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Landwirtschaft

Preisverfall macht Bauern zu schaffen

Rinderzuchtverband und Milcherzeugerring zogen in Schwandorf Bilanz. Bei beiden läuft es derzeit nicht gut.

Es wurde zwar annähernd die gleiche Anzahl an Tieren vermarktet, aber die Preise waren deutlich geringer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Es wurde zwar annähernd die gleiche Anzahl an Tieren vermarktet, aber die Preise waren deutlich geringer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Schwandorf.Trotz der gleichzeitig stattfindenden Schlepperdemonstration in Regensburg, organisiert durch „LSV“, konnte 1. Vorsitzender Erich Pilhofer viele Mitglieder und Ehrengäste zur gemeinsamen Mitgliederversammlung des Milcherzeugerringes und des Zuchtverbandes Oberpfalz im Tierzuchtzentrum Schwandorf begrüßen. In seiner sehr emotionalen Einführung berichtete er vom Einbruch im Absatz beim Export und den Problemen beim Kälbertransport, die zu einem negativen Betriebsergebnis geführt haben.

Es wurde annähernd die gleiche Anzahl an Tieren vermarktet, aber die Preise waren deutlich geringer. Skandalös ist für ihn, dass in Bayern geltendes Recht gerichtlich durchgesetzt werden muss.

Negativer Haushalt beim LKV

Der Vorsitzende des Milcherzeugerrings Oberpfalz, Josef Bauer, berichtete von einem negativen Haushalt beim LKV. Der Vorwurf des Subventionsbetrugs des LKV ist vom Tisch. Beim neuen Lactocorder macht die EDV noch etwas Probleme. Er stellte sich entschieden gegen das „Vorratsjammern“.

Interview

Burn-out gibt’s auch am Bauernhof

Georg Mayer, Leiter des Landwirtschaftsamts Schwandorf, fordert ein Umdenken. Er sagt, dass immer mehr Bauern krank werden.

Zuchtleiter und Fachlicher Leiter Dr. Thomas Nibler ging in seinen Berichten auf die sinkenden Kuhzahlen und die Leistungssteigerung ein. Mit 48 in die Besamung verkauften Bullen wurde das interne Ziel knapp erreicht. Er stellte die Vorteile der weiblichen Lernstichprobe vor und warb um weitere Teilnahme, da durch die Kostenreduzierung bei der Typisierung noch einige Plätze frei sind.

Geschäftsführer Franz Weidinger konnte in seinem Geschäftsbericht bei der Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das abgelaufene Jahr nur von einem Verlust berichten. Die Gründe waren der Einbruch beim Export und die geringere Kälberpreise. Für das laufende Jahr hat die Vorstandschaft verschiedene Maßnahmen ergriffen, um wieder ein positives Ergebnis zu erreichen.

Städter entscheiden

  • Referat:

    Dr. Josef Miesenberger vom Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel, kurz FIH, aus Österreich zeigte sich unter dem Thema „Fleckviehzucht im Wandel der Zeit“ tief betroffen von der angespannten Situation bei der Zucht in der Oberpfalz und bedankte sich, dass sein Verband massiv von den guten Stieren aus der Oberpfalz profitiert hat. Er stellte die These auf: „In Demokratie entscheidet die Mehrheit in den Städten, was auf dem Land produziert wird“.

  • Vermarktung:

    Die Landwirte seien bisweilen zu zahlenorientiert und unterschätzen die Kraft der Bilder. Für Dr. Miesenberger ist die Vermarktung der Motor für die Zucht. Er lobte die Rasse Fleckvieh als einzige Doppelnutzungsrasse.

Grußworte zu den Landwirten sprach der Landtagsabgeordnete Christoph Skutella, der im Landwirtschaftsausschuss ist. Er fordert einen offenen Dialog mit der Landwirtschaft. Weitere Grußworte sprachen -der stellvertretende Landrat Jakob Scharf, Ernest Schäffer, Geschäftsführer des LKV Bayern und Josef Wutz, Bezirkspräsident des BBV Oberpfalz

Landwirtschaft

Ohne diese Frauen geht nix auf den Höfen

Sechs Landfrauen aus dem Landkreis Schwandorf im Kurzporträt: Wer sind sie? Wofür brennen sie? Was treibt sie um?

Züchtermedaillen überreicht

Die Teilnehmer der VFR-Tierschau mit Referenten, Grußwortrednern und Vorstandschaft  Foto: Rudi Traxinger
Die Teilnehmer der VFR-Tierschau mit Referenten, Grußwortrednern und Vorstandschaft Foto: Rudi Traxinger

Die Vorsitzenden des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz, Erich Pilhofer, und Josef Schleicher bedankten sich bei allen Teilnehmern an der VFR-Tierschau in Schwandorf und überreichten jedem Betrieb ein Bild ihrer Kuh und die Urkunden für die Züchtermedaillen. Von den Vorsitzenden des Rinderzuchtverbande in den Ruhestand verabschiedet wurde Albert Schweiger. Er war 40 Jahre als Besamungstechniker für den Rinderzuchtverband Oberpfalz im Einsatz.

Mit einem Modellbullen bedankte sich Erich Pilhofer bei Dr. Josef Miesenberger für seinen Vortrag. Der Vorsitzende des Milcherzeugerrings, Josef Bauer, schloss mit einem Dank bei allen Referenten und lud zu einem gemeinsamen Mittagessen ein.

Interview

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Magdalena Kraus ist seit zehn Jahren als Dorfhelferin im Landkreis Schwandorf unterwegs. Ihre Einsätze gehen oft über Monate.

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