrheitlich wurde dem Feststellungsbeschluss zur 13. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Abwägung der eingegangenen Anregungen und Einwendungen samt anschließendem Satzungsbeschluss zugestimmt. Damit ist das Bauleitverfahren abgeschlossen.

Einstimmig wurde es wieder beim Baugebiet „Heimgärten-Leonberg.“ Auch hier waren es vier Beschlüsse, die zu fassen waren. Dr. Plank sagte, dass die vorliegende Planung nach den Wünschen des Stadtrates verkleinert wurde. Sehr ernst habe man die Einwendungen in Sachen Immissionsschutz genommen. Für vom Baugebiet betroffene Landwirte gebe es keine Einschränkungen. Das Gremium beschloss die 16. Änderung des Flächennutzungsplans mit Feststellungsbeschluss, die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans unter Abwägung der eingegangenen Anregungen und Einwendungen sowie den Billigungs- und Auslegungsbeschluss.

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