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Statik

Probebohrungen für den Amtsneubau

Der Untergrund für den Neubau des Landesjugendamts auf dem Spitalplatz in Schwandorf wird untersucht.
Von Reinhold Willfurth

Mit einer Rammgrundsondierung (im Vordergrund) und zwei Schürfungen per Bagger wird der Boden auf dem Spitalplatz erkundet.Fotos: Willfurth
Mit einer Rammgrundsondierung (im Vordergrund) und zwei Schürfungen per Bagger wird der Boden auf dem Spitalplatz erkundet.Fotos: Willfurth

Schwandorf. Das Staatliche Hochbauamt lässt den Boden des Spitalplatzes für den Neubau des Landesjugendamts untersuchen. Das Kettenfahrzeug einer Nürnberger Spezialfirma und der Bagger eines örtlichen Bauunternehmens gingen am Dienstag auf dem abgesperrten Baugrund in die Tiefe.

An acht Stellen wurden mittels einer „Rammgrundsondierung“ Proben aus dem Boden gezogen. Zweimal hob der Bagger größere Mengen Erdreich heraus. Ein Bodengutachter untersuche die damit gewonnenen Proben auf die Statik des Untergrunds für den Neubau, erläuterte Projektleiter Roman Beer vom Staatlichen Hochbauamt auf Anfrage. „Wir lassen untersuchen, ab welcher Tiefe ein tragfähiger Grund vorliegt“, so Beer. Die Probenentnahme reiche bis zum Grundwasser. Sie würden auch auf eventuelle Altlasten wie Altöl und dergleichen untersucht. Die Maßnahmen seien auch dazu da, um den Planern Kostensicherheit zu geben, sagte Beer. Um unliebsamen Überraschungen wie einem Bombenfund vorzubeugen, habe man vorab Luftbilder ausgewertet. Letzte Sicherheit über Kampfmittelreste im Boden werde es aber erst beim Ausheben der Baugrube geben.

Zwei „Schürfungen“ mit dem Bagger fördern Erdreich aus dem Untergrund zutage.
Zwei „Schürfungen“ mit dem Bagger fördern Erdreich aus dem Untergrund zutage.

Sicherheit über die künftige Architektur der Behörde gibt es ebenfalls immer noch nicht. Das Hochbauamt hatte bereits vor Wochen einen ersten Entwurf vorgelegt. Dagegen hatte die Stadt eine Reihe von Einwänden vorgebracht. Diese würden jetzt unter Einbeziehung des bayerischen Bau- und Sozialministeriums diskutiert, sagte der Projektleiter.

Bereits 2015 hatte der damalige Finanz- und Heimatminister Markus Söder Behördenverlagerungen aus der Metropole München in den ländlichen Raum angekündigt. Für Schwandorf war ein Ableger des bayerischen Landesjugendamts mit rund 20 Beamtenstellen vorgesehen.

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