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Sicherheit

Polizei-Gewerkschaft fordert Zuwachs

Die GdP im Landkreis Schwandorf kritisiert den Abbau von Planstellen. Der Polizei-Fachangestellte soll eingeführt werden.
Von Max Schmid

Die Kreisgruppe der Polizeigewerkschaft will ein neues Berufsbild einführen, um den durch die Digitalisierung zunehmend höherwertigen Tätigkeiten gerecht zu werden. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa
Die Kreisgruppe der Polizeigewerkschaft will ein neues Berufsbild einführen, um den durch die Digitalisierung zunehmend höherwertigen Tätigkeiten gerecht zu werden. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa

Schwandorf.Bei der ersten Sitzung der Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP), der die Polizeiinspektionen Schwandorf, Burglengenfeld und Nabburg angehören, verwies Vorsitzender Paul Groß darauf, dass die Polizeiinspektionen Schwandorf und Burglengenfeld eine Aufklärungsquote von 74Prozent vorweisen können. Dies sei zehn Prozent höher als im Landesdurchschnitt und spreche für die Kollegen vor Ort. Groß informierte zudem über die polizeiliche Kriminalstatistik für die Jahre 2017 und 2018. Die Zahlen für 2019 werden durch das Bayerische Innenministerium bekannt gegeben.

Straftatenstatistik

  • Vergehen/Verbrechen in 2017:

    GdP-Vorsitzender Paul Groß gab folgende Zahlen bekannt: Gesamtzahl der Straftaten in der Stadt Schwandorf: 2045 – davon ein Tötungsdelikt, 694 Diebstähle und 315 Körperverletzungsdelikte.

  • Vergehen/Verbrechen in 2018:

    In der damals knapp 29 000 Einwohner zählenden Großen Kreisstadt geschah wiederum ein Tötungsdelikt, es wurden 323 Körperverletzungsdelikte und 566 Diebstähle (einschließlich Fahrraddiebstähle) angezeigt, was gegenüber 2017 einen Rückgang um 128 Delikte bedeutet. Die Straßenkriminalität ist in Schwandorf im Jahr 2018 im Vorjahresvergleich um 35 Prozent zurückgegangen.

Mit der Personalstärke in den Inspektionen könne man immer noch nicht zufrieden sein, kritisierte Groß. Für die PI Schwandorf liege die Soll-Stärke bei 46 Beamten, man verfüge derzeit aber nur über 40 Polizeibeamtinnen und -beamte. Aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer kam daher die Kritik, dass sich seit Jahren bei der Personalstärke nichts tue. Der stellvertretende GdP-Bezirksgruppenvorsitzende Gerhard Knorr relativierte, dass die Bayerische Staatsregierung dazugelernt habe und nun jährlich 500 neue Polizeibeamte als Ersatz für die in Pension gehenden Beamten einstelle.

Viele Polizei-Anwärter brechen die Ausbildung ab

Allerdings würden diese Neuzugänge auf den Revieren noch nicht ankommen, die Auswirkungen der Einstellungsoffensive werde man erst in einigen Jahren spüren. Auch die Kräfte, die für die Bayerische Grenzpolizei benötigt werden, würden die Personalstärke bei den Inspektionen mindern. Knorr verwies aber auch auf die hohe Akzeptanz des Polizeiberufs, es gebe sehr viele Bewerbungen, allerdings würden rund 20 Prozent der Anwärter noch während der Ausbildung aus unterschiedlichen Gründen ausscheiden. Der Gewerkschafter informierte über eine Forderung der GdP, wonach die Voraussetzungen für einen vorgezogenen Ruhestand der Beamten durch ein Nachdienstkonto von 9000 Stunden in 20 Jahren geregelt werden solle.

GdP-Vorsitzender Paul Groß (links) und stv. Bezirksgruppenvorsitzender Gerhard Knorr (rechts) ehrten Stefan Hischa. Foto: Max Schmid
GdP-Vorsitzender Paul Groß (links) und stv. Bezirksgruppenvorsitzender Gerhard Knorr (rechts) ehrten Stefan Hischa. Foto: Max Schmid

Eine weitere Forderung der Polizeigewerkschaft sei die Einführung des Berufsbilds „Polizei-Fachangestellter“. Die GdP habe bereits vor mehr als zehn Jahren ein Konzept dafür vorgelegt, das aktuell überarbeitet werde. Heute würden aufgrund der Digitalisierung vielfach höherwertige Tätigkeiten im Angestelltenbereich ausgeübt. Durch ein modernes Berufsbild würden auch Höhergruppierungen möglich. Der Kreisgruppen-Vorsitzende Groß bezeichnete es als „Riesensauerei“, dass Rentner im Vergleich zu Beamtenpensionären kein Weihnachtsgeld erhielten und kritisierte zugleich den Stellenabbau.

Kriminalität

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