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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. Juli 2018 27° 1

Theater

Prinzessin Mäusehaut liebt ihren Vater

Viel Spaß hatten Zuschauer und Mitwirkende beim Kinderstück der Eisenzeit-Festspiele. Am Sonntag ist die letzte Vorstellung.
Von Renate Ahrens

Der König sieht seinen Fehler ein, denn Salz ist sehr wichtig. Foto: Ahrens
Der König sieht seinen Fehler ein, denn Salz ist sehr wichtig. Foto: Ahrens

Bodenwöhr.Als Prinzessin darf sie eigentlich nicht Fußball spielen, seufzt Amelie, eine der drei Töchter des Königs – und tut es trotzdem. Amelie ist überhaupt etwas eigenwillig. Als Schauspieler muss man in ganz andere Rollen schlüpfen, braucht man Fantasie und Ausdauer, muss im Team arbeiten. All das merkten die Darsteller des Kinderstücks „Prinzessin Mäusehaut“ während der monatelangen Proben.

Nach der öffentlichen Generalprobe am Donnerstag wurde das Stück nun mehrmals vor Schulen und Kindergärten aufgeführt. Alle hatten viel Spaß dabei, Zuschauer wie Schauspieler. Die 14 Mitwirkenden, Kinder und junge Erwachsene im Alter von sechs bis 21 Jahren aus Bodenwöhr und Umkreis, spielten ihre Rollen gut. Doch auch die Regisseurin selbst hatte eine Premiere. Die 23-Jährige aus Moosbach führte zum ersten Mal Regie und war mindestens genau so aufgeregt wie ihre Schützlinge. „Wir wollen endlich zeigen, was wir können“, erklärte sie vor der Aufführung strahlend.

Theaterpädagogin Marlene Wagner-Müller, die künstlerische Leiterin des Vereins „Ring der Eisenzeit“, hatte eine eigene Fassung dieses alten Märchens der Gebrüder Grimm für das Bühnenstück geschrieben, den Plot modernisiert. Sogar Fußballspieler kommen darin vor, passend zur Weltmeisterschaft – unter anderem Bayern-Star Franck Ribery. Schauspieltalent war gefragt, vor allem auch in einigen nonverbalen Szenen. Denn im Königreich findet ein Umbruch statt. Es ist Zeit für den König, das Zepter abzugeben.

Eine seiner drei geliebten Töchter soll die Thronfolge antreten und eine ebenso barmherzige Regentin werden, wie es die verstorbene Königin einst war. Prinzessin Amelie ist zwar die Jüngste, sie wäre aber eine gute Wahl. Also fragt der König die Mädchen, wie sehr sie ihn denn liebten. „So sehr wie die schönsten Stoffe oder mein allerschönstes Kleid“, sagt die eitle Tochter.

Die zweite sagt, so sehr wie Diamanten und Edelsteine. Doch Prinzessin Amelie erklärt, sie liebe ihn so sehr wie das Salz. Der König verbannt seine jüngste Tochter daraufhin wütend. Amelie gelingt es, alles Salz im Königreich zu verstecken, und bald werden alle krank. Und der König sieht seinen Fehler reumütig ein. „Langsam fehlt es im ganzen Land“, klagt er. Amelie sei ein „super Salz-Verschwindenlasser“, zeigen sich die Schwestern beeindruckt. Der eitlen Prinzessin Bella fällt gar ein Zahn aus.

„Viele spielten zum ersten Mal vor Publikum.“

Verena Forster, Regisseurin

Doch am Ende geht alles gut aus – und die Zuschauer haben am Sonntag noch einmal die Gelegenheit, das selbst mitzuerleben. Die Regisseurin zeigte sich zufrieden mit der Leistung ihrer Darsteller. „Viele spielten zum ersten Mal vor Publikum“, sagte Forster. „Sie lernen dabei viel und es macht auch noch viel Spaß.“

Die letzte Vorstellung

  • Termin:

    Die letzte Vorstellung findet am morgigen Sonntag um 15 Uhr auf der Bühne neben der Schule in Bodenwöhr statt. Eintrittskarten für die Vorstellung sind noch an der Tageskasse erhältlich.

  • Stück:

    Prinzessin Mäusehaut ist ein fast vergessenes Märchen der Gebrüder Grimm und wird in Bodenwöhr in einer neuen Fassung von Marlene Wagner-Müller gezeigt. Regie führt Verena Forster.

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