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Region Schwandorf
Mittwoch, 15. August 2018 25° 3

Konzert

Queen-Cover kam bestens an

Den Bogen von Heavy Metal bis zu solidem Beatrock spannte der Tennisclub mit seinen beiden Events im Burghof.
Von Ralf Gohlke

  • Sänger Markus Engelstädter und Gitarrist Herrmann „Scherry“ Trautner huldigten dem Werk von Queen mit außerordentlicher Qualität. Foto: R. Gohlke
  • Oversense legten sich mächtig ins Zeug. Foto: R. Gohlke
  • Drummer Andre Hilgers. Foto: R. Gohlke
  • Der Foodtruck aus Cham kam gut an. Foto: R. Gohlke
  • Gitarren-Hero Herman Frank. Foto: R. Gohlke

Neunburg.Für den Tennisclub Neunburg war der Queens-Titel „We will rock you“ an diesem Wochenende wieder einmal Programm. Sein 50-jähriges Jubiläum nutzte der Club erneut, um dem Neunburger Musikpublikum zwei hochkarätige Konzertabende im Burghof anzubieten. Ganz bewusst hatten sich Vorstand Martin Scharf und sein Team auf zwei unterschiedliche Genres festgelegt. Am Freitag galt das Angebot mehr den Fans harter Gitarrenriffs und knackigen Beats mit entsprechenden Phonparametern. Für Samstag konnte eine der besten Queen-Coverbands Europas unter Vertrag genommen werden. Das Publikumsecho war allerdings ebenso differenziert, wie die beiden Musikrichtungen.

Den meist etwas unglücklichen Part der Opener ´übernahm diesmal „Oversense“ aus Unterfranken. Mit ihren Melodic Metal hätten sie aber durchaus auch den Platz als Headliner verdient gehabt. Ein wenig schade war, dass der Soundcheck offenbar etwas zu kurz gekommen war, den Drums und Bass dominierten gegenüber dem Gesang und den zum Teil sehr filigranen Gitarrenriffs.

Melodic Metal vom Feinsten

Daher empfiehlt es sich echt, Titel wie „Sleepless Nights“, „White Wolf“ oder „Purgatory“ und andere, noch einmal auf Youtube nachzuhören. Erst da kommt ihr beachtliches Können richtig zur Wirkung. Dem relativ überschaubaren Publikum gefiel die Leistung aber auch so.

Die Arme hoch und „We will rock you“. Foto: R. Gohlke
Die Arme hoch und „We will rock you“. Foto: R. Gohlke

Mit dem eigenen Mixer im Gepäck waren im Anschluss der gebürtiger Erlanger Herman Frank und seine Mannen da schon eher auf der sicheren Seite. Als sie allerdings die Publikumskulisse mit den 70 000 Fans in Wacken in Relation setzten, überkam sie schon ein leichtes Schmunzeln. Ganz die Profis ließen sich unter anderem der stimmgewaltige Schwede Rick Altzi, Bassist Micheal Müller und Drummer Andre Hilgers sowie der Bandleader aber selbst davon in ihrer Spielweise nicht beeinflussen.

Die Akteure

  • Heavy Metal:

    Mit der Band „Oversense“ aus Unterfranken und dem Bandprojekt des Gitarristen Herman Frank waren zwei hochkarätige Formationen am Start, die für ordentlich „Wums“ im Burghof sorgten.

  • Beatrock:

    Seine Hommage an Freddie Mercuri & Co hat Sänger Markus Engelstädter über die Jahre hinweg verfeinert, unterstützt von hervorragenden Musikern.

Kracher wie „Thunder Of Madness“, „License To Kill“ oder „Ballhog Zone“ brachen wie Urgewalten über den ehrwürdigen Schlosshof herein und das Publikum stimmte in das „Headbanging mit ein. Am Ende waren alle zufrieden außer vielleicht Martin Scharf, der sich schon etwas mehr Zuspruch gewünscht hätte. Für ähnliche Events sollen künftig die etablierten Metaller-Plattformen noch besser beworben werden.

In Balladenpose, „Scherry“ Trautner und Markus Engelstädter. Foto: R. Gohlke
In Balladenpose, „Scherry“ Trautner und Markus Engelstädter. Foto: R. Gohlke

Wesentlich entspannter waren die Minen der Veranstalter da schon am Samstag zur „Magic of Queen Night“, angesichts der sich doch immer besser füllenden Tribüne und der Nebenschauplätze. Markus Engelstädter und die Band mit Herrman Trautner an der Leadgitarre, Thomas Wildenauer am Bass, Pianist Bernd Meyer und Matthias Baumann an den Drums hatten von Beginn an kein Probleme damit, das Publikum in die bekannten Titel von Freddie Mercury & Co mit einzubinden. „Ich sehe hier schon die Neunburger Fischerchöre entstehen“, scherzte der Frontmann, der diesmal ganz in schwarz erschienen war.

„We are the Champions“

Bei „Queen“ gingen die Fans voll ab. Foto: R. Gohlke
Bei „Queen“ gingen die Fans voll ab. Foto: R. Gohlke

Im ersten Teil sang und klatschte das Publikum Titel wie „I want it all“, „Under Pressure“ oder „I want to break free“ fleißig mit und gab sich gebannt dem virtuosen Spiel von Herrmann Trautner bei „Guitar Solo“ hin. Mit „A Kind of Magic“ kamen die Musiker aus der Pause und steuerten gezielt auf die großen Welthits wie „Love of my Life, die „Bohemian Rhapsodie“ und den Final-Song von Freddie Mercury „The Show must go on“ zu.

„Das Ambiente ist toll und das Publikum war super.“

Markus Engelstädter

Nach donnerndem Applaus liefen die Zugaben an von „Radio Gaga“ über „We will rock you“ bis zum dem Song, den viele Fußballfans heuer auch wieder gern der Deutschen Mannschaft gesungen hätten: „We are the Champions“.

Herman Frank und (r.) und Rick Altzi in Aktion. Foto: R. Gohlke
Herman Frank und (r.) und Rick Altzi in Aktion. Foto: R. Gohlke

„Das ist unsere Musik, das war toll, einmalig“, lautete die vielstimmige Antwort auf eine kleine, nicht repräsentative Umfrage. „Uns hat es auch gefallen, das Ambiente ist toll und das Publikum war super“, meinte auch Markus Engelstädter und schloss ein „Comeback“ in den Burghof ganz und gar nicht aus.

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