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Wohnen

Platz für neun bedürftige Familien

In Schwandorf errichtete die Diözese Regensburg ein soziales Wohnprojekt. 50 Menschen leben jetzt in den drei Häusern.
Von Rudolf Hirsch

Dekan Hans Amann, die Familie Diring, Bischof Rudolf Voderholzer und Pfarrer Andreas Schinko (v.l.) winken vom Balkon des neuen Mehrfamilienhauses in der Lampartstraße.  Foto: Rudolf Hirsch
Dekan Hans Amann, die Familie Diring, Bischof Rudolf Voderholzer und Pfarrer Andreas Schinko (v.l.) winken vom Balkon des neuen Mehrfamilienhauses in der Lampartstraße. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Anna und Dieter Diring bekamen kürzlich hohen Besuch. Diözesanbischof Rudolf Voderholzer warf einen Blick in ihre 100 Quadratmeter große Wohnung, die das „Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg“ (KWS) in der Lampartstraße errichtet hat. Auf einer Grundstücksfläche von 2270 Quadratmetern entstanden in 14-monatiger Bauzeit drei identische Mehrfamilienhäuser, die inzwischen alle belegt sind.

Neun bedürftige Familien mit Kindern können dort zu einem Mietpreis von 5,30 Euro pro Quadratmeter wohnen. Die Regierung der Oberpfalz bezuschusste das Projekt im Rahmen der „einkommensorientierten Förderung“. Die Diözese beteiligte sich mit Mitteln aus Gesellschafter-Darlehen. Die KWS investierte in den Neubau 2,7 Millionen Euro.

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„Es war ein steiniger Weg bis hierher“, hatte Oberbürgermeister Andreas Feller bei der Grundsteinlegung am 30. Mai 2018 mit Blick auf die Bedenken der Nachbarn gesagt, die dem Projekt kritisch gegenüber standen. Umso mehr freute sich stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Roidl jetzt über den „gelungenen und bezahlbaren Wohnraum“, der im Egelsee-Gebiet entstanden sei.

Der Bauherr

  • Zuständigkeit:

    Das „Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk“ ist der Immobiliendienstleister der Diözese Regensburg. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Marktsegmente „Betreutes Wohnen“, Wohnformen in Mehrgenerationenhäusern, Wohnen für Studierende und bezahlbarer Wohnraum für kinderreiche Familien mit geringem Einkommen.

  • Kirchenstiftung:

    Die Pfarrgründestiftung der Pfarrei St. Jakob besitzt Grundstücke und Immobilien über die ganze Stadt verteilt.

Auch stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl wies auf die Notwendigkeit hin, sozial schwachen Familien „schönes Wohnen“ zu ermöglichen. Dies bestätigte auch KWS-Geschäftsführer Maximilian Meiler, der betonte: „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum besteht nicht nur in München, sondern auch in Schwandorf“.

Günstige Konditionen

Die Pfarrpfründestiftung von St. Jakob Schwandorf stellte das Grundstück dem „Katholischen Wohnungsbau- und Siedlungswerk“ der Diözese Regensburg zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Das Architekturbüro Popp wurde mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Planer Alfred Popp bestätigte die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Bauherrn. Jedes Haus besteht aus je einer Wohnung mit 108 Quadratmetern im Erdgeschoss und zwei Wohnungen zu 101 Quadratmetern im ersten Stock.

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Die Wohnungen haben zwei bis drei Kinderzimmer und jeweils zwei Badezimmer. Bei der Vermietung kamen nur Familien mit Kindern und geringem Einkommen in Frage. „Die Kirche will ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden“, betonte Diözesanbischof Rudolf Voderholzer. Er erteilte den Gebäuden den kirchlichen Segen und nahm mit den Mietern Kontakt auf. In den insgesamt neun Parteien wohnen 50 Personen, davon überwiegend Kinder.

Dekan Hans Amann erbat den Segen des Regensburger Oberhirten, „auf dass es den Menschen in den Häusern gut geht“. Bischof Voderholzer betonte allerdings seinerseits, dass der Segen „keine Rauchmelder, Blitzableiter und Hausratversicherungen“ ersetze.

Klare Worte von Hans Amann zum sozialen Wohungsbau

Monsignore Hans Amann nannte es eine „Schande, dass die Immobilienbranche boomt, der soziale Wohnungsbau aber gleichzeitig zum Erliegen gekommen ist“. Die Kirche dagegen tue „mit ihren begrenzten und bescheidenen Mitteln Gutes zum Wohle bedürftiger Menschen“.

Die Pfarrpfründestiftung von St. Jakob habe gerne die Baugrundstücke zur Verfügung gestellt, damit „einkommensorientierte günstige Mietwohnungen für Familien“ entstehen konnten. Mit Freude und Genugtuung treffe er auf „freudestrahlende Bewohner und lachende und spielende Kinder“, so der Geistliche. „Sie stehen für unsere Zukunft“.

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